Stromschläge im Bein,Taubheitsgefühl am Schienbein nach OP

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> Hallo icke2011, willkommen im Club der 5% Komplikationen :( Puh, also bei mir zieht sich das Ganze auch jetzt noch weiter, auch wenn bereits Besserungen eingetreten sind. Und das betrifft die Stärke und Häufigkeit der Stromschläge im Bein. Ich habe auch zunächst ratlose Ärzte vorgefunden und das sehr zahlreich. Nach dieser großen Ärzterunde, erhielt ich die Diagnose, dass die Hautnerven durchtrennt sind (was nicht selten ist) und sich wieder erneuern sollte. Die Stromschläge kommen vom Saphenusnerv, welcher für die Sensorik zuständig ist und irgendwo in der Kniekehle verläuft. Sollte dieser völlig durchtrennt worden sein, ist die Wiederherstellung nahezu unmöglich. Bei nur teilweiser Durchtrennung besteht noch eine Hoffnung, was unglaublich viel Zeit (1mm pro Tag) erfordert. Leider ist eine "direkte" Behandlung nicht möglich. Das bedeutet, dass der Körper den Heilungsprozess selbst steuert. Ein wenig beeinflussen kann man es mit manuellen Lymphdreinagen und Vitamin-B. Mein Schienbein und die innenseitig liegenden Muskeln sind noch taub, allerdings funktionsfähig. Ich hoffe, das ist bei dir auch der Fall!Denn so lange die Muskeln funktionieren, kann man sich auch irgendwie an die fehlende Sensorik gewöhnen. Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem Kraft bei deiner Genesung! Bei weiteren Fragen kannst du mich natürlich gerne jederzeit wieder kontaktieren! > > Beste Genesungwünsche maxbiker

Oh das kenne ich auch!

Nach einer Sehnenentnahme im linken Oberschenkel für eine Knie-Seitenbandplastik bekam ich ein blau-violettes Hämatom im Unterschenkel mit enormer Schwellung bis zum Fuß und irre Schmerzen! Trotzdem bin ich 3 Tage später planmässig entlassen worden - stehend auf diesem Bein!

2 Wochen später wurde ich notoperiert wg. Verdacht auf ein infiziertes Hämatom! Der Druck ließ langsam nach, aber die von Euch beschriebene Taubheit blieb.

Ein Neurologe stellte mit Ultraschall ein großes Neurom am Saphenus-Nerv fest. Das wurde in einer Neurolyse von Narbengewebe freigelegt, was nur wenig Besserung brachte.

Außerdem war bei der Sehnenentnahme der Sehnenansatz "Pes anserinus" gelockert worden, d.h. teilweise losgerissen! Mußte mit einem Knochenanker refixiert werden, ist aber noch immer teilweise locker.

Heute (5 Jahre später!) weiß ich von einem Gutachter: "Da ist es wohl zu einem inkompletten postoperativen Kompartmentsyndrom gekommen! Das hätte sofort entlastet werden müssen! Jetzt ist es zu spät."

Deswegen kann ich Euch nur raten, dem Operateur richtig auf die Ketten zu gehen. Das muß zwingend SOFORT entlastet werden! Wenn der nicht reagiert und Gefahr der Verschlimmerung besteht, ist das ein grober Behandlungsfehler! Da kann man rechtlich dagegen vorgehen wegen Fahrlässigkeit!

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Hallo maxbiker habe genau die gleiche op und nun auch exakt das gleiche Problem mit meinem Schienenbein. Hast du schon irgend eine Verbesserung in dem Bereich, eine Diagnose oder irgend eine erfolgreiche Behandlung erfahren? mein operierender und mein hausarzt haben keine Ideen was das sein könnte. mit freundlichem Gruß Icke

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