Syndesmoseband gerissen, Diagnose kam spät, OP nicht mehr möglich?

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4 Antworten

die Schmerzen wurden mit der Zeit zwar besser, aber sobald ich auf eine Unebenheit trat oder den Fuß abknickte und auch beim Schwimmen hatte ich heftige Schmerzen. Die Operation dauerte ca. 2,5 h, dabei wurde eine 3-Band-Plastik gemacht und eine Stellschraube in Schien- und Wadenbein eingesetzt. Die Sehne wurde aus dem Oberschenkel entommen wofür ein ca. 4-5 cm große Schnitt unterhalb dem Knie gemacht wurde. Der Schnitt am Fußknöchel ist ca. 10 cm lang. Ich hatte für 2 Tage eine Drainage im Fuß und durfte nachdem diese entfernt wurde nach Hause gehen. Die ersten 14 Tage durfte ich den Fuß nicht belasten, danach Teilbelastung mit 15 kg. Ruhigstellung im Vacoped Stiefel. Gestern wurde die Stellschraube ambulant mit örtlicher Betäubung entfernt. Nun darf ich bis 30 kg belasten und innerhalb der nächsten 14 Tage vollbelasten, nur eben langsam steigern. Insgesamt bin ich dann 11 Wochen an Krücken gelaufen. Jetzt gehts daran den Fuß und eigentlich das gesamte Bein wieder aufzubauen. Lt. meinem behandelnden Arzt wird der Fuß danach wieder voll belastbar und schmerzfrei sein. Bin mal gespannt! Die Operation nicht zu machen wäre für mich keine Option gewesen, die Beeinträchtigung im Alltag sowie beim Sport waren mir einfach zu viel! Wenn man sich an die Vorgaben hält und nicht zu früh belastet sind lt. meinem Arzt kaum Komplikationen zu erwarten. VLG

Hallo drazen,

wie ist das ganze jetzt nach 3 Jahren? Ich habe das gleiche Problem wie du damals hattest, Syndesmosebandriss wurde erst nach Monaten entdeckt, Op jetzt angeblich nicht mehr möglich und ich habe immer noch Schmerzen (das ganze ist jetzt 3 Monate her).
Hast du dich noch operieren lassen und wie geht es heute? Wie lange hat die Heilung gedauert? Danke für Info!!

Tja das scheint mir doch eine recht spezifisch medizinische Frage zu sein, da würde ich statt im Sportlerforum besser in einem Medizinforum nachfragen.

Hallo, ich bin am 21.12.2011 umgeknickt. Am gleichen Tag war im Krankenhaus zum Röntgen. Lt. dem behandelten Arzt hätte ich mir lediglich den Fuß verknackst, in zwei drei Tagen wäre alles wieder okay. Mit starken Schmerzen bin ich unbehandelt wieder nach Hause. Nach mehreren Wochen hatte ich immer noch sehr starke Schmerzen, auf mein Nachfragen hin hieß es, ich sei eben sehr emfpindlich. Im Juni habe ich einen anderen Arzt aufgesucht, der hat mich dann endlich zum MRT überwiesen. Leider musste ich noch fast 5 Wochen auf einen Termin warten. Bis ich den Befund hatte vergingen wieder einige Wochen, da der Arzt in Urlaub war. Diagnose: Veraltete Ruptur der vorderen Syndesmose... Am 4. September wurde ich dann operiert. Es wurde eine Bandplastik gemacht, wofür eine Sehne (Gracilissehne) entnommen wurde. Außerdem bekam ich eine Stellschraube durch Schien- und Wadenbein. 9 Wochen Entlastung im Vacoped Schuh und Gehhilfen. Danach Entfernung der Stellschraube und langsam wieder mehr belasten und Krankengymnastik. Alles sehr langwierig.... Aber nichts machen war auch keine Option! Allerdings bin enttäuscht von den Ärzten, jeder hat eine andere Meinung! Wem soll man den glauben? Als Patient ist man da oftmals aufgeschmissen...

LG

drazen 06.11.2012, 11:05

Hallo, danke für den Erfahrungsbericht! Du hattest also die ganze Zeit starke Schmerzen und es wurde nichts unternommen? Das ist wirklich kaum zu glauben. Ich hatte nie richtig starken Schmerzen, anfangs tat es nur bei bestimmten seitlichen Bewegungen weh. Mittlerweile (nach 2 Monaten) bin ich schmerzfrei aber merke beim gehen ständig ein Ziehen und Zwicken im Fuß. Auf dem MRT ist wohl eine Unterbrechung der vorderen Syndesmose zu sehen, aber auf manchen Bildern kann man wohl auch noch eine leichte Verbindung erkennen, also möglicherweise 'nur' ein Teilriss. Wie geht es dir aktuell und wie sind dir Prognosen? Wird den Fuß wieder komplett wiederhergestellt sein? Wie ging diese OP vonstatten? Wo wird diese Sehne entnommen und wie aufwendig / gefährlich ist der Eingriff insgesamt?

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