Vorderes Kreuzband, konservative Therapie?

2 Antworten

Liebe Bina,

es wird bei sportlich Aktiven grundsätzlich empfohlen das vordere Kreuzband (VKB) rekonstruieren zu lassen.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Gefahr bei einer konservativen Therapie - ohne Rekonstruktion des VKB - exponentiell ansteigt, mittelfristig eine Arthrose zu entwickeln.

Grundsätzlich ist es im Grunde nach einem Ersatz des VKB möglich nahezu alle Sportarten wieder auszuüben. Sportarten, bei denen schnelle Richtungswechsel o.ä. ausgeübt werden, erhöhen natürlich die Gefahr der Re-Ruptur. Dass du dir zum vierten Mal das VKB gerissen hast, ist aber tatsächlich eher eine unglückliche Ausnahme.

Wir bitten zu beachten, dass wir keine individuellen Therapievorschläge im Internet machen dürfen und können. Unsere obige Aussage basiert auf eigenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wir raten dir daher eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen.

Viele Grüße

Dein Team der Akademie für Sport und Gesundheit

Liebes Akademie für Sport und Gesundheit Team

Vielen Dank für eure ausführliche Antwort!

Das sind die Gründe, die bei mir bei allen drei vorhergehenden Kreuzbandrissen für eine OP gesprochen haben. Mein Arzt meint aber auch, dass jede OP das Arthrose-Risiko ebenfalls begünstigt und dass ich dank sehr gerader Beinachse und jetzt schon (3 Wochen nach Unfall) sehr guter Stabilität sehr gute Voraussetzungen für eine konservative Therapie habe. Im Norden werden anscheinend sehr viele Sportler konservativ behandelt mit grossem Erfolg. Hat man denn wirklich genug Studien, die die konservative Therapie und Ihre Folgen erforscht haben? Grundsätzlich habe ich nichts zu verlieren, wenn ich es zuerst ohne OP versuche und, sollte es nicht klappen und mein Knie zu wenig stabil sein, später operieren würde. Was denkt ihr dazu?

Liebe Grüsse

Bina

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@Bina1988

Hallo Bina,

dass Knie-OPs das Arthrose Risiko ebenfalls erhöhen, ist natürlich vollkommen richtig. Auf der anderen Seite basiert unsere Empfehlung zu einer Rekonstruktion eines VKB auf der Tatsache, dass die Kniegelenkmechanik recht komplex ist. Die Kreuzbänder gewährleisten eine abgestimmte Roll-Gleit-Bewegung im Gelenk, was muskulär aufgrund von Latenzzeiten (Reaktionszeiten des Muskels) nicht gewährleistet werden kann.

Dass erstmal nichts zu verlieren ist, würden wir nicht bestätigen. Denn wenn der Knorpel im Kniegelenk erstmal zu sehr geschädigt ist, lässt er sich unseres Erachtens mit heutigen Methoden nicht adäquat ersetzen. Es gibt zwar auch Knorpelersatz-Transplantate, die aus unserer Erfahrung aber nicht wirklich zu empfehlen sind.

Was in den letzten Jahren deutliche Fortschritte hinsichtlich Haltbarkeit und Verträglichkeit gemacht hat, sind Kniegelenksersatzprothesen (Knie-TEPs). Diese würden eingesetzt werden, wenn eine Arthrose im Kniegelenk zu weit fortgeschritten ist. Den Einsatz würde ich aber so lang wie möglich hinauszögern und bei so jungen Personen nur bei absoluten Ausnahmen empfehlen.

Letztlich möchten wir aber nochmal betonen, dass wir lediglich "allgemeine" Aussagen treffen können, die auf unserer Erfahrung basieren. Deine Ärzte vor Ort können aufgrund von bildgebenden Verfahren und Anamnesen die Lage natürlich ganz anders einschätzen.

Wir hoffen unsere Ausführungen konnten dir dennoch weiterhelfen.

Viele Grüße

Dein Team der Akademie für Sport und Gesundheit

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