Mich verwundert die Fragestellung der Umfrage (möglicherweise wäre eine E-Mail an den DAV-Sicherheitskreis sinnvoller gewesen). Mich verwundern aber auch teilweise die bisherigen Antworten. Die größtenteils verbreitete Praxis (was auch im wesentlichen der Lehrmeinung der Alpenvereine entspricht) schaut weitaus differenzierter aus, als es deine Umfrage abbildet:

  • In Kletterhallen bzw. künstlichen Anlagen: grundsätzlich kein Helm. Ausnahme: Ganz kleine Kinder und Behinderte.

  • In Klettersteigen: Immer einen Helm (einmal wegen Steinschlag; zum anderen ist ein Sturz in einem Klettersteig ''immer'' ein Unfall, anders als beim Klettern)

  • Beim Alpinklettern: Immer einen Helm (Steinschlag!)

  • Beim Sportklettern wird's komplizierter. Wer da behauptet, er trage immer einen Helm, der lügt (oder klettert sehr selten bzw. nur in bestimmten Gebieten). Wer dabei nie einen Helm trägt, der ist entweder naiv oder dumm (oder beides). Eine Ausnahme bilden Anfänger sowie Kinder bis zu einer gewissen Klettererfahrung, für diese ist Helm - unabhängig vom Gebiet - Pflicht. Steinschlagrisiko (und damit ein Grund für einen Helm) ist bspw. am Fuß von großen Wänden vorhanden, oder bei entsprechend brüchigem Gestein (was allerdings vor allem bei selten bekletterten Felsen schwer einzuschätzen ist). Andererseits wird niemand an einem bombenfesten, 10 Meter hohen Klapfen in der fränkischen Schweiz einen Helm tragen.

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ich denke dass das bei Kletterern tatsächlich ein Thema ist- und immer mehr wird. Insbesondere bei Jugenwettkämpfen find ich's auffällig.

Die meisten Fälle wirst du aber nicht mitbekommen, denn wer tatsächlich Magersüchtig ist wird nicht mehr lange vorne mitklettern...

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wenn du schreibst wo du her kommst bekommst du vllt nen Tipp wo's bei dir in der Gegend günstige Kletterausrüstung gibt.

Denn bei ein und demselben Kletterschuh kann der Preis zwischen den Geschäften auch mal um 30% variieren...

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noch Ergänzungen zu den antworten vor mir:

  • im sitzen ist die Gefahr einer Fehlbedienung (v.a. Bremshand nach oben bei Tube, Achter usw) deutlich größer

  • man kann nicht ansatzweise so schnell Seil einholen wenn der Kletterer "zu" sagt wie im stehn

  • gezielt dynamisch sichern ist unmöglich

ergo: im sitzen sichern ist sau gefährlich

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...und wenn der Schnapper auf der Seilseite locker wäre würde er sich bei jedem Seil-abziehen verdrehen und du würdest durchdrehen ;-)

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Grundsätzlich kommt es natürlich auf die Situation an. In überhängen Routen haben meist die kleineren Kletterer Vorteile, in Senkrechten Routen eher die größeren.

Die meisten Kletterer an der Weltspitze sind allerdings eher klein (bei den Frauen 1.50 bis 1.65, bei den Männern 1.60- 1.75). Das trifft zumindest auf die meisten Top-kletter im Lead zu, beim Bouldern sind öfters auch einige größere mit vorne dabei.

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Wie hast du denn bisher damit gesichert?

Die aktuell anerkannte Methode zum sichern mit GriGri heißt Gaswerk-Methode (von der Kletterhalle Gaswerk in Zürich).

Ich finds schwer das so schriftlich zu erklären, am besten fragst du jemanden den du kennst der damit (richtig) sichern kann

Im Prinzip geht es darum zum Seilausgeben den Zeigefinger der rechten Hand unter dem Metallfalz am Grigri zu legen (nicht unter das kompletter Gerät!), und mit dem Daumen auf den Blockierhebel zu drücken und dabei das Seil in der rechten Hand zu halten. Mit der linken Hand ziehst du das Seil raus.

Im falle eines Sturzes reicht so die Kraft zwischen Daumen und Zeigefinger nicht aus um den Blockiermechanismus außer Kraft zu setzen, es reißt dir das (blockierende) Gerät aus der Hand und du hast das Seil noch in der rechten Hand, d.h. selbst wenn das Gerät nicht blockiert, funktioniert die Sicherung immer noch (entspricht dann einem Tube).

Wichtig ist dass du dabei das Sicherungsseil immer (!) in der Hand hast, auch wenn das Gerät blockiert ist und der Kletterer im Seil sitzt.

Lass es dir am besten von jemandem zeigen der das beherrscht, aber vorsicht: beim GriGri sichern viele grundsätzlich falsch

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eng

den Antwortern vor mir kann ich nur zustimmen: Es kommt auf den Einsatzzweck an.

Und darauf ob man Anfänger/Fortgeschrittener etc ist. Als Anfänger (vor allem in der Halle) kann man auf jeden fall bequeme Schuhe nehmen

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mit der Belastung hat das nichts zu tun.

Ein normaler Schnapper hat meistens ähnliche Bruchzahlen wie ein Schrauber.

Ein Schrauber ist dann notwendig wenn keine zweite Sicherung (Redundanz) vorhanden ist.

Für die Hintersicherung mit Prusik ist ein normaler Schnapper ausreichend, da sie ja nur zum Einsatz kommt wenn du das Seil loslässt. Selbst wenn sich der Karabinder aus der Beinschlaufe aushängt passiert eig. nichts- die Prusik zieht sich in das Abseilgerät und stoppt dich. Allerdings kannst du dich dann nicht aus eigener Kraft weiter abseilen, da du, um die Prusik wieder aus dem Sicherungsgerät herauszubekommen das Gerät entlasten musst

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es lebe das halbwissen!

  1. woher willst du wissen dass er keine Ahnung vom Sichern hat?

  2. Freeclimbing heißt klettern ohne künstliche Hilfsmittel (Haken etc) zur fortbewegung zu benutzen. Freeclimbing ist nicht klettern ohne Sicherung (das nennt man free-solo)

  3. Wenn du mit speed-klettern die wettkampfdisziplin meinst (also in der Halle), dann ist das die sicherste Variante des Sportkletterns, da es die einzige ist bei der Top-Rope gesichert wird.

Ein bisschen Schlappseil zu haben ist im Toprope (sofern man weit genug über dem Boden ist) kein Problem, das wirst du auch tatsächlich nicht vermseiden können.

Ansonsten hängt die Sicherungsmethode stark von der Geschwindigkeit des Kletterers ab. Wenn ihr Speedklettern nur "ein bisschen ausprobieren" wollt sollte es mit deinem normalen Sicherungsgerät funktionieren, vorausgesetzt das Seil läuft einigermaßen schnell durch und du bist ein geübter Sicherer. Am schnellsten Seil einholen kann man mit halbautomatischen Sicherungsgeräten (zB Grigri)

Wenn jemand sehr schnell klettert wirds problematisch. Der Weltrekord liegt im Moment bei nicht einmal 7 Sekunden auf 15 Meter- so schnell kann keiner Seil einholen. Eine Möglichkeit ist ein Sicherungsgerät (am besten Grigri) unten an der wand zu befetigen und das Seil dort durchzuziehen. Nachteil: Wenn der Kletterer stürzt, wird der Sturz statisch abgebremst. Eine weitere Möglichkeit beteht darin das Seil am Wandfuß durch einen Karabiner umzulenken, am besten mit Grigri zu sichern und dann von der Wand "wegzurennen". Funktioniert aber nur, sofern der Sicherer deutlich schwerer als der Kletterer ist. Die beiden letztgenannten Methoden sind allerdings nicht ganz ohne, also Vorsicht!

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