Volleyball: Vorteilhaft beim Training des Angriffs gegen die Wand zu schlagen?

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Hej Goivillo!

Der Angriffsschlag ist in seiner Gesamtheit ein sehr komplexer Bewegungsablauf. Zum Zeitvertreib einen Ball (mal eben) - in Serie - gegen die Wand schlagen ist unter technischen Aspekten nicht zu verantworten - in meinen Augen sogar verantwortungslos.
Das Schlagen des Balles gegen die Wand zum Erlernen der Schlagtechnik halte ich für sehr problematisch. Begründung: Wenn dieses methodische Hilfsmittel sinnmachend zur Anwendung kommen soll, dann muss der Übende:

  • über eine gute Fußarbeit verfügen,

  • ein gutes Balltiming haben,

  • und die Schlagtechnik eigentlich schon beherrschen.

Das Treffen des Balles mit gestrecktem Arm vor der Kopfebene wird einem Anfänger, sehr selten gelingen. Die gelernten technischen Fehler, bei der Anwendung von Serienbällen gegen die Wand, werden nur sehr schwer zu korrigieren sein. Einmal gelerntes gibt der Kopf nicht so schnell wieder her. Spielt zum Zeitvertreib lieber 2 mit 2, da habt ihr mehr von.

Möchte ich aber das aktive Handgelenk trainieren - das aktive einklappen des Handgelenkes in der Schlagphase, um den Ball zu beschleunigen-, dann kann man ohne weiteres an die Wand gehen. Um aber auch hier das Üben von Bewegungsfehlern zu vermeiden, sollte die Korrektur - Trainer oder Betreuer - nicht weit entfernt sein.

Halten wir fest: Der lernende Kopf ist eine sensible Denk- und Lernmaschine. Von daher sollte man im Übungsprozess auch so mit im umgehen. Vermeide Übungen die ein fehlerhaftes Lernen ermöglichen, denn gelernte Fehler sind nur sehr schwer zu revidieren.

Mit sportliche Grüßen, Ottos

Hallo Ottos! Danke für deinen Rat. Du bestätigst damit meinen Verdacht. Es ist zwar ein netter Zeitvertreib, aber ich denke das werde ich dann in Zukunft doch besser lassen.

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