Knirschen im Knie nach unhappy triad?

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ab ca. 40 Grad Beugewinkel beginnt die Gleitbewegung im Knie. Die Beugung in den kleineren Graden geschieht zuerst über die Rollbewegung. Das Knirschen tritt also wahrscheinlich durch das Gleiten der Oberschenkelrolle auf dem Unterschenkeltableau auf. Wäre es ein Sehnenknirschen, träte es wahrscheinlich schon bei geringerer Beugung auf. Der Knorpel könnte seit dem Unfall und der OP vor 14 Monaten (bei der ein Knorpelschaden ausgeschlossen wurde) doch etwas lädiert worden sein. Das kann auch durch Schonen bzw. Nicht-In-Anspruchnahme geschehen, vor allem wenn das Knie länger fixiert ist. Ausserdem könnte es sein, dass die Kniemuskulatur nicht mehr in der ausgeglichenen Balance wie vor dem Unfall arbeitet, so dass die Kniescheibe beim Beugen etwas aus ihrer Position gezogen wird. Hier reichen auch schon leichte Abweichungen von der Normalstellung, um ein Reiben oder Schnappen hervorrufen zu können. Weiter kann es auch noch sein, dass das Gelenk relativ "trocken" läuft, also zu wenig Gelenkflüssigkeit produziert wird. Das geschieht bei wenig Bewegung (viel Rad fahren wäre optimal).

Ich würde nochmal ein MRT machen lassen (evtl. T2-mapping um den Knorpel besser zu begutachten), die Kniestreckmuskulatur (insbes. Musk. Vastus Medialis) stärken, und es evtl. mit Injektion von Hyaluronsäure versuchen.

Vielen Dank nafetsbln für die ausführliche Antwort. Die letzte MRT-Aufnahme wurde im Dezember gemacht. Hier wurden auch Knorpelschäden oder Defizite am Meniskus ausgeschlossen. Ich war nach dem Ende der Reha im August bis zum Februar weiterhin in physiotherapeutischer Behandlung und habe dort auch zusätzlich wie beim Reha-Programm weiter an Geräten und Ergometer trainiert. Es hat sich aber leider gar nichts mehr verbessert. Ich trainiere privat fleissig weiter : ) und gehe fast jeden Tag etwa 5 km im Gelände (mit Hund).

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Rückschläge nach Kreuzbandplastik vor 12 Monaten. Hat hier jemand Tipps und Erfahrungen?

Hallo liebe Sportlerkollegen, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Vor exakt 12 Monaten zog ich mir ein unhappy triad zu. Zügig würde ich erfolgreich und zufriedenstellend operiert. Die Genesung verlief genau nach Plan. Die 12 Stunden beim Physiotherapeut haben voll eingeschlagen und es hab von Stunde zu Stunde Fortschritte. Nach 5 Monaten fing ich an zu laufen. Alles klappte einwandfrei, so dass ich 3 mal die Woche über 5 km laufen war. Ich spürte wieder die vorher fehlende Muskulatur im Oberschenkel. Den Muskelkater spürte ich natürlich besonders. Nach 10 Monaten fing ich dann wieder langsam an mit dem Ball zu trainieren. Fortschritte über Fortschritte. Doch dann fing ich es mit den Rückschlägen an. Einmal umgeknickt und sofort war es dick. Nach Diagnose und mrt wurde aber alles ausgeschlossen. Es wurde nur punktiert. Sobald es sich wieder gut fühlte bin ich wieder ins Training. Bin halt ein Vollblutfußballer. Anfangs getaped, dann mal ungetaped und momentan mit einer Bauerfeind-Bandage. Alles brachte nicht so wirklich was. Ich konnte im Training immer wieder gute Akzente setzen und mich für ein Comeback empfehlen, doch dann gab es bei einem ganz normalen Auswahlschritt, nicht mal umgeknickt oder so einfach ein komisches Gefühl und ich habe sofort aufgehört. Am nächsten Tag ist es minimal angeschwollen. Das Knie wurde dann gekühlt und für die abschwellung wurde Ananassaft getrunken. Nach einer Woche stand ich wieder am Platz. Letzte Woche hatte ich dann mein Comeback und nach 5 Minuten wieder dieser unbewusste Auswahlschritt. Gleiches Spiel. Jetzt meine Frage. Ist es normal? Hört das bald auf? Soll ich den Schmerz mal zur Seite legen und einfach weiterspielen? Wie soll ich das angehen? Mit oder ohne Bandage? Oder getaped? Mrt für das reine Gewissen machen? Danke schon mal. Gruß Marc.

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Vorderes Kreuzband angerissen - OP? 2 Ärzte, 2 Meinungen

Hallo,

vor einer Woche habe ich mir beim Fußball spielen (klassisch ohne Einwirkung des Gegners) das vordere Kreuzband angerissen (mit herzhaftem Knacken). Habe danach noch ein paar Minuten weitergespielt und dann erst aufgehört. Nach dem Spiel bin ich nach Hause gehumpelt und zwei Tage später direkt zum MRT. Ergebnis ist eine subtotale (Anriss) ältere! Ruptur des vorderen Kreuzbands. Alle anderen Bänder, Bereiche (Meniskus etc.) sind intakt bzw. unauffällig. Überrascht war ich von der Diagnose "ältere" Ruptur. Meine letzte Knieverletzung (verdreht) hatte ich vor ca. 1 1/2 Jahren, da wurde auch ein MRT gemacht mit dem Ergebnis, dass der Meniskus etwas "ausgefranst" sei.

Das MRT wurde neben dem Radiologen inzwischen von zwei Spezialisten (Orthopäde + Unfallchirurg) begutachtet: Der eine rät dringend zur OP, der andere zum "Abwarten" (soll mich in einem Monat nochmal vorstellen).

Gehen und Radfahren kann ich mittlerweile wieder fast problemlos, eine Schwellung ist auch nicht mehr zu sehen. Lachman und Schubladen-Test sind negativ, trotzdem fühle ich mich unsicher auf dem rechten Knie (was aber möglicherweise auch durch die schonende Haltung in der letzten Woche kommt und mentale Probleme?!)

Klar ist natürlich, dass jeder Körper anders mit Verletzungen umgeht und diese möglicherweise kompensieren kann. Oberstes Ziel ist für mich (30 Jahre), wieder problemlos Fußball auf Amateur-Niveau spielen zu können.

Was sind Eure Empfehlungen? "Abwarten" und schauen, ob das Band hält bzw. ganz reißt? Oder ein möglicherweise teilweise gesundes Band durch eine Plastik ersetzen? Einen dritten Arzt fragen?

Vielen Dank für Eure Antworten!

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