normfreies Turnen, was versteht man darunter?

2 Antworten

Normfreies Turnen sollte im Schulsport zum Einsatz kommen. Damit haben die Jugendlichen wieder mehr Spaß am turnen. Alles soll spielerisch gemacht werden. An den Geräten (Reck, Barren) macht man keine wirklichen Elemente, sondern man lässt die Kinder mit offener Aufgabenstellung an den Geräten "spielen". Oftmals findet das ganze auch in Partnerübungen statt, somit sind immer viel eingebaut in den Unterricht.

Jede Sportart, bei der man die Wettkampfleistung nicht messen kann (höher, schneller, weiter...), sondern subjektiv bewerten muss, benötigt Absprachen über das, was als gute Leistung gelten soll, und Vorschriften, wie die Wettkampfleistungen zu erbringen sind. Im Gerätturnen beziehen sich diese Normen (außer auf Gerätemaße, Ablauf der Wettkämpfe, Schwierigkeitsgrad der Übungen...) speziell auch auf die Körperhaltung, was oft zu einer starren oder (insbesondere im Frauenturnen) zu einer gezierten Haltung und Bewegungsweise führt. Bei einem normfreien Turnen wird das Einhalten dieser Vorschriften abgelehnt zum Wohle einer natürlicheren Bewegungsweise, einem freundvolleren Turnen und zur Förderung der Kreativität der Sporttreibenden. Jedoch ist es bisher trotz zig-jähriger Bemühungen nicht gelungen, ein überzeugendes, allgemein anerkanntes Konzept für ein "Freies Turnen" bzw. "normfreise Turnen" zu entwickeln. Offensichtlich klappt das Turnen nicht ohne ein gewisses Maß an Normen.

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