Rennski mit Highfluor Pulver oder Highfluor Würfel finishen?

1 Antwort

Ich kenne die Finish-Produkte von Toko und auch die Empfehlungen, die jeweils für Rennen ausgegeben werden. Ich habe mich da nie stark in Unkosten gestürtzt. Mir ging es jeweils darum, am Hauptrennen Anfang März einen optimalen Ski zu haben und da waren die Wetterbedingungen bis auf 2018, wo es geregnet hatte, ziemlich gleich. Damit habe ich mir nur Jet Stream Rot zugelegt und zwar als Block. Pulver habe ich mit einer Käsereibe selbst hergestellt.

Ein in der Schweiz ansässiger russischer Wachsspezialist und Trainer hat mir gesagt, dass er zwei Jet-Stream Produkte  in die Wachskiste geben würde: Gelb und blau. Die Mischung zu gleichen Teilen ergibt dann rot. Auch eine Möglichkeit Geld zu sparen.

Generell habe ich nur bei Rennen solche Finish-Produkte eingesetzt. Im Training habe ich mich mit Toko Dibloc High-Fluor begnügt. Alles andere geht zu stark ins Geld. Neuerdings beinhalten Wachsempfehlungen nebst Jet-Stream auch noch die Behandlung  mit HelX-Spray.

Natürlich sind die Anforderungen im Langlauf und beim Alpin-Skifahren nicht ganz vergleichbar. Finish-Produkte machen aber  für ambitionierte Läufer durchaus Sinn. Ich erinnere mich an eine Trainingseinheit, bei der mein Trainer einen Rennski von Dario  Cologna gelaufen ist, während ich mit einem älteren Rossignol Ski unterwegs war, der zum Schluss mit Cerax-Flüssigwachs behandelt war. Mein Trainer sagte nachher: "Ich habe gemerkt, dass Du einen Top-Ski hast." Leider ist Cerax vom Markt verschwunden.

Heja, heja ...

Wieder eine sehr ausführliche Antwort, super! Ich bin ja im Langlauf gar nicht drinnen, meine Rennen sind im Alpinski Bereich. Vermute beim Langlauf kommt es viel mehr auf die Langlebigkeit des Produktes an. Im Skirennen bei den alpinen muss es schnell beschleunigen, trotzdem auch halten, allerdings bei weitem nicht so lange als im Langlauf. Wenn bei dir die Würfel laut deinem Gefühl im Langlauf ausreichen, spricht im alpinen sowieso gar nichts dagegen. Ich finde die Pulver Verwendung eher etwas kompliziert, man muss schon Erfahrung damit haben!? Hast du schon mal Pulver zu bügeln versucht?

Ein Auftrag eines HF Finish Würfels ist schon bedeutend einfacher und reicht wahrscheinlich aus, das könnte schon so sein. Das größere Plus sehe ich auch in den Kosten, ein Würfel hält viel länger als eine Pulverdose. Speziell wenn man ein Pulver bügelt hat man nicht lange davon, das kann extrem ins Geld gehen.

Bin gespannt, ob ich eine Antwort von einem Pulver Befürworter erhalte.

Grüße

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@Toni1971

Die Standzeit des Wachses für einen Langlaufski ist schon viel länger als bei einem Alpinski. Langläufer sind, mal vom Sprint abgesehen, eine halbe Stunde und länger unterwegs. Die Krone bildet dabei wahrscheinlich der Vasalauf mit 90km und Laufzeiten von 4 bis 14 Stunden. Da muss das Gleitwachs halten bis zum Schluss. Allerdings sind die Belastungen hier nicht so hoch wie im Alpinbereich, wo viel höhere Geschwindigkeiten an der Tagesordnung sind und der Schnee oft kälter ist und dem Wachs mehr zusetzt.

Ich selbst bügle Jetstream jeweils auch ein. Aber wie gesagt, ich verwende nicht das Pulver, sondern bügle Späne ein, die ich mit der Käsereibe vom Rub-on-Block abrasple. Das lässt sich vielleicht nicht so fein verteilen wie das Pulver, ich finde aber, für meine Anforderungen hat es genügt. Anschliessend habe ich dann noch 1 - 2 Schichten aufgerieben und gut poliert.

Mittlerweile gibt es Fachleute, die sagen: Wachs ist das eine (Finish ist nur ein Teil davon), ebenso wichtig ist die Struktur. Und da gibt es im Langlauf wiederum Läufer, die für jeden Schnee einen besonderen Ski haben, der speziell geschliffen ist. Du siehst, wenn man es sich leisten kann, dann hat man den Keller voller Ski und einen Servicemann (mit Schutzmaske).

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