Wann lernt man im Yoga den Lotussitz?

2 Antworten

In der Tradition, in der ich unterrichte, wird eigentlich schon in der ersten Stunde mit Atemübungen begonnen. Und diese macht man im kreuzbeinigen Sitz. Und nach ein paar Wochen werden da verschiedene Sitzhaltungen gezeigt. Und wenn ich jemand Flexiblen hätte, würde ich sehr zügig den Lotus-Sitz mindestens mal zeigen... Frag doch mal deine/n Yogalehrer/in. Ansonsten gibt es auch im Internet Yoga Videos mit Lotus Variationen. Z.B. http://mein.yoga-vidya.de/video/lotusvoruebungen-mit-lisa Auf der Seite kannst du auch noch eine Menge weiterer Anregungen erhalten.

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Es wird diskutiert, daß der Lotussitz nur von Men-schen geübt werden sollte, die ihn spontan einnehmen können, da bei jeder Form von Gewaltanwendung beim Üben irreparable Schäden im Kniegelenk entstehen können, wie zum Beispiel Meniskusverletzungen. Bei der Beugung des Knies wandern die Menisken auf der Gelenkpfanne nach hinten (dorsal) und werden dabei komprimiert. In der zusätzlichen Innen-rotation wird der Innenmeniskus etwas stärker komprimiert als der Außenmeniskus. Weil der Innenmeniskus mit den Kapselzügen (Cola-teralbändern) teilweise fixiert ist, kann er sich nicht so schnell in eine freie Position bewegen, wie der Außenmeniskus. Daher ist der Innenmenskus bedeutend verletzungsanfälliger als der Außenmeniskus, denn das äußere Collateralband wird in der Innenrotation des Knies gedehnt und verstärkt so die Fixierung des Innenmeniskus. Ursprung und Ansatz der Kreuzbänder nähern sich in der Beugung und Innenrotation des Kniegelenkes geringfügig an. Sie lockern sich nur ein wenig. Dennoch verhindern sie hierbei besonders in der Beugung das Weggleiten von Gelenkkopf und Gelenkpfanne. In der Beugung des Kniegelenkes bewegt sich die Kniescheibe (Patella) nach vorne (ventral), also vom Körper weg und bildet dabei sozusagen eine Umlenkstelle für den großen Oberschenkelmuskel (muculus quadriceps), so daß überflüssige und schädigende Druck und Zugkräfte vermieden werden kön-nen. Für das Üben von Padmasana ist es also sehr wichtig sehr vorsichtig und sorgsam vorzugehen so daß keinerlei Muskelspannungen in den Beinen auftreten. Wenn bei den Übenden, insbesondere der im Lotussitz beteiligten Muskeln oder Bänder der Beine, verkürzt sind, ist zunächst vorsichtig mittels anderer Übungen zu versuchen, den Bandapparat und die Muskulatur der Beine und insbesondere den großen Oberschenkelmuskel (musculus quadriceps) sanft zu dehnen, so daß der Lotussitz völlig von Spannungen in der Muskulatur eingenommen werden kann. Trotz alledem ist es für manche Menschen durch bestehende Knie- oder Hüftprobleme vielleicht niemals möglich, den Lotussitz einzunehmen, ohne dem Körper dabei Schaden zuzufügen. In diesem Falle sind andere Sitzhaltungen, wie zum Beispiel der halbe Lotus-sitz, der offene Sitz, oder der Schneidersitz eher zu empfehlen. (vgl. Das Knie und der Lotussitz. In:http://www.yoga-welten.de/forum/yoga-uubungen-und-therapie/das-knie-und-der-lotussitz.htm)

Der Link ist sehr gut. Aber ich verstehe jetzt nicht ganz, dass man da bei dem Lotussitz so auf die Verletzungsgefahr hinweist, wo es noch viel mehr Yogaübungen gibt, die natürlich auch nicht ohne für die Gelenke und Wirbelsäule sind, wenn man sie nicht richtig ausübt. Übung muss eben sein. Und ich kann von mir behaupten, dass ich schon sehr gelenkig bin. Einen Spagat bekomme ich locker aus dem Stand hin.

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@sandrina

Hallo Sandrina

Ja es gibt einige Übungen im Yoga die Potential haben Schaden anzurichten und deshalb ist ein guter Yogalehrer eben immer zu empfehlen. Mehr dazu und zur Wirbelsäule gibts hier: http://www.yoga-welten.de/forum/yoga-uubungen-und-therapie/aufbau-und-struktur-der-wirbels%e4ule.htm Aber auch da gibt es leider immer noch Ignoranten die sich um mögliche Gefährdungen nicht scheren. Immer wieder habe ich Leute deren erster Yoga Kurs beinahe der letzte gewesen wäre weil sie Wochenlang anschließend mit Problemen zu kämpfen hatten, trotz Krankenklassenzulassung der Kursleiterin. Wenn ein Yogaschüler dann noch gesagt bekommt das interessiere ihn nicht, weil es in Indien immer so geübt worden sei schadet es dem Yoga und seinem Ansehen immens. Aber leider werden von Leuten die es eigentlich wissen müßten eilig in vier Wochen und weniger Yogalehrer ausgebildet die dann entsprechend viel Ahnung haben. Es ist nicht nur die Beweglichkeit der Gelenke sondern auch der Zustand der Bänder und Sehnen auf den zu achten ist. Zu kurze Bänder in den Beinen können dem Meniskus den Garaus machen und wer will das schon. Gruß Yogiraj

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