Karrierechancen als personal Trainer?

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11 Antworten

Hi, Potatoe5, eine gute Frage und Du hast hier schon viele gute Antworten bekommen. Man muss ja, wenn man nicht überhaupt in einen Beruf reingerutscht ist und etwas ganz bewusst plant, die Berufsperspektive im Vergleich zu anderen Berufen, die Dir offenstehen, bewerten.

Was sind die Vor- und Nachteile des Berufs Personaltrainer?

  1. er macht Spaß, ist irgendwie freizeitnah. Das bedeutet aber, viele Konkurrenten werden zu Dumping preisen auf der Matte stehen.
  2. Es gibt keine Anstellung bei Großunternehmen oder bei Behörden, die Dir Sicherheit geben.
  3. Man muss nicht in Geräte investieren und kann sich schnell selbstständig machen.
  4. Man hat Gelegenheit, sich selbst viel zu bewegen. Im Alter könnte das schon mal lästig werden, muss aber nicht.
  5. Du hast mit Menschen zu tun. Nicht jedem liegt das. Bist Du Kommunikativ?
  6. Niemand weiß, wie sich die Nachfrage nach derartigen Leistungen entwickeln wird. Bedarf ist zwar sicher da, aber für den Arbeitsmarkt wird Bedarf erst dann wirksam, wenn er bezahlt werden kann.
  7. Das gilt gleichermaßen für eine Ausweitung des Geschäftsfeldes auf Alte und Kranke. Wenn die kein Geld haben, bzw. die Versicherungen nicht zahlen, nützt es nichts.
  8. In der Berufsforschung gilt es als ausgemacht, dass individuelle Fähigkeiten mehr gelten, als durchschnittliche Arbeitsmarktdaten. Aber woher weiß man, ob man wirklich begabt ist? Eine hohe Motivation, die einen auch Widerstände überwinden hilft, ist ein guter Hinweis.
  9. Deshalb höre Dich in Deinem Umkreis um, ob man Dir das ohne Weiteres zutraut.

Viel Erfolg!

Sandro 08.02.2010, 16:00

Gute Antwort hollo43, schöne Argumente.

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Das Ziel sollte es sein sich zu  spezialisieren und eine Nische zu finden. Das regionale Umfeld spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Da man ja nicht 100KM fahren will, wenn man seinen Kunden helfen will. Und wie sieht es mit dem Wetbewerb aus. Wenn alle Pukte positiv bewertet werden können dann lohnt es sich. Aber man muss einen langen Atem haben und gerade am Anfang eine längere Durststrecke zu überstehen. Ich habe einen guten Artikel dazu auf nomox gelesen. http://www.nomox.eu/magazin/sport/wie-sie-sich-als-trainer-verbessern-koennen-damit-ihr-team-sich-verbessert.html

Ich meine das ist wie in jedem Beruf eine Sache des Willens und der Arbeitsqualität. Natürlich gibt es im Moment sehr viele Leute, die Personal Trainer sind, aber es gibt da wirklich große Qualitätsunterschiede und wer wirklich gut ist wird auch weiter empfohlen und wird dadurch gute Arbeit bekommen.

Meine Vorredner haben beide Recht. Das ist sicherlich ein Beruf, der mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Vielleicht kann man eine kombinierte Ausbildung mit Krankengymnastik oder Physiotherapie machen au die man dann mit zunehmendem Alter mehr Wert legt. Allerdings muss man wohl laufend Fortbildungen machen.

Das Alter finde ich nicht limitierend. Ein Personal Trainer muss ja nicht selbst trainieren. Er muss allerdings immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft sein und sämtliche Techniken, Prkatiken, Methoden, usw. kennen (wenn man gut sein will). Das Problem sehe ich eher darin, dass man connections braucht um irgendwo reinzukommen. Man kann in einem Gesundheitszentrum/ Fitnessstudio anfangen, verdient wahnsinnig schlecht und hat eine brutale Konkurrenz zu den Physiotherapeuten. Dann muss man es eben schaffen sich ein Netzwerk an Kunden aufzubauen, die für Qualität entsprechend zu zahlen bereit sind (und die Krankenkassen aber nichts dazu besteuren, denn ein personal trainer ist kein Heilmittelerbringer und somit kann man die Leistungen nicht über die Kasse abrechnen). Und wie gesagt, man darf nicht Durchschnitt sein, sondern man muss richtig gut sein.

Die ganze Fitnessbranche inclusive der Personaltrainer ist recht stark überlaufen. Davon abgesehen mußt du als Pesonaltrainer einen Kundenstamm haben der Groß genug ist um dich hier Finanziell gut eindecken zu können. Die Personaltrainer werden gerne in den etwas gehobeneren Verdienstklassen genutzt. Da kannst du dann auch gute 50-70 Euro die Stunde nehmen. Jedoch mußt du in diese Kreise erstmal reinkommen und dir einen Name als guter Personaltrainer verschaffen. ich selbst arbeite nebenbei als Fitnesstrainer und sehe die Aussichten sich hier über den Trainierjob ernähren zu können als sehr mau.

Hallo Potatoe5,

um erfolgreich als Personaltrainer zu sein, musst du dich von der breiten Masse unbedingt abheben. Anbieter in diesem Bereich gibt es viele, jedoch entscheidet wie immer die Qualität über deine Auftragslage. Eine fundierte Ausbildung in diesem Bereich ist unerlässlich und mehr als empfehlenswert. Ich persönlich habe beim IST mein Diplom zum Personaltrainer absolviert und bin mit der Qualität und Betreuung sehr zufrieden gewesen.

Ich denke nicht, dass das Alter zwingend ein limitierender Faktor ist. Im Gegenteil wird sicher der ein oder andere Kunde durch ein fittes Vorbild gleichen Alters motiviert.

Arbeite an deinem Traum!

Du musst gut sein, aber was viel wichtiger ist. man braucht Kontakte und Beziehungen ansonsten nützt auch das beste können nichts.

Hallo Potatoe5, bin Mitte 50, seit 10 Jahren Personaltrainer, und laut Vortrag auf dem Weltwirtschaftsgipfel Davos und meiner Erfahrung einer der Zukunftjobs überhaupt!!! Allerdings auch nur wenn du gut bist, also über eine komplexe Ausbildung im Sport- und Rehabereich verfügst, deine Arbeit liebst, zeitlich superflexibel bist, über hohe Sozialkompetenz verfügst, kulturell gebildet bist, gute Umgangsformen hast, eine psychotherapeutische Zusatzausbildung machst,über Ernährung solltest du auch Bescheid wissen, ja dann ist dieser Job der beste und schönste , den es gibt. - Von einer Schmalspurausbildung , wie sie z.B. die BSA-Akademie anbietet, rate ich ab.Viele Grüsse.

die Ausbildung ist bestimmt sehr interessant. aber was machst du in einem alter von mitte 50 ? Hast du dann immer noch lust intensiven sport zu treiben ?

Alte Personal Trainer, die sich nicht bewegen können, sind bestimmt nicht gefragt !

hollo43 02.04.2010, 21:44

Wir haben in meinem Tennisclub einen Tennistrainer, der ist knapp 70 und bewegt sich noch immer sehr geschmeidig. Das hängt wohl damit zusammen, dass er zeitlebens nachhaltig agiert hat. Also niemals wie ein (früherer) Rennwagen, der hinter der Ziellinie ausenander fällt. Im Spitzensport ist das allerdings nicht mehr vom Einzelnen kontrollierbar. Ein Trainer kann das aber richtig dimensionieren.

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Ja leider hast du Recht, es ist sogar oft nicht nur eine brotlose Kunst, sondern es verdienen alle die Personal-Trainerscheine anbieten kräftig daran.Anschließend kaufen diese Azubis sich das vermeintlich Nötige(ab 7000Euro) und müssen dann z.B.in einer der größten Fitnesskkette NRWs noch einen Trainingsbereich(Laden-Bereich)anmieten ,einige kostenlose Stunden für die Mitglieder leisten,da sie ja dann dort angeblich oft gebucht werden! Die Trainer ,die Menschengut weiterbringen kommen auch selber immer weiter, nutzen das Training mit ihren Kunden als Reg.training oder bleiben selbstredend topfit-Mitte 50 ist nur im Fitnesstudiobereich ein Schreckgespent. Wenn ich hier an die ganze Schar von Mental-und Personaltrainer denke die dann auch noch Karriere machen wollen(Karriere-wie der schreckliche und peinliche ,selbsternannte Meister des Arsches, David K.) bekomme ich ein mulmiges Gefühl..da wird einiges an Aminosäuren,Laktattests und Ergänzungs-bzw.Diätmittel auf die Kunden losgelassen!

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