Macht ein Herzfrequenz überwachtes Krafttraining Sinn ? Wenn ja, wieso ?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

IMHO nein.

Beim Krafttraing geht es darum einen Reiz zu setzen, damit die Muskeln wachsen bzw. stärker werden.

Die dafür notwendige Intensität ist nicht am Puls, sondern an der Anzahl der mit einem bestimmten Gewicht möglichen Wiederholungen ablesbar.

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Sinn macht es evtl. nur, wenn jemand Herzkrank ist, aber dennoch seine Muskeln tranieren will.

wenn du mir jetzt noch beantwortest was es genau für ein Reiz sein muss. Woraus er besteht geb ich dir die hilfreichste Antwort.

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@moachel

Nach meinem Kenntnisstand sind es mikroskopische Verletzungen (Mikrotraumata) im Muskel, die Muskelaufbauende Prozesse auslösen.

Diese Verletzungen werden durch mechanische Belastung (beim Training) ausgelöst.

D.h. schwerere Gewichte machen größere Muskeln - platt formuliert.

Wobei schwere Gewichte hier meint, einen Widerstand zu wählen, der nicht mehr als 10-12 Wiederholungen zuläßt - oder eben weniger.

Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, die Übung immer bis zum Muskelversagen auszuführen, jedenfalls wenn man der Theorie der Mikrotraumata glauben schenkt.

Gewisse Trainigssysteme basieren darauf, noch vor dem Muskelversagen zu pausieren, um anschließend weitere Wiederholungen zu absolvieren (Clustern), statt die Ermüdung so weit zu treiben, daß keine Fortführung der Übung mehr möglich ist (wie beim Hit oder Heavy Duty-Training)

Demnach soll sich die Anzahl der Mikrotraumata durch den Widerstand (machanische Belastung) und das Volumen (Anzahl der gesamt absolvierten Wiederholungen) steigern lassen, weniger Muskelaufbauenden Reiz verspricht nach dieser Theorie die Ermüdung der Muskulatur.

Ein Tipp, mal nach diesen Begriffen googeln:

  • Muskelhypertrophie + Pathway
  • HST (Hypertrophy specific Traing)
  • HST Cluster
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@Default

Ja, du hast Recht. Ich wollte nur wissen, welche anatomischen Systeme im Muskel genau gereizt werden damit ein Muskelwachstum initiiert wird. Danke, trotzdem für die ausführliche Antwort.

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Die Herzfrequenz spielt beim Krafttraining eher eine untergeordnete Rolle. Im Zuge eines Langzeit EKG`s und Langzeitblutdruckchecks habe ich verkabelt vor längerer Zeit ein Krafttraining ausgeübt. Während der einzelnen Übungen ist die Intensität in den Sätzen für das Herz-Kreislaufsystem recht minimal. Auch bei Sätzen mit hohen Gewichten. Der Puls steigt nur geringfähig, bei mir lag er zwischen 80-90 Schlägen und kommt hier keinesfalls in den Bereich der Werte die er beim Ausdauertraining erzielt. Letztlich hängt dies natürlich auch vom Trainingszustand eines jeden einzelnen ab. Einzig das Beintraining ist hier von der Intenisität höher, so das Pulswerte knapp über 100 erreicht wurden, was im Vergleich zum Ausdauertraining aber immer noch in recht unbedenklichen Bereichen liegt. Die Sätze und die Belastung sind von der zeitlichen Komponennte einfach zu gering um den Puls beim Krafttraining richtig hochzujagen. Von daher lohnt es sich für einen gesunden Kraftsportler nicht nach Pulsüberwachung zu traineren.

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