grigri oder eddy

3 Antworten

Ich kenn sowohl das GriGri wie auch das Eddy. Gekauft hab ich dann das Cinch von Trango und bin sehr zufrieden. Wenn du die Handhabung drauf hast nimmst du nichts anderes mehr. Draussen macht es eh Sinn für den Fall dass das Gelände abschüssig ist. Da steht man nicht immer so gut, und im Falle eines Ausrutschers kann es schon mal passieren dass man das Seli los lässt. Geschweige denn wenn dir ein Stein auf die Pratzen fällt. In der Halle und an der steilen, speckigen, abgekletterten Felswand wo Steinschlag unwahrscheinlich ist und ich ebenen Boden unter den Füssen hab ist ein Tube schon sinnvoll, aber im Gebirge nehm ich den Cinch. Die Handhabung ist gewöhnungsbedürftig. Die statische Bremswirkung des Gerätes wird eh meist noch mit dem Körper dynamisch ausgeglichen. Wenn ich 70 Meter Seil, 15 Exen, Schlingen etc. dabei habe, spielen 50 Gramm Gewichtsunterschied auch keine Rolle mehr. Ein Tube (Guide) hab ich natuerlich auch immer noch mit um den Nachsteiger zu sichern. Der Preis juckt mich bei solchen Dingen nicht.

den cinch kannte ich noch nicht.. sehr gutes preis leistungs verhältnis scheint mir.. vielen dank für den tip!!

0

Ich selbst nutze teilweise das Gri-Gri und das Cinch - den Eddy hab ich noch nicht ernsthaft gestestet könnte aber auch ganz o.k. sein. Allerdings sehe ich momentan keinen Grund darauf umzusteigen, da ich diese statischen Sicherungsgeräte nur eher selten benötige.

Hi...

Ich rate dir von beiden Geräten ab!

Der Grund dafür ist ganz einfach...

Weder das GriGri noch das Eddy sichern dynamisch und das ist mit das wichtigste beim Sichern... Stell dir mal vor du fällst (nur mal angenommen) 6 m und wirst ruckartig gebremmst, was könnte im schlimmsten Fall passieren?

Je nach Gewicht könnten die auftretenden Kräfte dein Becken zum kollabieren bringen und du zertrümmerst dir die ganzen Beckenknochen... zu dem kann es passieren das Knochensplitter die Femoralaterie treffen und dies nicht schnell genug erkannt wird, somit kannst du dein gesammtes Blut in dein Becken einbluten und das wars dann... Das ist natürlich das schlimmste was passieren kann, was einem italienischem Kletterer in den Dolomiten passiert ist wei er sich auch noch im Seil vergriffen hat (statisches Seil statt dynamisches Seil)

Ich empfehle dir ein Sicherungsgerät das dynamisch sichert, wie ein ATC, SRC, Achter oder dem Smart von Mammut... Ich selbst benutze das Smart sehr häufig und bin sehr überzeugt von seiner Leistung... (kann ich jedem nur empfehlen) Wenn es aber in Mehrseillängen geht wäre ein ATC besser, da du dann auch mit Halb- unwillingsseil sichern kannst.

In diesem Sinne: Berg Heil!

Gruß

Andvari

Servus Andvari,

nette Story, allerdings etwas am Thema vorbei. Die Halbautomaten haben durchaus ihre Daseinsberechtigung finde ich. Fehlanwendungen wie bei dem von dir geschildertem Fall darfst Du dem Gerät nicht anlasten, dafür ist es auch nicht gebaut. Solange über Körper gesichert wird, hast Du immer eine Dynamik - solange der Kletterer nicht viel leichter ist als der Sicherer und der Sicherer etwas mitgeht oder springt (er darf also nicht an der Wand fixiert sein - oder wenn dann nur mit genügend Spielraum). Natürlich lässt sich mit Tube o.ä. viel weicher sichern, aber für kurze Hopser in der Halle oder fürs Toprope ist das kaum relevant. Wer im alpinen damit vom Stand aus sichert, dem ist m.A. nach nicht zu helfen und wenn er dann auch noch ein Statikseil verwendet, dann sollte er das Sichern besser gleich bleiben lassen.

0
@MarkusStadler

Da hat jeder so seine Ansicht, aber ich bin von den Halbautomaten eben nicht überzeugt, aber ich muss deinem Kommentar halt auch zustimmen... Ich war zu faul um die Punkten die du in deinem Kommentar angeführt hast noch meiner Antwort hinzuzufügen... aber so bin ich manchmal... etwas schreibfaul ;)

Ich wollte damit ja nur zum Ausdruck bringen das man bei Halb- oder Vollautomaten viele Fehler machen kann, wobei hingegen das sichern mit Tube oder sonstigem auch nicht ganz Fehlerfrei betrieben wird, aber du wirst das bestimmt kennen... Ich sehe es fast jedes mal wenn ich Leute in die Sicherungstechnik einweise und sie dann an die Wand gehen... Immer wieder das selbe, dass grade erlernte wird einfach verworfen.

0
@MarkusStadler

Hallo Markus, dazu hätte ich noch eine Frage. Du vermittelst in deiner Antwort den Eindruck, dass man vom Stand aus nicht mit einem Tube sichern sollte, habe ich das richtig verstanden ?? Ich dachte, den Vorsteiger mit Tube-Normalfunktion am Körper, den Nachsteiger mit umbebauter Nachsteigefunktion am Zentralpunkt (mit ATC-Guide) sichern wäre in Ordnung.

0
@sicmo

Servus Sicmo. Das stimmt, das ist etwas ungenau formuliert - das kann man falsch interpretieren.

Es müsste heissen: "wer im alpinen mit einem Halbautomaten im Vorstieg vom Stand aus sichert ...." Damit bringst Du die statische Belastung des Geräts im Extremfall (Faktor 2 Sturz) direkt auf den Stand, was dir den kompletten Stand rausreissen kann (bei Dynamischer Sicherung kommen auf den Stand ja maximal ca. 300 kg bis die Sicherung durchläuft).

Im Nachstieg ist das weniger das Problem - da müsste der Nachsteiger schon kurz vor dem Stand noch viel Schlappseil haben und dann stürzen. Da unterscheiden sich in diesem Punkt ein Halbautomat und eine Sicherungplatte oder die Nachsteigefunktion bei ATC-Guide, Reverso etc kaum.

Für den Vorstieg in richtig alpinem Gelände (bei Gefahr von richtig großen Stürzen) würde ich auch von der Körpersicherung mit Tube Abstand nehmen - das ist eher fürs Alpine Sportklettern, wo du alle paar Meter einen Bolt hast.

0
@sicmo

Hi den Nachsteiger mit Tube vom Zentralpunkt aus sichern (Guide-Funktion) ist i.O.

die Sicherung des Vorsteigers vom Standplatz weg mit Tuber und Körpersicherung ist nur dann zulässig, wenn die erste Zwischensicherung geklippt werden kann, bevor der Vorsteiger seine Selbstsicherung löst.

Der Grund hierfür ist nicht so sehr der mögliche Faktor-2-Sturz, sondern die Tatsache, daß der Tuber KEINE BREMSWIRKUNG hat, wenn Brems- und Partnerseil in die gleiche Richtung laufen. Dies wäre aber der Fall, wenn der Vorsteiger stürtzt, bevor die erste Zwischensicherung gelegt ist und am Standplatz vorbei fällt.

Beim HMS hat die Laufrichtung der Seile fast keinen Einfluss auf die Bremswirkung, so daß auch in diesem Fall der Partner gehalten werden kann.

Gruß, Daniel

0

Was möchtest Du wissen?