Wieso rasieren sich Radfahrer, Schwimmer und Sprinter die Beine?

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5 Antworten

Als Radsportler kann ich dir sagen das du durch rasierte Beine nicht schneller wirst. Der Hintergrund liegt hier ursprünglich in der Verletzungsgefahr. Wenn du mit dem Rad stürzt und über den Asphalt rutscht, dann hast du oftmals Schürfwunden. Wenn du dann noch einen Pelz an den Beinen hast dann verkleben die Haare in der Wunde. Dem Heilungsprozess tut dies als solches erstmal keinen Abbruch, aber es ist halt unangenehm, wenn die Haare in der Wunde zieppen. Darüber hinaus hat sich dies irgendwann auch mal so ein bisschen als Modeerscheinung eingeschlichen. Bei den Schwimmern sieht es da schon etwas anders aus. Auf Grund des direkten Kontaktes mit dem Wasser versucht man hier natürlich alle möglichen Register zu ziehen um ein paar Zehntel herauszuquetschen. Hautenge Badenanzüge mit einer speziellen Stoffoberfläche sowie eine Aal glatte Haut sollen hier eine noch bessere Gleitfähigkeit im Wasser bringen. Bei den Sprintern sehe ich es ähnlich wie bei den Radfahrern.

letztendlich werden beim Radsprot die Haare an den Beinen abrasiert, weil im Falle einer Verletzung die Haare die Wundheilung stören. Es kann aber auch ästhetische Gründe haben. Zeitliche Vorteile bringt das Abrasieren der Beinhaare nicht.

Den Körper rasieren hat beim Schwimmen 2 unterschiedliche Auswirkungen: wie bereits erwähnt weniger Verwirbelungen, aber dadurch hat der Unterarm z. B. auch weniger Druckfläche (es wird auch nicht mit geschlossenen Fingern geschwommen, sondern leicht geöffnet, um durch die Verwirbelungen gesamt eine größere Fläche zu haben) - wirkt sicher allerdings kaum aus. Der Hauptgrund für das Rasieren liegt im Ermüden der Muskeln, das ständige Ziehen der Behaarung erzeugt rascher ein Gefühl der Müdigkeit.

Schneller wirst Du im Radsport dadurch nicht. Die Rasur der Beine dient hier vornehmlich einem Zweck: Nämlich im Falle eines Unfalls die Wunde schnell wieder sauber zu bekommen. Bei Radsportlern ist die Wahrscheinlichkeit, sich am Bein zu verletzen, nun einmal höher.

Wenn im Krankenhaus erst einmal damit begonnen werden muss, die Stelle zu rasieren, dann ist es nicht nur unangenehm, sondern die Stelle kann sich auch entzünden. Ich kann davon nur ein Lied singen.

Daher gilt: Lieber vorsorgen, und es selbst tun, bevor sie es im Krankenhaus für Dich machen, um die Wunde sauber zu bekommen

Außerdem sind rasierte Beine bei einer Massage äußerst hilfreich, weil die Haare dabei herausgerissen werden könnten, was sicherlich sehr unangenehm ist.

Bei Schwimmern ist es dagegen möglich, hier noch eine gewisse Zeitersparnis zu erzielen, weil die Haare auf der Haut ein "glattes Gleiten" des Wassers verhindern und es eher aufwirbeln. Allerdings bewegt sich das eher im minimalen Bereich und bringt daher nur im Hochleistungssport etwas.

Bei der Massage werden die sonst ausgerissen. Den Rest hat man dir schon erklärt.

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