Große Schritte sind nicht zwangsläufig langsamer!

Wenn du große Schritte mit hoher Frequenz läufst erhöhst du damit zwangsläufig Dein Tempo und verbesserst Deine Zeit.

Wenn Du aber große Schritte = niedrige Frequenz bzw. Kleine Schritte = hohe Frequenz Als Grundlage ansiehst, muss das Ergebnis automatisch gleich aussehen. Schließlich ist es ja auch egal, ob ich 1x2 oder 2x1 rechne. Das Ergebnis ist immer gleich (2). Wenn ich aber 2x2 rechne, erhalte ich 4 und nicht mehr 2 - entsprechend solltest Du auch einmal denken.

Wobei im Sprint eine maximale Beschleunigung eher durch kleine Schritte in hoher Frequenz im Antritt erreicht wird, während in der zweiten Laufphase auf große Schritte in höherer Frequenzn gesetzt werden sollte.

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Da tierisches Eiweiß dem menschlichen körpereigenen Eiweiß ähnlicher ist als pflanzliches Eiweiß kann der Körper dieses besser verwerten.

Und warum überhaupt das Zeug? Bei einem anständigen Training, das von einer entsprechend abgestimmten und ausgewogenen Ernährung begleitet wird, kannst Du getrost auf zusätzliches verzichten, da in der täglichen Nahrung ausreichend Eiweiß enthalten ist und der Körper Eiweiß sowieso nicht speichern kann. Du machst damit nur die Hersteller reicher und Dich selbst ärmer.

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Die genauen Trainingsinhalte unterliegen der Geheimhaltung. Ist halt bei Spezialeinheiten. Niemand lässt sich halt gern in die Karten schauen.

Wenn von 200 Bewerbern nur 36 den Eignungstest schaffen (Stand 2004), kann man davon ausgehen, dass deren physische Verfassung deutlich über der von Durchschnittsleuten und Ottonormalos wie unsereiner liegen.

Welche Trainingsform sie letztlich gewählt haben, ist auch egal, da man mit vielen verschiedenen Methoden die gleichen Ziele erreichen kann. Dass Krafttraining überhaupt einen wichtigen Teil der Ausbildung ausmacht, wage ich im Übrigenczu bezweifeln. Mit Muskeln allein kommt man nämlich nicht weiter. Den Jungs geht es nicht um große Muskeln, sondern um ein perfektes Zusammenspiel von Körper (Muskeln, Reaktion, Koordination, Kondition ...) und Geist.

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Definieren verfolgt den Zweck den Körperfettanteil soweit zu reduzieren, dass die darunter liegenden Muskeln durch die Haut sichtbar werden. Hauptanteil daran hat natürlich eine Radikale Ernährungsumstellung mit einem täglichen Kaloriendefizit. Dazu wird trainiert, um die Fettverbrennung weiter zu erhöhen und das gewünschte Ziel schneller zu erreichen. Ob dabei auch Muskeln aufgebaut werden, ist eine andere Sache. Dies kann sein, muss aber nicht sein.

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Das Gewicht hat nichts mit der Stabilität zu tun. Es kommt auf die Materialien und deren Verarbeitung an. Dazu lässt sich aber ohne Werkstoffprüfung nichts sagen. Sollte aber letztlich auch nicht dein Problem sein. Es gibt ein sog. Gewährleistungsrecht. Dieses besagt, dass Mängel, die innerhalb der ersten sechs Monate aufgetreten sind, bereits beim Kauf vorgelegen haben. Ein BMX Rad muss BMX-Rad-typische Belastungen aushalten können, sonst ist das ein Sachmangel.

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Genau das ist das Problem mit unbekannten Sportlern ... Ich habe heute das erste Mal von ihm gehört und ich bezweifle, dass es hier viele Experten gibt, die schon etwas mehr als das was auf der Webseite nachzulesen ist über ihn wissen.

Ich würde ja zu einer Strategieänderung raten. Ein "unbekannter" Sportler oder eine weniger bekannte Sportart sind gut, aber die dürfen dann wiederum nicht so unbekannt sein, dass man gar nichts findet oder für ein Referat zu wenig findet.

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Was richtig und was falsch ist, kann ich dir leider nicht sagen.

Einige Ärzte raten sofort zu Operation, andere meinen, dass alles schon irgendwie von selbst verheilen würde .... Es ist in einer solchen Situation schwer das für und wider abzuwägen.

Tatsache ist, dass jede Operation Risiken birgt. Ob die Operation Heilung oder ein Abklingen der Beschwerden verspricht, ist ungewiss. Ebenso ungewiss ist, was passieren würde, wenn du keine Operation durchführen lässt.

Sicht kann man ein instabiles Kreuzband durch geeignete Muskelaufbautraining und ein hohes Maß an Aufmerksamkeit bei bewegungsausfuhrungen entlasten und Probleme vermeiden.

Die Erfahrung zeigt jedoch immer wieder, dass schief gehen wird, was schief gehen kann, insofern wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später ein Problem haben, wenn du die Operation nicht ausführen lässt.

Die frage ist, ob die Probleme mit Operation sicher abgestellt und ausgeschaltet werden können oder nicht. Eine Garantie dafür wird dir kein Arzt geben.

Wenn du derzeit mit dem Knie zurecht kommst, kannst du ja auch die Operation vorerst verschieben und sehen wie es so geht ... Operieren kann man immer noch, wenn es gar nicht geht. Schließlich läuft dir das Knie und die Probleme ja wohl eher nicht davon zumal die Ärzte davon ausgehen, dass eine vollständige Heilung eher unwahrscheinlich ist.

Du musst selbst entscheiden. Niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen. Ob deine Entscheidung - wie auch immer sie ausfallen mag - richtig oder falsch war, wirst du allenfalls hinterher erfahren, wobei auch da nicht mit sicher ist, was im Fall der Fälle gewesen wäre ....

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Ich kenne kein einziges navi, dass Straßen nach Teer, Schotter, Sand, Beton und sonst was unterscheidet,

Ds nächste Problem ist der Akku: ich kenne kein navi, da einen Akku hatte , der über zehn Stunden lang durchhält. Mittlerweile können ja auch die Handys schon ganz gut navigieren, so dass du dir wohl auch ein teures navi sparen kannst, setze statt dessen dein Smartphone ein und du hast sogar ein navi, das 10 Stunden durchhält.

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Sorry, aber wie alt bist du denn überhaupt? Könnte es sein, dass sich dein Körper noch in der Wachstumsphase befindet? Wenn ja, dann erklärt das alles. Hierzu ist nur zu sagen: lasse der Natur ihren Lauf. Es wird sich alles mit der zeit geben.

Ansonsten bestünde die einzige wirklich sofortige Wirkung zeigende Übung zur Verbreiterung der Taille darin, möglichst viel zu essen, um die Breite Taille der Hüftbreite anzugleichen.

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Und wo ist die Halle?

Ich würde diese frage dort stellen, wo am ehesten zu erwarten ist, dass auch Interessenten kommen. Erwartest du im Ernst, dass sich auf diese allgemeine Information, wo keiner weiß wo die Halle ist und überhaupt äußerst ungewiss ist, überhaupt jemand der potentiell ein Interesse haben könnte hier mitliest, sich dann auch meldet?

Zettel am schwarzen Brett aushängen, an der Halle, in der Schule, im Dorfladen ... Wo auch immer - jedenfalls immer dort wo zu erwarten ist, dass viele Interessenten vorbeikommen. Dann wirst du auch eher Glück haben.

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Ich habe noch keinen Profi im Sommer mit diesem Gerät üben sehen. Wohl aber Profis, die (Langstrecke) im Sommer auf der Straße üben. Sie benutzen dazu Ski, die mit Rollen Versehen sind, um ein dem normalen Skifahren möglichst nahe kommendes skigefühl zu vermitteln. Du solltest nicht vergessen, dass die Sport und fitnessindustrie auch in Deutschland zu einem der einträglichsten Wirtschaftszweige herangewachsen ist. Naturlichersucht man seine Geräte mit möglichst wohlklingenden Namen zu verkaufen ...

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Diese Angaben sind's mit Vorsicht zu genießen. Es handelt sich dabei nur um Näherungswerte, die auf den Annahmen der Hersteller beruhen. Natürlich sollen solche hohen Werte auch ein gewisses Kaufargument sein... Deshalb geht der Hersteller nie vom untersten Wert aus, sondern setzt immer Werte aus den oberen Ergebnissen der Messreihen an,

Der Stoffwechsel jedes Menschen ist aber individuell zu betrachten und kann vom Computer nicht erfasst werden. Deshalb kannst du dich auf diese Werte nicht verlassen. Rechne in etwa ein Drittel herunter und du bist auf der sicheren Seite, denn soviele Kalorien hast du allemal verbraucht ...

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Nun ich an deiner stelle würde mir zunächst darüber Gedanken machen, was mir persönlich am meisten liegt. Finde deine Stärken und Vorlieben heraus. Dann kannst du ausgehend davon gezielt nach möglichen Betätigungsfeldern suchen.

Die Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig hat einen ausgezeichneten Ruf auf diesem Gebiet und kann daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Ganz allgemein solltest du dir darüber im Klaren werden, ob du etwas praktisches oder doch lieber etwas theoretisches machen möchtest. Möchtest du Sporttheorie oder Praxis machen. Willst du als Trainer in irgendeiner Weise tätig werden oder nur als Manager ...

Der Möglichkeiten gibt es viele und daher sollten am Anfang einige Grundüberlegungen stehen.

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Ich glaube, das Ergebnis war vorhersehbar. Ich an Deiner Stelle würde einen solchen Kampf nicht wiederholen. Es kann auch ganz anders ausgehen und ernsthafte Verletzungen geben. Dies ist es dann doch nicht wert, nur um sich oder anderen etwas zu beweisen ...

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"Beherrschen" ist toll. Was verstehst Du denn unter "Beherrschen"?

Ich mache jetzt seit etwas über 20 Jahren Karate und wage nicht zu behaupten, dass ich Karate auch nur annähernd beherrschen würde. Ich kann es ein bisschen und ich weiß, dass es noch wahnsinnig viel zu lernen gibt.

Ich will ehrlich sein: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du mehrere Kampfsportarten wirklich "beherrschst" (im Sinne von "gemeistert").

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Um die Schlagkraft zu verbessern muss man an drei wichtigen Punkten ansetzen: Standfestigkeit, Schnelligkeit und Kraft. Es kommt aber noch ein vierter mindestens ebenso wichtiger Punkt hinzu: Die richtige Reihenfolge der Muskelanspannung.

Beginnen wir mit dem einfachsten: Dem Stand.

Der Stand ist die Basis, quasi das Fundament, einer jeden Technik. Ist die Basis schlecht, kann darauf nicht aufgebaut werden. Die Folge: Schon allein aufgrund der schlechten Ausgangsposition ist eine Übertragung der Kraft nicht möglich.

Letztlich ist die Kraft, die Energie, die wir auf das Ziel übertragen nichts anderes als die von uns ausgehende, auf das Ziel zunächst übertragene und dann auf uns zurückwirkende Kraft. (Kraft = Gegenkraft) Die alles entscheidende Frage ist nun: In welche Richtung fließt die Kraft? Die Kraft geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Ist unsere Basis schlecht, können wir die Kraft nicht auf das Ziel übertragen, sondern das Ziel wirft die Kraft sozusagen direkt auf uns zurück mit der Folge, dass nicht wir das Ziel, sondern das Ziel uns zerstört. Deshalb ist die Stellung als Grundlage für jede Technik so entscheidend.

In diesem Zusammenhang kommt gleich ein zweiter Punkt ins Spiel: Die richtige Reihenfolge der Muskelanspannung. Werden die falschen Muskeln im falschen Moment angespannt, ist keine optimale Kraftübertragung möglich. Die optimale Kraft kann nur dann erzeugt und übertragen werden, wenn möglichst viele Muskeln perfekt zusammenarbeiten. Für einen Faustschlag bedeutet dies, dass die Kraft aus den Füßen, über die Bein von der Hüfte auf das Ziel ausgerichtet über den Rumpf (Bauch- und Rückenmuskulatur) in die Arme und schließlich in die Faust gelenkt wird und die Kraft dort im Ziel ihre zerstörerische Kraft entfalten kann.

Werden die Armmuskeln vor denen des Rumpfes eingesetzt, ist die Muskelkette für die Kraftübertragung unterbrochen, denn es ist nun unmöglich im Nachhinein die Kraft des Körpers, der Bein- oder Rumpfmuskulatur noch in den Schlag hineinzunehmen. Gerade deshalb kommt der richtigen Reihenfolge der Muskelanspannung eine so große Bedeutung bei.

Hier sind wir dann gleich bei einem weiteren Punkt, der jetzt alles entscheidend ist und direkt mit dem ersten Punkt (Stand) im Zusammenhang steht: Die möglichst vollständige Muskelanspannung am Ende der Technik.

Wir erinnern uns: Die Kraft geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Die auf das Ziel einwirkende Kraft wird vom Ziel zunächst auf uns zurückgeworfen und nur dann, wenn unser Körper die Schlagenergie aufgrund der vorhandenen Muskelspannung und perfekten Stellung auf das Ziel zurückwerfen kann, erst dann, geht die Energie des Schlages in das Ziel und wird nicht auf uns selbst zurückgeworfen.

Jede Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied und das ist auch hier so. Ist beispielsweise der Ellbogen im Moment des Auftreffens nicht angespannt, wird die Kraft dort ihren Ausweg suchen und es kommt nur ein Bruchteil der Energie im eigentlichen Ziel an. Dies gilt auch für alle weiteren Schwachpunkte wie z.B. Handgelenk, Schulter, Knie, Fuß usw.

Der gesamte Körper muss hinter der Technik stehen. Häufig ist zu beobachten, dass die Schulter beim Schlag angehoben wird. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig, dass auf diese Weise nur die Arme am Schlag optimal beteiligt sind. Die wesentlich größeren und stärkeren Muskelgruppen von Bauch, Rücken und Beinen können kaum etwas zur Schlagkraft beisteuern.

Schnelligkeit und Kraft gehören in gewisser Weise direkt zusammen. Aus Sicht der Physik ist Kraft = Masse x Beschleunigung (F=m*a). Daher gilt für körperlich schwächere Sportler, dass sie an zwei Punkten arbeiten können: Mehr Masse oder mehr Schnelligkeit oder beides.

Dabei kommt der Schnelligkeit aber aus meiner Sicht die weitaus größere Bedeutung zu, denn durch eine größere Schnelligkeit erreicht man zwei Ziele gleichzeitig: Man kann mehr Kraft erzeugen und man kann dem Gegner zuvorkommen. Was nutzt es mir schließlich, wenn ich meine Technik immer als zweiter ins Ziel bringe oder meine Abwehr immer zu spät kommt?

Die Schnelligkeit, oder richtiger Schnellkraft, die wir im Kampfsport benötigen, wird von der Fähigkeit bestimmt, die Muskeln in so kurzer Zeit wie möglich anzuspannen, zu kontrahieren. Dabei ist die Kraft das direkte Ergebnis dieser Muskelanspannung. Die Kraft ist also exakt der Unterschied zwischen der Muskelanspannung am Anfang und am Ende der Technik. Je entspannter die Haltung am Anfang ist und je fester die Muskeln am Ende der Technik angespannt sind, desto größer also die daraus resultierende Kraft.

Wir müssen daher lernen, am Anfang der Technik nicht mehr “Kraft” (d.h. Muskelanspannung) als nötig zu haben. Sonst sind wir bereits zu sehr angespannt und damit zu verkrampft, um schnell reagieren zu können. Zudem ist die Muskelanspannung zu Beginn der Technik damit nicht nur deutlich höher, sondern zugleich der Unterschid zwischen Anspannung am Anfang und Anspannung am Ende deutlich k

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Gefährlich ist nicht die Kampfsportart sondern derjenige, der sie einsetzt. Jede Kampfsportart gibt dem sie Praktizierenden lediglich ein Werkzeug in die Hand. Was der dann daraus macht, ist seine Sache.

Ich kann auch nur immer wieder eines betonen: wenn es eine effektivste, die ultimative Kampfsportart gäbe, wären bereits alle anderen Kampfsportarten "ausgestorben", da sie sich in der Praxis nicht bewährt haben. Doch das Gegenteil ist der Fall. Über Jahrhunderte wurden Kampfsportarten entwickelt, perfektioniert und sie gibt es noch heute. Das beweist nur eines: Es gibt keine ultimative Kampfsportßrt. Jede ist gleich gut oder schlecht geeignet.

So verschieden wie die Menschen sind, so verschieden sind auch die Kampfsportarten. So wird sich letztlich jeder die Kampfsportart aussuchen, die am besten zu ihm passt, die ihm am besten gefällt.

Was den schwarzen Gürtel anbetrifft: Ja, er ist ein Synonym für Meisterschaft. Aber: Er bedeutet eigentlich gar nichts, denn der Schwarze Gürtel (in einigen Kampfsportarten gibt es den übrigens überhaupt nicht) ist in der Regel in 10 Stufen unterteilt.

Man unterscheidet Schüler- und Meistgrade. Träger des schwarzem Gürtels werden verallgemeinernd als "Meister" bezeichnet. Der Schwarze Gürtel unterscheidet den Schüler vom "Fortgeschrittenen" doch gilt der erste Schwarze Gürtel nicht etwa als etwas ganz Besonderes oder Außergewöhnliches, nein, er ist vielmehr lediglich die erste Stufe. Die Grundlagen sind geschafft und von nun an kann man endlich in die Tiefen der Kampfkunst eindringen.

Du solltest Dich daher nicht auf den "schwarzen Gürtel" konzentrieren, sondern wenn dann eher darauf, möglichst intensiv und fleißig zu trainieren. Wie schnell man den schwarzen Gürtel erlangt ist ebenso unbedeutend. Wichtiger als der Schwarze Gürtel ist doch wohl, was man tatsächlich kann.

Ein Statussymbol wie der Schwarze Gürtel macht dich nicht besser oder schlechter als du bist. Der Gürtel ist nichts. Du bist das, was den Gürtel ausmacht. Es ist dein Trainingsfleiß, der dir den Gürtel wichtig macht. Niemand außer dir persönlich kann die Bedeutung des Gürtels ermessen.

Ob es leicht oder schwer war den Gürtel zu erlangen, weißt nur du allein. Der schwarze Gürtel mag vielleicht andere beeindrucken. Wenn du aber abends ins Bett gehst und dich auf dein Kissen legst, dann weißt du im Grunde Deines Herzens ganz genau, wo du stehst, was du kannst und was du nicht kannst. Andere kannst du vielleicht blenden, dich selbst aber nicht betrügen.

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Dass Trailrunning anstrengender ist, als eine normale Asphaltstrecke liegt auf der Hand. Denn neben der Strecke selbst muss der Athlet beim Trailrunning auch mit den Schwierigkeiten des Geländes zurecht kommen. Da wären sandige Strecken, stärkere Steigungen oder abschüssiges Gelände und dazu auch noch die erforderliche extrem hohe Konzentration auf die Gefahren des Weges selbst (Wurzeln, Steine, Felsbrocken, Geröll ...)

Eine Strecke im Flachland kann man bereits beim Wandern nicht mit einer Gebirgsstecke direkt vergleichen. Ein Beispiel von meiner letzten Besteigung des Fuji in Japan: 5,7 Kilometer bewältigt man im Flachland in etwa einer Stunde ohne Probleme. Im Gebirge benötigt man für die gleiche Strecke um die vier Stunden ...

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Bevor es richtig ans "Spagat" üben geht, solltest Du eines im Vorfeld wissen: Die vorhandene Flexibilität lässt sich nur in gewissen engen Grenzen beeinflussen. Eine einmal verlorene Beweglichkeit ist auch nicht mehr zu 100 Prozent wieder herstellbar. Es können lediglich Verbesserungen erzielt werden. Auch solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass genetische Veranlagungen ebenso eine Rolle spielt.

Dennoch ist uns allen bekannt,  dass Kinder Hände und Füße gleichermaßen frei einsetzen. Durch die äußeren Lebensumstände, die Annehmlichkeiten des modernen Alltags jedoch geht die Flexibilität allmählich verloren. Spätestens ab dem 10. Lebensjahr geht die Flexibilität zurück, wenn dem nicht aktiv durch entsprechende Übungen gegengesteuert wird.

Für den Spagat sind im Wesentlichen Sehnen und Muskulatur gleich wichtig. Mehr noch als verkürzte Sehnen sind aber meist verkürzte Muskeln für die mangelnde Beweglichkeit verantwortlich, durch einseitig Belastungen können sich Muskeln verkürzen, was im Grunde eigentlich nur eine natürliche Anpassung der Muskeln an die Belastung darstellt. Um einer Einschränkung der Beweglichkeit durch verkürzte Muskeln vorzubeugen hilft nur eines: Beuger und Strecker der Muskeln müssen in gleichem Maße trainiert werden, um einen Ausgleich zu schaffen.

Zusätzlich können diverse Dehnübungen helfen, die Flexibilität zu erhalten oder auch dauerhaft zu verbessern. Je nachdem welchen Spagat (Vorwärts- oder Seitwärtsspagat) man übt, sind natürlich jeweils andere Übungsformen zu wählen. Gerade für den. Seitwärtsspagat gibt es auch Beinspreizer, die eine wertvolle Trainingshilfe darstellen. Hier kann man entweder auf die rein von Muskelkraft und damit ich recht preiswerten Beinspreizer zurückgreifen, oder man investiert etwas mehr in professionelle mechanische Beinspreizer, die eine stufenlose Dehnung ermöglichen und im Grunde den sonst für viele Übungen unentbehrlichen Partner vollständig ersetzen.

Ob die Übungen federnd oder statisch ausgeführt werden ist letztlich Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte auf eine ausreichende Erwärmung vor der Dehnung geachtet werden, um Verletzungen zu vermeiden.Am besten ist eine Dehnung immer am Ende des Trainings. Da sind die Muskeln müde und können allein deshalb nicht mehr so aktiv gegen die Dehnung arbeiten, was den Trainingseffekt ungemein erhöht.

Schmerzen die beim Dehnen auftreten können sollten keinesfalls ignoriert werden. Schmerz ist ein Warnsignal unseres Körpers der damit sagen will, dass die Grenze der gesunden Belastbarkeit erreicht und sogar schon leicht überschritten ist. Sicher muss man an seine Genzen und sogar über diese hinaus gehen um besser zu werden, Zuviel Ehrgeiz ist allerdings ungesund und führt nicht selten zu längeren verletzungsbedingten Zwangspausen.

Langsames Steigern der Schwierigkeit ist an besten. Bei allen Dehnübungen sollte zudem darauf geachtet werden, dass Oberkörper und Hüfte nicht etwa Schonhaltungen einnehmen um so eine bessere "Dehnung" zu erhalten. Die besten Resultate sind durch eine korrekte Übungsausführung gewährleistet.

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Du hast doch ein Widerrufs- bzw. Ruckgaberecht. Als Käufer im Fernabsatz (Katalog / Internet) hast du eine deutlich bessere Rechtsposition bei Problemen als beim Kauf im Laden vor Ort, denn dort bist du auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Im Internet hast du gesetzlich verbriefte rechte und bei Nichtgefallen kannst du das fahrrad ja auch einfach wieder zurücksenden. Überhaupt kein Problem ... Lieferzeiten sind immer so eine Sache, dafür kann der Händler meistens nichts, denn das liegt in der Hand des Transportunternehmens.

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Die frage ist doch, ob die Stadt die einzige Veränderungssperre oder ob es davon abgesehen noch weitere Änderungen gibt. Andere tätigkeiten? Andere Arbeitshaltungren?

Welcher Art sind die Krämpfe? Muskelkrämpfe? Magenkrämpfe?

Wie äußern sich die Beschwerden? Wo sind die Krämpfe genau? Wie lange dauern die Krämpfe an? Gibt es bei den Krampfanfällen irgendwelche Gemeinsamkeiten? Kündigen sich die Krämpfe an? Wie lange dauern sie? ... Alles Fragen die wichtig wären und die du an besten Deinem Arzt beantworten solltest, denn aus der Ferne ist es schwierig eine Diagnose zu stellen.

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Nun ich kann dir auch auf diese neue Frage leider keine erfolgversprechendere Antwort geben.

Du schreibst, deine Freund habe 6 Monate Kickboxen trainiert. Das bedeutet, dass er jedenfalls nicht wirklich über Kampferfahrung verfügt. Vom Beherrschen der Technik kann nach so kurzer Zeit des Trainings ohnehin noch keine Rede sein. Insofern hat er dir gegenüber lediglich einen kleinen Vorteil, der aber so marginal ist, dass er nicht weiter ins Gewicht fällt.

Wenn du schreibst, du seist Amateur, so entnehme ich diesen Worten im Vergleich zu deinem Freund, den du offenbar als " Profi " oder doch zumindest als erfahren einstufst, dass du keinerlei Kampferfahrung hast. Damit bist du schon mal im Nachteil, der aber durch die nicht vorhandene Erfahrung deines Freundes bereits ausgeglichen sein dürfte.

Ich würde auf jeden fall trotzdem von dem geplanten Unterfangen abraten. Ein unbedachter Zufallstreffer kann mitunter sehr schlimme Folgen haben. Es sollen bereits Menschen aufgrund solcher "Spielereien" ihre Gesundheit für immer, manche sogar das Leben eingebüßt haben. man ist vor nichts gefeit. Die schlimmsten Verletzungen entstehen auch nie im Training oder in einem richtigen (Wett)Kampf sondern immer durch solche Versuche, sich gegenseitig etwas zu beweisen.

Wenn es unbedingt sein muss, dann sowieso nur mit vollständiger Schutzausrüstung. Ob aber diese Investition die Sache Wert sein dürfte, wage ich doch stark bezweifeln. Lasst es lieber sein und sucht euch eine andere, ungefährlichere Vergleichsmöglichkeit, denn ich nehme mal an, dass keiner von Euch beiden dafür verantwortlich sein will, den eigenen Freund zum Krüppel geschlagen zu haben.

Ich gehe allenfalls davon aus, dass ihr beide ein Unentschieden erreicht und damit genauso klug seid wie vorher.

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Nun ja, ein bisschen mehr kann nie schaden. Dreimal die Woche ist schon mal nicht schlecht, viermal ist aber besser. Auch könntest und. Solltest du die Dauer deiner Trainingseinheiten noch ein klein wenig ausdehnen. Ich denke 90 Minuten wären besser. Das mit der Pause ist zwar grundsätzlich richtig aber wie so oft im leben gilt auch hier: keine Grundsatz ohne Ausnahme. Ich kenne hier in Japan viele Athleten, die täglich trainieren und lediglich zu Neujahr für drei Tage aussetzen. Keiner von ihnen ist von dem vielen Training krank geworden. Es ist also auch in diesem Bereich vieles Ansichtssache. Trotzdem: wenn man das Training ausgewogen gestaltet kann man mal die einen, mal die anderen muskelgruppen intensiver trainieren. Damit wird nicht nur das Training abwechslungsreicher sondern zugleich auch effektiver und einige Muskeln haben "Pause" während die anderen belastet werden.

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Welche Erfahrungen hast du denn überhaupt im Boxen? Viel kann es jedenfalls nicht sein, denn sonst würdest du diese Frage nicht stellen. Denn dann wüsstest du auch sehr genau worauf es ankommt. Ich kann dir nur soviel sagen: Kraft und Ausdauer sind nichts im Vergleich zu Technik und Erfahrung. Anfänger tendieren immer dazu fehlende Technik und Erfahrung durch Kraft und Draufgängertum auszugleichen und genau das ist auch der Grund, warum sie immer verlieren.

Lerne richtig Boxen und trete dann gegen deinen Freund an, wenn dir der sportliche Vergleich immer noch wichtig ist.

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Im Grunde ist die Aussage scion richtig, dass die Brustmuskulatur erst nach der Pubertät so richtig geübt werden kann. Trotzdem sollte Es kein Problem darstellen auch jetzt schon etwas zu tun. Im Gegenteil: Je früher desto besser, nur werden die Resultate vorerst eher bescheiden sein. Erst nach der Pubertät wirst Du so "richtig" Muskeln aufbauen können. Für den Moment sollte dein Fokus daher vorerst auf der Kraft allgemein liegen.

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Aus meiner Sicht gibt es überhaupt keine Probleme. Soweit mir bekannt ist, wird ja am Abend nach Sonnenuntergang das Fasten gebrochen. Mit anderen Worten: die Zahl der Kalorien die man zu sich nimmt ist nun nicht wirklich so viel geringer als üblich. Insofern sollte es schon mal ganz unproblematisch sein. Überhaupt: so viele Fachleute, so viele Meinungen. In deutschland gilt das Mittagessen als hauptmahlzeit, wahrend in anderen Ländern das Abendessen im Vordergrund steht und mitunter sogar nur einmal gegessen wird ... Man muss nur auf eine ausgewogene und für die Belastung angemessene Ernährung achten.

Badboy's Meinung zum Fasten zeigt in meinen Augen zweierlei: 1. Keine Achtung vor religiösen Bräuchen und 2. Kein Verständnis für das Fasten überhaupt. Fasten ist wichtig und wird von vielen Medizinern sogar ausdrücklich empfohlen. Man macht damit seinen Körper keineswegs kaputt.

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Bandscheibenvorfälle HWS - ohne Sport... ohne mich?!

Bitte nehmt euch die Zeit den Text zu lesen :-)

Guten Tag,

kurz zu meiner Person. Ich bin 19 jahre alt, 1,88m groß, 73kg schwer und mache eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. Ich habe bis vor kurzem noch aktiv und erfolgreich American Football gespielt, jedoch habe ich mich Ende April "schwer" verletzt. Ich habe jedoch mit dieser Verletzung noch zwei Spiele und das Training in den Woche mitgemacht, als mein Körper (Nacken) denn irgendwann gesagt hat ich kann nicht mehr. Nach mehreren Fehldiagnosen seitens Hausarzt und Orthopäden und anschließender MRT-Untersuchung kam dann endlich letzte Woche Freitag die Diagnose 2 kleine Bandscheibenvorfälle in der HWS und Fehlstellung. Der Orthopäde fügte noch schön hinzu, ich hätte die HWS eines 45-Jährigen. Desweiteren gab er mir den Rat doch lieber auf meinen Sport zu verzichten bzw. auf jeglichen Sport der meine HWS belasten könnte, was natürlich ein totaler Schock für mich war! Da ich seit meinem fünften Lebensjahr regelmäßig und auch ehrgeizig Sport betrieben habe. Der Orthopäde war auch nach höchstens fünf Minuten mit der MRT Besprechung fertig und gab mir auf den Weg doch Muskeln im Nackenbereich aufzubauen und zur Krankengymnastik zu gehen. Nun stehe ich relativ ratlos da und weiß nicht wirklich was ich machen soll/kann, denn ganz ohne "Leistungs"sport kann ich nicht leben! Meine Kollegen sagten zu mir radfahren, schwimmen oder triathlon wäre doch was für mich. Jedoch will ich noch etwas in meiner "Sportkarriere" erreichen und nicht einfach eine Sportart als Hobby ausüben. Was soll ich jetzt tun?

MFG

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Viele Ärzte verstehen nicht wirklich etwas vom Sport. Sie besitzen ein eher oberflächliches Wissen von den sportartspezifischen Belastungen, Gefahren und Potentialen, denn bekanntlich hat jede Medaille mehrere Seiten.

Dass Du momentan in Bezug auf Leistungssport etwas vorsichtiger sein solltest, dürfte auf der Hand liegen. Der Orthopäde hat Dir im Grunde klar aufgezeigt, was Du machen solltest: Krankengymnastik speziell für den Nacken. Also gehe zum Physiotherapeuten, schildere ihm Deine Probleme und Ambitionen und ich bin sicher, er findet einen Weg.

Noch ist längst nicht alles verloren und zu Ende. Im Moment solltest Du Dich auf eines konzentrieren: Aufbau der Nackenmuskulatur.

Danach kommt alles andere. Alles hat seine Zeit. Wenn Du jetzt nicht geduldig bist, könnte es sein, dass künftig nur noch sehr wenig oder gar nichts mehr geht. Deshalb: Ein nur ein bisschen Geduld ... und ... Kopf hoch!

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Das kommt darauf an wo und wie Du eine Blutspende machst. Bei den großen "gemeinnützigen" Organisationen - ganz besonders ist hier der Blutspendedienst des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) zu nennen - gibt es kein Geld. Es ist ja eine "Spende" und "Spenden" sind bekanntlich kostenlos.

Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe privater Institutionen die für eine "Blutspende" zahlen. Je Spende ist ein kleiner Obulus von 20 - 30 EUR drin.

Was mich persönlich bei den "Blutspenden" des DRK stört ist die Tatsache dass dort mit "Spende" geworben wird, das DRK dann aber diese "Spende" teuer verkauft, denn es ist keineswegs so, dass das DRK die Spende kostenlos an Bedürftige weitergeben würde. Sicher ist die Aufbereitung aufwänding und teuer, aber auch wiederum nicht so teuer, dass man die privaten gleich als Bösewichte hinstellen muss, die nur auf den Kommerz aus sind, denn das ist in diesem Bereich beim DRK nicht anders.

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Wenn Du bis zum 3. September eine Sportbefreiung hast, gibt es dafür auch sicher einen guten Grund. Geduld ist wichtig und mitunter der einzige Weg um überhaupt eine Besserung zu erfahren. Du solltest Dich mit Deinem Arzt und gegebenenfalls auch mit einem Physiotherapeuten beraten. Auch mit einem kaputten Knie gibt es eine ganze Reihe von Sportarten, die man ohne größere Einschränkungen ausüben kann. Ansonsten wirst Du lernen müssen, die sich ergebenden Probleme zu meistern. Viele andere vor Dir haben das auch geschafft. Also Kopf hoch!

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Es könnte viele Ursachen geben. Jedoch hast Du bereits einen wichtigen Punkt genannt: Um Deine Kondition ist es nicht zum Besten bestellt. Versuche doch erst einmal dieses Problem in den Griff zu bekommen. Arbeite an Deiner Kondition! Ich bin sicher, dass sich damit auch das Problem der Übelkeit lösen lässt, zumindest aber eine deutliche Eindämmung möglich wird, was immerhin schon auch eine erhebliche Steigerung an Lebens- (und Trainings-)Qualität bedeutet.

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Suche den richtigen Sport für mich. (Kampfsport/Selbstverteidigung)

Hallo,

ich bin zur Zeit am Überlegen welches der richtige Sport für mich sein könnte. Erst mal zu mir, ich bin Mitte 20, zur Zeit noch Student und bin trotz eines gewissen Übergewichts gar nicht so unsportlich. Habe jahrelang Tennis un Tischtennis auf Vereinsebene gespielt, spiele aber auch gerne Fußball etc. Nun was suche ich. Ich suche einen Sport, der mich zum einen zu einer besseren körperlichen Fitness führt, sowohl in Ausdauer, als auch in Kraft und Beweglichkeit. Desweiteren bin ich in gewisser Weise auf der Suche nach "meiner inneren Mitte" oder so, ich bin an sich ein sehr ruhiger Mensch, manchmal habe ich allerdings meine Emotionen nicht unter Kontrolle und werde dann sehr schnell aufbrausend. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich werde dann nicht agressiv und habe mich auch seit dem Kindergarten nicht mehr geprügelt und war auch in keine Schlägerei verwickelt. Ich suche einfach etwas, was mit mehr Ruhe in mein Leben bringen kann. Allerdings, und das gebe ich offen zu, will ich mich auch durchaus wirkungsvoll verteidigen können, wenn ein anderer Mensch oder auch ich in einer Gefahrensituation ist. Ich dachte an so Dinge wie Karate, Kung Fu oder ähnliches, welche sowohl in gewisser Weise einen spirituellen Wert besitzen, aber auch effektive Methoden lehren. Wobei mit meinem Körperbau ein Sport mit vielen Fußtechniken auch schwierig werden könnte. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Gruß

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Du solltest mal alle Bedenken wegen des Körperbaus vergessen. Ich kenne Menschen mit allen möglichen und unmöglichen Formen des Körperbaus, die aktiv im Karate sind. Schmächtige, Dicke (um nicht zu sagen Fette), Normalos und auch Behinderte (sowohl körperlich als auch geistig Behinderte). Sie alle betreiben Karate und sind heute an einer Stelle im Karate angelangt, die sie sich bei ihrem Einstieg ins Karate wohl selbst nie auch nur im Traum ausgemalt habe. (Ich nehme mich hier übrigens nicht aus.)

Im Karate wirst Du alles finden, wonach Du suchst und was Du sehr gut und ausführlich beschrieben hast. Doch dies findest Du auch in anderen Kampfkünsten wie Taekwondo oder Kungfu usw.

Ganz allgemein dürfte aber nach meiner Einschätzung in erster Linie eine Kampfkunst in Betracht kommen, die nicht so sehr auf den Wettkampf fixiert ist. Das ist ein Punkt den man allerdings am ehesten im Training selbst erfahren wird.

Wichtig ist, dass es Dir in der Gruppe gefällt und Du mit dem Trainer und den Trainingskameraden gut zurecht kommst. Daher würde ich Dir raten unbedingt bei einem (oder mehreren) Probetrainingseinheiten mitzumachen. So kannst Du Dich dann selbst entscheiden, wo Du letztlich bleibst.

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Man ist immer nur so alt wie man sich fühlt und überhaupt - 19 ist doch noch kein Alter! Ob 19 Jahre oder 10 - das ist überhaupt kein Problem. Man kann selbstverständlich jederzeit mit Kampfsport anfangen. Es ist wirklich niemals zu spät mit einer guten Sache anzufangen.

Ich sage immer Kampfsport ist für den Menschen da und nicht der Mensch für Kampfsport. Deshalb kann jeder jederzeit mit Kampfsport anfangen. Natürlich bringt man mit 10 eine ganz andere Beweglichkeit mit und hat somit andere Voraussetzungen. Doch andererseits haben Kinder größere Probleme mit der Aufmerksamkeit. Sie können sich nicht so sehr konzentrieren und benötigen meist länger, um eine Technik wirklich zu verstehen, wenngleich es ihnen mitunter leichter fällt, eine Technik auszuführen.

Was die Beweglichkeit anbetrifft: Ich meine, man muss nicht unbedingt zum Kopf treten können - das ist absolut nicht notwendig. Im Laufe der Zeit wird sich die Beweglichkeit durch das Training ohnehin allmählich verbessern.

Bevor man mit Kampfsport anfängt sollte man sich natürlich zunächst die Frage stellen, was die eigenen Ziele sind. Wenn man Kampfsport primär als Mittel zur Gesunderhaltung und Fitness betrachtet, so meine ich persönlich, dass dieser Sport die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben mitbringt.

Auch wenn man erst später im Leben mit Judo anfängt, kann man seine persönliche Fitness, die Beweglichkeit, die Ausdauer und die Kraft verbessern. Es sind letztlich diese vier letztgenannten Faktoren, die den Gesundheitszustand eines jeden ausmachen. Damit kann man dem natürlichen Alterungsprozess des Körpers entgegenwirken. Natürlich ist eine Umkehrung nicht möglich, aber es ist erwiesen, dass aktive Menschen auch deutlich länger aktiv bleiben können als Menschen, die sich aufgrund ihres Alters nichts mehr zutrauen.

Ich kenne persönlich verschiedene wesentlich ältere Personen, die zum Teil erst nach Erreichen des Rentenalters überhaupt mit Kampfsport angefangen haben und es zwischenzeitlich sogar recht weit gebracht haben.

Kampfsport selbst setzt keine Grenzen. Grenzen setzen sich nur die Menschen selbst, indem sie zuviele Bedenken haben, indem sie sich selbst oder anderen zu wenig zutrauen. Wer etwas wirklich will, findet immer einen Weg, seine Ziele zu verwirklichen.

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Bei Ebay gibt’s die ebenso wie bei jedem anderem gut sortierten Sportfachgeschäft auch.

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Der Körper muss sich erst wieder an den "neuen" Fuß gewöhnen. In der Zwischenzeit, d.h. während Deiner Verletzungspause hast Du doch den Fuß mit Sicherheit geschont bzw. schonen müssen. Jetzt muss sich der Fuß erst wieder an die Belastung gewöhnen. So lange es keine Schmerzen gibt und Du auch sonst keine Probleme hast, sollte alles in Ordnung sein. Auf jeden Fall solltetst Du es langsam angehen. Eine Steigerung um 5 Runden ist nach längerer Pause schon ganz ordentlich. Vielleicht sogar ein wenig zu viel ...

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Das kann doch heutzutage auch schon fast jede normale Fotokamera. Ich habe mir unlängst das letzt Fuji FinePix Modell gekauft. Diese Kamera bietet nicht nur einen hervorragende Zoom, nein man kann auch ohne Probleme Videos in HD und Zeitlupe aufnehmen. Gerade letztere Funktion ist zur Analyse von Fehlern besonders hilfreich. Da ich die Kamera in Japan gekauft habe, kenne ich die deutschen Preise nicht so gut. ich denke mit max. 400 EUR sollte man hinkommen,

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Du trainierst nun schon zwei Wochen und kannst immer noch keinen Hakenschlag?! Das ist unglaublich! Wie trainierst Du denn?!

Nein im Ernst ... Irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor. Als ich mit Kampfsport angefangen hatte dachte ich auch, dass alles doch gar nicht so lange dauern könnte. Lehrbuch aufgeschlagen, Bewegungen nachgemacht - war doch alles ganz easy. Dann im Verein weiter und alles lief ganz gut. Nur eines hatte sich verändert: Die anfängliche Hoffnung, in kurzer Zeit alles drauf haben zu können war verfolgen. Ich hatte erkennen müssen, dass alles seine Zeit braucht.

Auch Du brauchst Zeit. Zeit und Training. Das ist alles. Es gibt Leute die trainieren seit Jahren und die bekommen den perfekten Haken noch immer nicht hin.

Niemand kann heute erlernte Techniken gleich morgen perfekt umsetzen. Zu einer Technik gehört nicht nur die Bewegung selbst sondern auch der korrekte Krafteinsatz. Um die Kraft aber richtig einsetzen zu können, muss der Körper zunächst lernen, die Muskeln des gesamten Körpers in der richtigen Reihenfolge anzuspannen, da nur so die Technik optimal unterstützt werden kann. Werden die Muskeln in der falschen Reihenfolge angespannt, blockieren diese die Kraftentfaltung.

Du musst berücksichtigen, dass bei jedem Schlag die Energie zunächst vom Ziel auf Dich selbst zurückprojiziert wird und nur dann, wenn Du diese Kraft aushalten kannst, die Kraft letztlich im Ziel ihre Wirkung entfaltet (actio = reactio). Die Kraft geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Ist Deine Körperhaltung falsch, weil beispielsweise Dein Körper nicht hinter der Technik steht oder Deine Schulter angehoben, Dein Ellbogen nach außen gebeugt, der Oberkörper in einer ungünstigen Position ist, so wird die Kraft nicht auf das Ziel sondern auf Dich selbst wirken.

Dazu kommt, dass bei neuen Bewegungsmustern - und auch der Haken gehört dazu - der Körper diese Bewegung überhaupt erst lernen muss. Die Nerven werden neue Verbindungen knüpfen, um Dir so die Bewegungsausführung zu erleichtern. Doch bis dahin dauert es ein wenig. Vielfach wirst Du feststellen, dass Du die eine oder andere Kombination im Training beim ersten Mal überhaupt nicht hinbekommst. Dann am nächsten Morgen klappt es plötzlich. Dies liegt daran, dass Dein Gehirn nachts die neuen Eindrücke verarbeitet und aufbereitet.

Setze Dich also nicht unter Druck. Feile an der Technik und Du wirst allmählich Fortschritte feststellen. Wer jeden Tag richtig trainiert ist bereits morgen besser als er heute war, auch wenn er das selbst gar nicht so bemerkt.

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Natürlich gibt es solche Techniken. Jede Waffe ist nur eine Verlängerung des eigenen Armes. Ob man nun einen Gürtel oder ein Seil verwendet ist doch im Grunde völlig gleich, denn das Ergebnis ist das Gleiche.

Man sollte natürlich eines dabei nicht vergessen: Der Judogürtel diente früher nicht etwa als Graduierungskennzeichen sondern erfüllte nur einen ganz banalen Zweck: Er musste die Hose hoch und die Jacke zusammenhalten.

Selbstverständlich kann dieses Kleidungsstück erforderlichenfalls auch als Waffe eingesetzt werden.

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Das hängt von vielen Faktoren ab - hauptsächlich aber von Dir. Manche werden sehr schnell ein guter Kämpfer, manche auch nie. Eine allgemeingültige Antwort ist auf solche allgemeinkonkreten Fragen ohnehin nicht möglich. Wie lange dauert es bis jemand ein guter Autofahrer ist? ... Die Antwort dürfte doch wohl klar sein ...

Neben der Technik, der Kraft, der Reaktion und der Schnelligkeit kommt es im Kampf ganz besonders auch auf die geistige Einstellung an. Wer nicht die richtige Einstellung mitbringt wird - auch wenn sonst alle Voraussetzungen erfüllt sind - nie ein guter Kämpfer werden.

Wer die "richtige" Einstellung hat, aber technisch nicht bereit ist, wird niemals einen Kampf gewinnen sondern nur sich selbst und andere gefährden. Sie versuchen die fehlende Technik durch rohe Kraft und Draufgängertun zu überspielen. Solche "Kämpfer" setzen ohne Rücksicht ihre eigene Gesundheit aufs Spiel und merken es vor lauter Verblendung noch nicht einmal.

Je mehr man trainiert, desto früher wird man ein guter Kämpfer, wobei "gut" natürlich ebenfalls nur ein relativer Begriff ist. "Gut" im Vergleich zu wem oder was?

Du solltest Dich nicht auf irgendwelche Zeitrahmen fixieren sondern Dein Ziel eher an technischen Fertigkeiten festmachen. Wie sagen doch die Chinesen: "Wir beginnen, wenn wir soweit sind ..."

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Es gibt keinen besten Kopfschutz - es gibt viele gute aber leider auch weniger gute. Gute Qualität ist nunmal nicht lau zu haben, da muss man oft schon ein wenig mehr investieren. Aber wenn ich Dir bei der Gelegenheit eine seite empfehlen darf: http://www.budoten.com/schuetzer-protektoren-safeties/kopfschutzer/12796/c/ dort findest Du eine große Auswahl an Kopfschützern in verschiedenen Preislagen und ausführungen mit und ohne Jochbeinschutz, für sparring oder Wettkampf - auch das sind übrigens wichtige Kriterien.

Was der besete Kopfschutz ist, ist m.E. eigentlich eher eine Frage persönlicher Vorlieben.

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Bei Yoga geht es darum, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Dysbalancen sind die Hauptursache für Beschwerden jeglicher Art. Daher verfolgt Yoga einen universellen und ganzheitlichen Ansatz. Es geht im Yoga nicht nur darum, die körperliche sondern ganz besonders auch die geistige Fitness zu steigern.

Vor allem in den westlichen Ländern wird Yoga häufig in Unterrichtseinheiten vermittelt. Unterrichtseinheiten kombinieren Asanas, Phasen der Tiefenentspannung, Atemübungen sowie Meditationsübungen. Die Ausübung der Asanas soll das Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und Atem verbessern. Angestrebt wird eine verbesserte Vitalität und gleichzeitig eine Haltung der inneren Gelassenheit.

Grundsätzlich hat Yoga nachweislich einige positiv bewertete Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit. Yoga kann unter Umständen zu einer Linderung bei verschiedensten Krankheitsbildern führen, etwa bei Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervösen Beschwerden (Angst und Depression), chronischen Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen.

Der Nutzen von Yoga bei Krankheit oder zur Erhaltung der Gesundheit wird unterschiedlich bewertet. Der gesundheitsfördernde Aspekt wird in den verschiedenen Yogarichtungen unterschiedlich gewichtet. Zum Teil wird er lediglich als eine Begleiterscheinung angesehen, manchmal ist er zentraler Punkt der Herangehensweise.

Bei den Asanas werden Kraft, Flexibilität, Gleichgewichtssinn und Muskelausdauer trainiert. Beispielsweise kommt es durch die Aktivierung der Muskeln, Sehnen, Bänder und Blut- und Lymphgefäße bei den Asanas zu einer verbesserten Durchblutung. Die Rückenmuskulatur wird gekräftigt, was wiederum zu einer verbesserten Körperhaltung führen kann. Überbelastung oder falsch ausgeführte Übungen können allerdings auch schaden. Deshalb soll Yoga nicht nur nach Büchern, sondern unter Anleitung eines qualifizierten Yogalehrers erlernt werden.

Yoga hat auf viele Menschen eine beruhigende, ausgleichende Wirkung und kann somit den Folgeerscheinungen von Stress entgegenwirken. Darüber hinaus kann die mit Atemübungen und Meditation verbundene innere Einkehr genutzt werden, das eigene Verhalten gegenüber den Mitmenschen zu reflektieren, um es positiver zu gestalten.

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Ob man viele oder wenige Muskeln hat, ist im Grunde völlig gleich. Jeder kann Thaiboxen erlernen. Da spielen auch Größe und Gewicht eher eine untergeordnete Rolle.

Wichtiger da schon die Frage, ob man es wirklich will. Wer Erfolg haben will muss Opfer bringen, oder wie man auch häufig sagt - von Nichts kommt Nichts.

Kampfsport - und Thaiboxen gehört dazu - ist nun auch nichts, was man mal einfach so kurz und schnell nebenbei lernt. Es erfordert hartes Training, viel Fleiß und Anstrengung und vor allem einen eisernen Willen.

Der Muskelaufbau ist aus meiner Sicht ein positiver Nebeneffekt des Trainings und stellt sich - bei entsprechenden Trainingsbemühungen - quasi wie von selbst ein. Ein bisschen unterstützendes Krafttraining kann natürlich auch nicht schaden.

Wie schlimm man sich dabei verletzen kann ... ganz schlimm ... man kann nämlich tödlich verletzen. Es kommt immer wieder vor, dass Sportler ob im Ring oder im Training tödliche Verletzungen erleiden. Aber das ist weder die Regel noch etwas außergewöhnliches. Jeder der am Straßenverkehr teilnimmt weiß letztlich, dass er bei einem Unfall ums Leben kommen kann nur sind solche Unfälle nicht allzuhäufig. Dies gilt auch im Thaiboxen.

Verletzungen können auftreten, müssen aber nicht auftreten. Blaue Flecke, ein paar Verstachungen, Prellungen und Zerrungen sind wohl kaum zu vermeiden und gehören in gewisser Weise einfach dazu. Nur wer nichts tut, geht auch nicht das Risiko ein sich zu verletzen. Verletzungen sind dabei meist auf immer die gleichen Ursachen zurückzuführen: - eigene Unachtsamkeit - Unachtsamkeit oder Vorsatz des Gegners/Partners - mangelnde Kontrolle - falsche Technikausführung

Wenn Du Dich vorsiehst, sind schwerere Verletzungen eher unwahrscheinlich. Du musst Dir einfach immer vor Augen halten, dass Du eine Veranwortung hast. Eine Verantwortung für Dich selbst, für Deine eigene Gesundheit und ebenso für Deinen Trainingspartner. Übe hart aber fair, fordere Dich und Deinen Gegner, aber überfordere nicht. Auf diese Weise wirst Du lange und erfolgreich trainieren.

Ich halte mich immer an das Sprichwort "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderm zu!" und bin damit bisher sehr gut gefahren. Viel Erfolg!

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Ein Hohlkreuz kann viele Ursachen haben. Diese Ursachen aus der Ferne beurteilen zu wollen, ohne dich zu kennen ist wie Rätselraten.

Muskuläre Dysbalancen, falsche Übungsausführungen, mangelndes Verständnis des eigenen Körpers all dies können Ursachen sein.

Im Regelfall ist jedoch kein wirklicher Körperschaden oder eine genetische Fehlveranlagung ursächlich. Deshalb bedarf es zumeist nur eines gezielten Trainings um die Fehlstellung zu korrigieren, wobei dies allerdings viel Zeit beansprucht.

So wie sich eine Fehlhaltung im Laufe der Zeit entwickelt und verfestigt, benötigt die Korrektur mindestens ebensoviel Zeit.

Du solltest Deinen Trainer ansprechen, der Dich kennt, der Dich beim Training beobachtet. Ich bin sicher, dass er Dir am ehesten weiterhelfen kann. Ansonsten wird sicher auch jeder Physiotherapeut Rat wissen - aber da musst Du Dich schon persönlich vorstellen.

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Eine Kampfsportart ist auch in meinen Augen genau das Richtige.

Die Einstellung, den Jungen nicht zum Kampfsport gehen zu lassen, damit er lernt, wie er andere attackieren kann ist äußerst lobenswert.

Grundsätzlich ist jede Kampfsportart gleichermaßen geeignet, die genannten Ziele zu erreichen. Entscheidend wäre in meinen Augen, was das Kind möchte. Eine Kampfsportart muss zum Charakter des Kindes passen. Von daher würde ich davon abraten auf die Empfehlungen Dritter zu hören, sondern besser mit dem Kind verschiedene Kampfsportschulen und -vereine zu besuchen, dort am Probetraining teilzunehmen und sich so ein reelles Bild von der jeweiligen Kampfsportart zu machen.

Auch wenn der Junge jetzt (noch) zurückhaltend ist, so heißt dies nicht, dass dies seinem wahren Naturell entspricht. Häufig leben Kinder wenn sie erst einmal das Richtige für sich selbst entdeckt haben auf und erscheinen wie ausgewechselt. Auch deshalb ist in meinen Augen ein Probetraining unerlässlich.

Neben der Kampfsportart selbst ist auch das Trainingsumfeld sehr wichtig. Wie gut kommt das Kind mit dem Trainer und seinen Trainingskameraden aus? Macht das Training Spaß? Ist der Trainer verantwortungsbewusst im Umgang mit den Kindern? Ist das Training kindgerecht? Welche Verhaltensmuster werden vom Trainer vermittelt?

Im Kampfsporttraining werden verantwortungsvolle Trainer vermitteln, dass Gewalt keine Lösung der Probleme darstellt. Das Stärkung des Selbstbewusstseins der Schüler durch das Kampfsporttraining ist ein ganz normaler Prozess.

Der Schüler lernt sich zu verteidigen und er lernt auch anzugreifen. Aber zugleich lernt der Schüler auch verantwortungsvoll mit seinen Fähigkeiten umzugehen und auf die Gesundheit seines Gegenübers zu achten.

Da verantwortungsvolle Trainer ihre Schüler nicht sofort aufeinander einschlagen lassen, lernen die Schüler Geduld aufzubringen. Sie werden auch rasch feststellen, dass einem im Kampfsport nichts geschenkt wird und dass es langer intensiver Bemühungen bedarf, um voranzukommen. Erfolg bedeutet harte Arbeit. Das stete Bemühen um weitere Fortschritte im Kampfsport stärkt den Willen.

Das Wissen um die eigenen Fähigkeiten stärkt das Selbstvertrauen und damit auch das Selbstbewusstsein.

Zum Kampfsporttraining gehören natürlich auch Übungskämpfe. Im Zweikampf lernt der Schüler sich zu behaupten und sich auch durchzusetzen. Zugleich werden ihm aber die Grenzen seiner Fertigkeiten aufgezeigt. Er lernt seine Stärken und Schwächen kennen. Er lernt sich auf faire Weise durchzusetzen und er lernt seine Schwächen in Stärken zu verwandeln.

Das Training selbst stärkt natürlich auch den Körper. Die verbesserte Körperbeherrschung ist direkter Ausfluss des Technik-Trainings. Zugleich wird der Schüler auch erhebliche Fortschritte bei der Körperwahrnehmung machen, denn er wird lernen, auf die Signale seines Körpers zu hören und diese auch besser zu deuten.

Verantwortungsvolles Kampfsporttraining ist in meinen Augen das Beste, was einem Kind überhaupt passieren kann. Der Körper wird anders als bei vielen anderen Sportarten umfassend und ausgewogen trainiert. Einseitige Belastungen gibt es im Kampfsport im Grunde nicht, da alle Techniken beidseitig ausgeführt werden.

Zugleich kommt aber auch die mentale Kompenente nicht zu kurz, welche im Kampfsport zumeist sogar einen recht hohen Stellenwert einnimmt. Zwar kämpft jeder Schüler allein für sich selbst und muss sich insofern nicht einer Mannschaftsdisziplin unterordnen doch lernt der Schüler auch, dass er ohne einen guten Partner selbst keine Fortschritte machen kann, er also auf andere angewiesen ist.

Höflichkeit, Respekt, Aufrichtigkeit, Bemühen und Selbstkontrolle sind wichtige Tugenden, die Schülern im Kampfsport vermittelt werden. Es sind diese Tugenden, die Kampfsport wohltuend von vielen anderen Sportarten unterscheidet, die Kampfsportler auszeichnen.

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Eine Sportart ja ... die Frage ist nur welche. Das Kind hat ja offensichtlich generell ein Problem mit Autorität. Der Sportverein wird leider (zu) häufig als Ersatz-Erziehungsort missverstanden. Aber: Sport im Allgemeinen und Kampfsport im Besonderen können gerade bei Kinden mit ADHS Erstaunliches bewirken.

Bei allen Mannschaftssportarten ist Teamgeist gefragt. Kinder mit ADHS haben jedoch damit häufig ein Problem. Dies führt im Ergebnis oft auch zu Problemen mit anderen Kindern in der Mannschaft, so dass das "Problemkind" im Ergebnis schnell ausgegrenzt wird.

Im Kampfsport jedoch, steht das Kind meist allein. Es übt zwar mit anderen, aber es kommt in der Regel auf die individuelle Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft des Kindes selbst an.

Durch das harte Kampfsporttraining lernt das Kind, dass für alles Anstrengungen erforderlich sind, dass nichts von allein kommt. Das Kind lernt aber zugleich auch, dass es für seine eigenen Taten verantwortlich ist und respektvoll mit anderen umgehen muss.

Gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme sind im Kampfsport nahezu unausweichliche Begleit-Tugenden, die Kindern durch verantwortungsvolle Trainer quasi nebenbei vermittelt werden.

Man sollte jedoch keine Wunder erwarten. Gerade bei ADHS bedarf es oft langer Zeit intensiven Trainings bis sich erste Erfolge einstellen. Viele Trainer geben auch verzweifelt auf, da die Fortschritte oft kaum messbar sind und kleinen Erfolgen oft herbe Rückschläge folgen. Nicht selten sind Kinder mit ADHS auch der Vernunft völlig unzugänglich. Sie sind in ihrer eigenen Welt gefangen.

Trotzdem kann ich aus eigener Trainer-Erfahrung sagen, dass Kinder mit ADHS im Kampfsport gut aufgehoben sind.

Gerade im Anfang wird sich das Kind oft in alte Verhaltensmuster flüchten wie: "Ich kann das nicht und deshalb mache ich das nicht!" ohne jedoch überhaupt einen Versuch zu unternehmen. Aber zugleich wird das Kind auch das Beispiel Gleichaltriger sehen und früher oder später zu der Einsicht gelangen, dass man das was andere können auch selbst kann.

Aggressionen können im Kampfsport sicher gut in positive Bahnen gelenkt werden, da das Kind die Möglichkeit erhält, sich abzureagieren. Zugleich lernt das Kind aber im Training auch, dass Aggressionen gleich welcher Art kontraproduktiv sind und in der Regel nicht zur Lösung eines vermeintlichen Problems führen. Das Kind wird im Laufe der Zeit zu der Erkenntnis gelangen, Aggressionen Auslöser für Probleme sind.

Ich kann Kampfsport für Kinder mit ADHS uneingeschränkt empfehlen.

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Eine Aussage aus der Ferne ist schlecht möglich. Aber ganz allgemein: Wenn Du den Ball zu spät triffst, hast Du Dir doch bereits die Antwort auf Deine Frage selbst gegeben: Du musst den Ball früher treffen!

Wenn Deine Aktion zu spät beginnt, triffst Du zwangsläufig zu spät.

Ursache hierfür kann nun sein, dass Deine Reaktionsfähigkeit zu schlecht ist, Deine Koordination verbessert werden muss oder Du einfach zu langsam bist. Es wäre auch eine Kombination daraus denkbar.

Als Erstes würde ich daran gehen, früher zu schlagen. Dann solltest Du den Ball auch früher treffen können.

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Es gibt im Grunde 4 verschiedene Leistungsgrenzen.

Der menschliche Körper hat eine natürliche Veranlagung zu Flexibilität, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer. Es sind diese vier Aspekte, die die den Gesundheitszustand eines jeden einzelnen charakterisieren. Mit zunehmenden Alter lässt die Flexibilität nach, die Menschen werden schwächer, ermüden rascher und werden langsamer.

Bei der Untersuchung dieser vier wichtigen Aspekte wurde folgendes herausgefunden:

  1. Flexibilität

Bereits im Alter von 10 Jahren erreicht die Beweglichkeit ihren Höhepunkt. Deshalb gibt es beispielsweise im Turnen nach dem 14. Lebensjahr keine erfolgreichen Neueinsteiger mehr. Die wirklichen Superstars sind die 12 Jahre alten Kinder. Zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr nimmt die Flexibilität ab. Um aktiv zu sein und zu bleiben ist der Erhalt der Beweglichkeit sehr wichtig.

  1. Schnelligkeit

Die Schnelligkeit erreicht ihren Höhepunkt im Alter von 20. Wenn man nicht weiter trainiert, wird die Schnelligkeit danach stark abnehmen.

  1. Kraft

Der Mensch steht im Alter von 30 Jahren in der Blüte seiner Kraft. Danach wird die Kraft rasch abgebaut, wenn nicht durch geeignete Übung und Training dagegen angegangen wird.

  1. Ausdauer

Erst nach dem 40. Lebensjahr nimmt die Ausdauer ab. Ausdauer ist in erster Linie eine mentale Angelegenheit, eine Einstellungsfrage.

Wie kann man dem entgegenwirken?

Durch geeignetes Training kann man dem körperlichen Alterungsprozess entgegenwirken und sogar in gewissen Grenzen umkehren, indem verloren gegangene Fähigkeiten durch Training wiedererlangt werden.

  1. Flexibilität

Der Verlust der Flexibilität setzt mit richtigem Training erst zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr ein. Dies setzt aber voraus, dass man bei jeder Übung immer den vollen Bewegungsspielraum ausnutzt. Das Wichtigste bei jeder Übung ist immer die Frage, was die Technik für den Körper bedeutet.

  1. Schnelligkeit

An Schnelligkeit muss man immer arbeiten. Immer muss man sich bemühen, die Bewegungen schneller und noch schneller auszuführen. Auf diese Weise trainierend, wird der Körper nicht bereits nach dem 20. Lebensjahr beginnen abzubauen, sondern wird diesen Prozess erst zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr beginnen.

  1. Kraft

Der Kraftaufbau endet normalerweise im Alter von 30 Jahren, kann jedoch gleichfalls durch fortgesetztes Training bis zum 55. Lebensjahr hinausgezögert werden.

  1. Ausdauer

Durch die vielen Wiederholungen im Training erlernt der Körper nicht nur die Technik sondern entwickelt zugleich auch die Ausdauerfähigkeit. Viele Übungen im Training sind ohne die nötige Ausdauer einfach unmöglich. Die Ausdauerfähigkeit bleibt bei ausreichendem Training am längsten erhalten. Erst zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr nimmt die Ausdauerfähigkeit schließlich ab.

Insofern ist es möglich, an alte Leistungen anzuknüpfen, wenngleich diese wohl kaum wieder erreicht werden.

Durch korrekte Technik und ein mehr an Ausdauer ist zu erklären, dass das alte Leistungsniveau recht problemlos wieder erreicht wurde.

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Mag sein, dass es für Dich keine Rolle spielt, wenn Du verlierst.

Jedoch solltest Du Deinem Trainer dankbar sein.

Dein Trainer schätzt Deine Fähigkeiten offenbar realistischer ein als Du selbst.

Dein Trainer zeigt auch Verantwortung, denn er verheizt Dich nicht in einem ungleichen Kampf, den Du wohl aller Voraussicht nach verlieren würdest.

Dein Trainer schützt nicht zuletzt auch Deine Gesundheit. Was nützt Dir ein Kampf, wenn Du danach aufgrund erlittener Verletzungen eine Trainingspause einlegen musst?

Ungeduld gepaart mit Unvermögen und Selbstüberschätzung sind die Hauptursachen für schwere Verletzungen und das gilt nicht nur in Bezug auf den Kampfsport sondern überall. Man betrachte sich in diesem Zusammenhang nur die Verkehrsunfallstatistiken.

Dein Trainer hat gut daran getan, Dir den gewünschten Kampf zu verweigern.

Festige Deine Technik, verbessere Deine Schnelligkeit und Schlagkraft, arbeite an Reaktion und Timing. Übe mit Deinen Partnern im Training. Erwirb die im Kampf so wichtige Erfahrung.

All dies wird Dir helfen, einen Kampf gut zu überstehen.

Du solltest bedenken: Ein echter Kampf ist etwas anderes als ein Trainingskampf. Im Training wollen beide miteinander trainieren. In einem Kampf aber treten zwei gegeneinander an mit dem festen Ziel zu gewinnen. Rücksicht wird da keine mehr genommen, denn es gilt das Ziel mit allen (erlaubten) Mitteln zu erreichen.

Wenn Du - wie Du schreibst - sowieso nicht gewinnen willst, um so besser für Deinen Gegner, der sich dann über einen Dummy freut. Ob das aber wirklich erstrebenswert ist, halte ich für höchst zweifelhaft. Erfahrungen, die Dich weiterbringen sammelst Du nämlich auf diese Weise nicht.

Sie dankbar dafür, dass Du einen so guten Trainer gefunden hast und vertraue ihm. Sein Handeln zeigt klar, dass er ganu offenkundig Deine Gesundheit und Dein Fortkommen im Blick hat.

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Ich halte eine Altersbeschränkung für wenig sinnvoll. Man kann nicht am Alter eines Kindes festmachen, wann es mit Kampfsport anfangen darf. Viel wichtiger ist der geistige und körperliche Entwicklungsstand des Kindes.

Die eigentlich wichtigere Frage ist jedoch, was ist das Ziel des Trainings?

Soll das Kind lernen, aktiver zu werden? Soll es lernen, sich zu verteidigen? Soll es einfach mehr Selbstbewusstsein entwickeln?

Gründe, um mit dem Kampfsporttraining anzufangen, gibt es sehr viele.

Auf keinen Fall aber sollte der Ehrgeiz der Eltern über das Wohl des Kindes gestellt werden.

Gerade in jungen Jahren kann mehr sehr viel kaputt gemacht werden. Der kindliche Körper ist noch sehr anfällig und ein falsches Training kann sich auf die spätere Entwicklung sehr nachteilig auswirken, ebenso wie ein richtiges Training eine sehr viele Positives und Gutes für die Entwicklung bewirken kann.

Zu bedenken ist ferner, dass Kinder in jungen Jahren verschiedene Bewegungen nicht so einfach umsetzen können.

Andererseits haben sie aufgrund einer deutlich größeren Flexibilität bei der Ausführung verschiedener Techniken gegenüber älteren Kindern / Erwachsenen unbestreitbare Vorteile, was eindeutig dafür spricht möglichst früh mit dem Kampfsporttraining zu beginnen. Dies gilt um so mehr wenn man berücksichtigt, dass die Flexibilität der Kinderzeit rasch verloren geht und in der Regel nicht bzw. bestenfalls in begrenztem Umfang wiedererlangt werden kann.

Am besten ist es wenn man mit dem Kind einfach einmal beim Training vorbeischaut. Zunächst sollte man sich das Training wirklich einfach nur anschauen. Bei Interesse könnte man ja vielleicht sogar gemeinsam mit dem Kind beim nächsten Training mitmachen – Erfahrungsgemäß brauchen kleine Kinder eine Bezugsperson. Hier hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, wenn ein Elternteil ebenfalls mit ins Training einsteigen würde.

So kann das Kind das echte Training selbst erfahren. Die Trainingserfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Vielleicht wird die Begeisterung erst richtig geweckt oder dem Kind vergeht durch diese Erfahrung die Lust am Kampfsport ... Ich habe schon erlebt, dass am Ende der große Bruder plötzlich auch mitmachen wollte. Andererseits habe ich auch schon gesehen, dass das Kind nur noch weinend zu seiner Mama wollte, weil es sich nicht wohl fühlte ... alles ist möglich.

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Wenn der Ellbogen schmerzt, so ist das Problem nicht die Führhand selbst, sondern eher ein Mangel an Kontrolle bei der Ausführung von Jabs.

Wenn das Ellbogengelenk überdehnt wird, führt dies zwangsläufig zu Problemen. Zu einer Überdehnung kommt es immer dann, wenn Du den Endpunkt für Deine Technik nicht kennst und Techniken über Deine maximal mögliche Reichweite hinaus ausführst. Durch die Kraft der Vorwärtsbewegung des Faustschlags und das fehlende Stoppen dieser Bewegung wirken enorme Kräfte auf das Ellbogengelenk, die zu besagten Schmerzen führen.

Du musst daher lernen den richtigen Endpunkt zu finden und nicht über diesen hinauszuschlagen. Ein vollständig gestreckter Arm ist immer gefährlich. Für einen effektiven Faustschlag ist der Arm ganz leicht (unmerklich) eingebeugt. Dies führt vielleicht zu einer Distanz-Einbuße von etwas weniger als einem Zentimeter. Im Ergebnis jedoch wirst Du künftig wieder schmerzfrei und vor allem gesund trainieren können.

Es kommt noch ein weiterer wichtiger Punkt hinzu: Der Körper kann besser hinter der Technik stehen, was dazu führt, dass auch die Technik selbst mehr Kraft erhält.

Eines solltest Du unbedingt noch beachten: Wenn Du Deine Schlagtechnik nicht umstellst, wirst Du auf Dauer Schmerzen im Ellbogengelenk haben, da die Schmerzen chronisch werden können und dann ist es zu spät.

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ich sehe grundsätzlich kein problem. Du solltest es versuchen. wenn es aber zu komplikationen kommt oder die schmerzen zunehmen, dann unbedingt aufhören!

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Auch wenn Aikido landläufig in die Kategorie "Kampfsport" gesteckt wird, so ist Aikido alles andere als ein Kampfsport. Aikido ist eine Kampfkunst.

Dies mag nach Spitzfindigkeiten klingen, jedoch gibt es wichtige Unterscheide zwischen Kampfsportart und Kampfkunst. Diese Unterschiede bestehen nicht nur in der Schreibweise sondern in der ganzen Grundhaltung des Kämpfers.

Worin geht es im Sport?

Sport ist der Vergleich zweier Kontrahenten. Im Kampfsport geht es um den Wettkampf.

Es geht immer nur um das Eine: Gewinnen! Ein jeder Kämpfer will der Beste sein. Jeder kämpft gegen den anderen. Es zählt immer nur der Beste. Wer nicht oben auf dem Treppchen steht, hat keine Chance. Der zweite Platz ist eigentlich schon uninteressant.

In der Kampfkunst gibt es keinen Wettkampf. In der Kampfkunst steht der Kampf gegen einen Gegner im Vordergrund.

Ziel des Trainings ist vielmehr die eigenen Unzulänglichkeiten zu erkennen und hart an sich selbst zu arbeiten. Durch das harte Training soll der Schüler der Kampfkunst zu einer bescheidenen geistigen Grundhaltung finden. Der eigentliche Kampf findet hier im Schüler der Kampfkünste selbst statt, der sich in einem ständigen Kampf mit sich selbst, im Widerstreit mit seinen Wünschen und Bestrebungen und den höheren Idealen befindet.

Einen Sport als (Wett)Kampfform kann niemand unbegrenzt lange ausüben, denn das Alter setzt natürliche Grenzen. Sobald die sportlichen Erfolge nachlassen, weil man im Alter langsamer und schwächer (wenn auch erfahrener) geworden ist, endet die Wettkampfkarriere.

Die meisten Kampfsportler brechen jetzt auf und hängen den Kampfsport an den Nagel.

Den Schüler der Kampfkünste interessiert der Wettkampf nicht, deshalb weiß er, dass es keine Grenzen gibt. Man kann sich immer verbessern. Man muss niemals aufgeben. Der Körper setzt Grenzen, nicht jedoch der Geist.

Einige wenige Kampfsportler hören am Ende ihrer Wettkampfkarriere nicht auf. Sie haben den wichtigen Unterschied zwischen Kampfsport und dem selbstsüchtigem Streben nach Anerkennung, Selbstbestätigung, Ruhm und Ehre einerseits und den Werten des Kampfkunsttrainings andererseits erkannt.

Grenzen setzen Menschen. Wer sich selbst keine Grenzen setzt, entdeckt immer wieder neue Möglichkeiten. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die die Kampfkunst bietet.

In der Kampfkunst geht es nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um die Vervollkommung des eigenen Charakters.

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Badehosen werden aus sogenanntem Stretch-Nylon hergestellt. Hierbei handelt es sich um ein Mischgewebe, dass nicht nur pflegeleicht, sondern auch extrem angenehm zu tragen ist.

Bei Badehosen ist zu dem wichtig, dass diese eng am Körper anliegen. Dies ist durch dieses Material gewährleistet.

Die Zusammensetzung ist unterschiedlich und liegt meist zwischen 20%-30% Elastan und 70%-80% Polyamin.

Hochwertiges Polyamid-Material ist schnell trocknend und gleichzeitig luftdurchlässig. Bei Bademode für Herren ist deshalb auch Polyester Mikrofaser empfehlenswert.

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Kendo ist nicht Karate.

Karate ist eine japanische Kampfkunst, die ursprünglich aus Okinawa stammt und Anfang des 20. Jahrhunderts von dort nach Japan kam.

Im Karate wird ohne Waffen mit bloßen Händen gekämpft. Karate (auch Karate-Do) genannt bedeutet "Leere Hand" bzw. Karate-Do = "Weg der leeren Hand".

Kendo ist die japanische Schwertkampfkunst, in der mit Rüstungen und Bambusschwertern (Shinai) gekämpft wird. Kendo (= Weg des Schwertes) wurde als sichere Form des Schwertkampfes entwickelt, um einerseits zu verhindern, dass sich die beiden Kontrahenten verletzen und andererseits ein möglichst realistisches Trainig der Kampfkunst zu ermöglichen.

Ich denke eher, dass Karate-Do mit Kendo verwechselt wurde, da beides für das ungeübte Ohr recht ähnlich klingt.

Wenn ohne Waffen (meist in weißen Anzügen) trainiert wird, ist es definitiv Karate. Kommen Rüstungen und Bambusschwerter zum Einsatz, dürfte es sich wohl eher um Kendo handeln.

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Man kann das Aufwärmen im Turnen nicht einfach so auf andere Sportarten ummünzen. Mag sein, dass die Aufwärmung im Turnen gut ist.

Aber: Es gibt immer ein allgemeines und darüber hinaus ein auf jede Sportart abgestimmtes spezielles Aufwärmtraining.

Das haben die Amerikaner bereits vor Jahren erkannt und haben in jeder Sportart spezielle Coaches / Trainer die ausschließlich für die Aufwärmung zuständig sind. Und diese Leute werden extrem gut bezahlt.

Eine korrekte Aufwärmung ist die Grundvoraussetzung für sportliche Höchstleistungen. Deshalb sollte der Aufwärmung ein besonderer Stellenwert zukommen.

Natürlich darf man sich gern bei anderen etwas Gutes abschauen. Jedoch darf dabei nie das eigentliche Ziel, nämlich die Frage nach dem Sinn der Übung aus dem Auge verloren werden. Jede Übung muss darauf geprüft werden, ob sie einfach nur "schön" ist oder ob sie auch tatsächlich etwas bringt. Manche Übungen sind sogar kontraproduktiv und helfen beim eigenen Fortkommen nicht.

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Ich könnte mir vorstellen, dass die Bayern auch im Basketball in einigen Jahren ganz oben mitmischen werden.

Aus dem Fußball haben sie gelernt wie es geht und das bisherige Erfolgsrezept muss ja nun nur noch auf die Basketball-Abteilung übertragen werden.

Da die Grundlagen gelegt sind, ist alles andere nur noch eine Detailfrage und sollte die Bayern ganz sicher vor keine unlösbaren Aufgaben stellen.

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Nun nach neuesten Erkenntnissen ist auch der BMI nicht mehr das Maß aller Dinge. Es gibt Menschen mit einem leichten und schweren Knochenbau. Von daher kann man ausgehend von diesen Daten überhaupt keine verlässlichen aussagen treffen.

In Japan, China oder Taiwan wiegen viele erwachsene Männer beispielsweise bei ähnlichem Körperbau wie hier in Deutschland im Schnitt nur um die 65-70 Kilogramm, also deutlich weniger als hierzulande. Gleiches gilt für die Frauen.

Deshalb glaube ich nicht, dass man von Untergewicht sprechen kann. Sie wiegt soviel wie sie wiegen muss. Sonst wäre sie logischerweise auch nicht zu sportlichen Höchstleistungen fähig.

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Ja und warum nicht? Es gibt zahlreiche Vereine in den größeren Städten, die das anbieten, ja es gibt sogar spezielle Rollstuhl-Basketball-Vereine.

Es kann natürlich durchaus sein, dass es in Deiner Nähe leider keinen entsprechenden Verein gibt - das kann ich jetzt nicht direkt beurteilen.

In manchen Sportgruppen können sogar behinderte und nichtbeinderte Sportler gemeinsam trainieren. Gemeinsame Wettkämpfe sind zwar (noch) nicht möglich, aber immerhin ...

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Nun, der Nackenmuskel mag sicherlich den einen oder anderen Schlag abmildern können, jedoch ist es nicht das Ziel eines gesunden Trainings möglichst viele Schläge einfach so wegstecken zu können, wenngleich dies sicherlich von Vorteil ist. Es geht in erster Linie darum, Schlägen auszuweichen oder nicht vermeidbare Treffer in ihrer Wirkung abzumildern.

Zum Ausweichen von Schlägen bewegt man sich, so dass ein etwaiger Schlag ins Leere geht. Trefferwirkung mildert man dadurch ab, dass die einwirkenden Kräfte beispielsweise durch Abdrehen des Kopfes abgelenkt werden und so nicht mehr die ganze Energie voll auf das Ziel einwirken kann.

Natürlich hilft auch ein entsprechendes Training um die "Nehmerqualitäten" zu stärken. Jedoch ist dies mit Sicherheit als nicht allzu gesund und empfehlenswert zu bezeichnen. Jeder Schlag auf den Kopf führt dazu, dass das Gehirn aufgrund der einwirkenden Kräfte mit mehr oder weniger Energie gegen die Schädeldecke gedrückt wird. Ein harter Schlag kann in diesem Zusammenhang zur Bewusstlosigkeit führen. Problematischer ist jedoch, dass jeder dieser "Trainingsschläge" unweigerlich auch kleinere Verletzungen zur Folge hat. Zur Langzeitwirkung von ständigen Treffern am Kopf gibt es keine verlässlichen Aussagen. Jedoch gehen viele Mediziner davon aus, dass diese der Gesundheit nicht zuträglich sind und deshalb vermieden werden sollten.

Es darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen werden, dass jeder unterschiedliche Veranlagungen mitbringt und daher der eine einen Schlag möglicherweise völlig unbeeindruckt wegstecken kann, während der andere bereits zu Boden geht. Allerdings lässt sich diese Ausgangslage durch entsprechendes Training in einem gewissen Rahmen beeinfluss und damit die Situation für den Kämpfer verbessern.

Eine psychologische Seite hat die Angelegenheit auch. Wer ständig mit Treffern am Kopf konfrontiert ist geht damit natürlich ganz anders um, als jemand, der zum ersten Mal am Kopf getroffen wird. Jeder Treffer ruft eine art Schockzustand hervor. Wer jedoch solche Situationen kennt, reagiert ganz anders. Denken wir doch nur einmal an einen Verkehrsunfall. Jeder hat theoretisch gelernt, zu helfen. Doch wenn man plötzlich in eine solche Situation kommt, sind viele häufig völlig hilflos. Sei es, weil sie mit der Situation überfordert sind, vom Anblick des echten Blutes geschockt sind oder einfach alle einstudierten Muster plötzlich wie weggeblasen sind. Der Ernstfall ist etwas anderes als die Theorie. Anders der Rettungssanitäter, für den dies Alltag ist. Oder der Feuerwehrmann der in ein brennendes Haus hineingeht. Für ihn ist das auch gefährlich, aber eine hundertfach geübte Situation und deshalb weniger dramatisch. Ein Schockzustand, wie er womöglich bei jemanden eintritt, der das erste Mal mit einer solchen Situatino konfrontiert wird, tritt nicht ein. Statt dessen werden die eingeübten Bewegungsmuster abgerufen.

Das ist im Kampf bei einem Kopftreffer ähnlich. Während der eine in eine Schockstarre gerät oder sogar wegen des völlig unerwarteten Treffers gleich zu Boden geht, weiß der andere, dass nach einem Treffer am Kopf eine gewisse Benommenheit als Folge eintreten wird. Er muss sich jedoch nicht auf diese Benommenheit konzentrieren, da er diese kennt, sondern kann wie im Training geübt weitermachen.

Krafttraining, sprich Stärkung der Nackenmuskulatur kann helfen. Besser ist es jedoch die Technik zu üben. Wer die Distanz richtig einzuschätzen versteht, den Schlägen geschickt ausweichen bzw. deren Kräfte entsprechend abmildern kann, der hat die besseren Karten in einem Kampf. Ich halte es nicht nur für unklug sondern sogar für höchst gefährlich, Schläge des Gegners wegstecken zu wollen. Man weiß vorher nicht, mit welcher Energie ein Schlag treffen wird. Ein korrekt ausgeführter Schlag kann einen Kampf entscheiden. Insofern ist es sogar als ausgesprochen leichtsinnig zu bezeichnen, wenn man einen Schlag wirklich sein Ziel erreichen lässt und damit nicht nur den Sieg sondern letzten Endes auch die eigene Gesundheit auf's Spiel setzt.

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Die Vorbereitung beginnt zunächst einmal im Kopf. Du musst dir darüber im Klaren sein, was der Kampf für dich bedeutet. Du musst dir ein klares Ziel setzen, welches es zu erreichen gilt. Wenn du dir selbst sicher bist, diesen Kampf auch zu wollen und du auch den festen Willen hast, diesen zu gewinnen, dann bist du bereit.

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Denn um den Kampf zu gewinnen, solltest du in der Vorbereitungsphase hart trainieren. Stärken gilt es auszubauen, Schwächen auszumerzen. Du musst wissen, was deine Stärken sind und du musst in der Lage sein, deine Stärken auch im Kampf auszuspielen. Umgekehrt musst du auch deine Schwächen kennen und wissen, wie du diese vor dem Gegner einerseits verbergen kannst und andererseits - sollte der Gegner diese doch herausfinden - diese Schwäche in eine Stärke umwandeln kannst.

Ferner solltest du deinen Gegner kennenlernen insbesondere solltest du bemüht sein seine Stärken und Schwächen in Erfahrung zu bringen, seine Kampftaktik studieren. Darauf abgestimmt solltest du dich auf den Kampf vorbereiten.

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: "Wer andere kennt ist klug, wer sich selbst kennt ist weise. Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte. Wer sich selbst besiegt, ist stark." (Lao Tse) Wenn man den anderen nicht kennt und sich nur auf seine eigenen Stärken verlässt, stehen die Chancen für einen Sieg nicht unbedingt gut. Nicht von ungefähr werden Gegner - ganz gleich ob im Fußball oder im Kampfsport - zuvor möglichst genau beobachtet. Wenn man den Gegner kennt, dessen Kampftaktik verstanden hat und darauf seine eigene Technik und Taktik abstimmt und darüber hinaus selbst nicht nur physisch sondern auch mental auf Augenhöhe mit dem Gegner steht, dem steht der Weg zum Sieg eigentlich offen.

Das alles bedeutet aber hartes, intensives Training in enger Zusammenarbeit mit dem Trainer und darüber hinaus auch allein oder mit einem guten Freund. Denn: Vorbereitung ist alles.

Etwa eine Woche vor dem eigentlichen Wettkampf wird die Trainingsintensität auf ein Minimum herabgesetzt, damit sich der Körper erholen und genügend Kraftreserven für den bevorstehenden Kampf aufbauen kann. Dies natürlich immer mit dem Fokus auf den Wettkampf. Ausgedehnte Party-Nächte sind damit vor dem Wettkampf tabu.

Auch in Bezug auf die Ernährung gilt es in der Wettkampfvorbereitung auf gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Schwer im Magen liegende Speisen gilt es zu meiden. Leicht verdauliche und doch genügend Energie liefernde Nahrungsmittel sind die erste Wahl.

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Könnt ihr mir empfehlen, wie man die Beine am besten dehnt, damit man keine Schmerzen beim Sidekick hat? Wir dehnen eigentlich nur die Oberschenkelrückseite, muss ich noch auf etwas anderes achten?

Schmerzen sind imm die Folge einer falschen oder ungesunden Übungsausführung. Durch Dehnung kann die Flexibilität in einem gewissen Rahmen verbessert werden. Allerdings - und das muss klar sein - eine Verbesserung ist nur innerhalb eines bestimmten Bereichs möglich. Man wird Jugend- oder Erwachsenenalter niemals die gleiche Flexibilität wieder erlangen, die man einst als kleines Kind hatte.

Zum Einstieg erst einmal ein paar grundsätzliche Hinweise zum Dehnen: Dehnübungen sollten täglich ausgeführt werden, damit sie auch die Beweglichkeit tatsächlich verbessern. Vor jedem Training ist unbedingt eine ausreichende Aufwärmung erforderlich. Ohne Aufwärmung sind Verletzungen der Muskeln, Sehnen und Bänder meist die unausweichliche Folge. Dehnübungen werden am besten am Ende des Trainings durchgeführt. Die erschöpften Muskeln bieten hier einerseits den geringsten Widerstand, andererseits aber sind sie auch ausreichend aufgewärmt, so dass ein maximaler Dehnerfolg gegeben ist. Außerdem ist dies zugleich eine gute Form der Gymnastik zum Cool-Down am ende des Trainings.

Ob man statisch oder leicht federnd dehnt ist wohl in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Hier streiten sich die Gelehrten, welche Form denn nun die beste sei. Ich meine, beide Formen haben ihre Berechtigung.

Man kann zudem aktiv (also selbst) dehnen oder sich passiv von einem Partner oder einer Maschine (z.B. Beinspreizer) dehnen lassen.

Beim Sidekick wird vor allem die Beininnenmuskulatur (Adduktoren) belastet. Eine der einfachsten Übungsformen zur Dehnung der Adduktoren besteht dabei darin, in die Grätsche zu gehen und dabei den Körperschwerpunkt so weit wie möglich abzusenken. Beachte: Die Zehen zeigen dabei nach vorn. Zusätzlich kann hier auch der Oberkörper mal zu dem einen, mal zu dem anderen Bein gezogen werden. Als kleine Abwechslung bietet sich an den Körperschwerpunkt mal auf die eine mal auf die andere Seite zu verlagern und dabei das jeweilige Standbein einzubeugen und so weit wie möglich nach unten zu gehen.

Der verpönte Hürdensitz / Kameltreibersitz ist gleichfalls eine gute Übungsform.

Eine andere Dehnübung besteht darin, sich abzusetzen und die Beine anzuziehen, von innen die Fußsohlen zu fassen und dann die Beine nach außen langsam durchzudrücken. Variante mit Partner: Beide Partner fassen sich am Handgelenk. Der Partner innen drückt mit seinen Füßen gegen die Fußgelenke des sitzenden Partners. Dieser wird dabei mit den Armen herangezogen. Um den Dehneffekt zu erhöhen, können außerdem mit dem Oberkörper kreisende Bewegungen ausgeführt werden.

Eine andere Übungsform im Sitzen: Die Füße werden angezogen. Die beiden Fußsohlen berühren einander. Nun fasst man die Fußgelenke von innen und drückt mit den Ellbogen die Knie nach unten. Variante mit Partner: Der Partner stellt sich von hinten vorsichtig auf die Knie. Die Beine werden jetzt nach oben gedrückt, dann entspannen und langsam nach unten führen.

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Wenn es gar nicht mehr geht, dann hilft ein Training auch nicht. In diesem Fall sollte man einmal etwas kürzer treten. Ein warmes Bad, ein Saunagang hilft beim Regenerieren der Muskeln. Ansonsten tut auch eine Massage gut.

Auf keinen Fall sollte man aber bei einem heftigen Muskelkater einfach so weiter machen wie vorher. Ein leichtes(!) Training - zumindest aber bewegen - wäre noch zu vertreten, denn gar nichts tun ist ebenso schlecht wie zuviel. Durch Bewegung und/oder Wärme können die Muskeln schneller regenerieren und der Muskelkater schneller "bekämpft" werden.

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Verletzungen beim Sandsacktraining

Wer noch nie am Sandsack (Boxsack) gearbeitet hat, kann sich verletzen. Bevor man am Sandsack trainiert, sollte man schon wissen, wie und mit welchen Techniken man am Sandsack üben kann.

Auch wenn es hin und wieder als "Anti-Aggressionstraining" verkauft wird, ein planloses Einprügeln auf den Sandsack ist alles andere als ungefährlich.

Grundsätzlich gilt: Kein Training am Sandsack ohne optimal geschützte Hände und Handgelenke! Hände werden bandagiert und erst dann werden Boxhandschuhe darüber gezogen. Statt der Bandagen gibt es auch Innenhandschuhe, die im Prinzip den gleichen Zweck wie die Bandagen erfüllen, jedoch einfacher und schneller zu handhaben sind. Gerade für Anfänger sind Innenhandschuhe uneingeschränkt zu empfehlen. Fortgeschrittene werden wohl Bandagen bevorzugen, da diese besser an die individuellen Bedürfnisse und Wünsche des Sportlers angepasst werden können.

Gerade für das Sandsacktraining gibt es auch spezielle Sandsackhandschuhe, die einen optimal möglichen Schutz der Hände am Sandsack bieten.

Hauptgrund für das Schützen der Hände ist, dass beim Sandsacktraining schnell Riss- und Schürfwunden an den Fingerknöcheln auftreten können. Derartige Verletzungen können unter Umständen sogar zu einer längeren Trainingspause zwingen, wenn nicht ausreichend vorgebeugt wird.

Bevor man am Sandsack anfängt, sollte natürlich zunächst die Grundtechnik erlernt werden. Wenn nun auf ein Ziel (Sandsack) geschlagen wird, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Handgelenk beim Auftreffen fest ist. Das Handgelenk ist ein Schwachpunkt bei der Technik. Ist das Handgelenk nicht fest, sind Verstauchungen des Handgelenks nicht ausgeschlossen.

Wie kann nun ein Training am Sandsack aussehen?

Am Sandsack wird normalerweise nur schnell und explosiv trainiert. Einzige Ausnahme: Beim Lernen neuer Schlagkombinationen werden diese natürlich erst einmal langsam geübt.

Ein gutes Training am Sandsack besteht immer aus mehreren Runden (in der Regel 6-8) Schlagtraining à 3 Minuten, unterbrochen von je einer Minute Pause zwischen den einzelnen Runden. Das Ziel des Trainings ist die Verbesserung der Schlagtechnik, Beinarbeit und Position (Boxstellung, Deckung). Wird mit geringerer Intensität gearbeitet, achtet man mehr auf die korrekte Schlagtechnik, Beinarbeit und vor allem auch auf die konsequente Deckungsarbeit.

Ein gutes Sandsacktraining ist extrem intensiv und damit sehr gut zur Erhöhung der konditionellen Fähigkeiten geeignet. Man lernt, sind extrem intensiv. Durch diese Art des Trainings lernt man, explosive Kombinationen mit Höchstgeschwindigkeit und Kraft auszuführen.

Man kann je nach Trainingsziel verschiedene Übungsformen einsetzen. Nachfolgend einige Beispiele für ein Sandsacktraining.

Standard-Workout am Sandsack

4 Runden à 3 Minuten mit je 1 Minute Pause zur Steigerung der konditionellen Fähigkeiten Schlage Kombinationen, während Du den Sandsack umkreist. In den Pausen zwischen den Runden konzentriere Dich auf eine tiefe Bauchatmung zur Entspannung. Lockere Beine und Arme durch Schütteln aus. 4 Runden à 30 Sekunden mit je 30 Sekunden Pause – Intervalltraining für Durchschlagserien Führe nun vier Durchschlagserien aus. Schlage linke und rechte Gerade ohne Pause mit Höchstgeschwindigkeit und Kraft. 1 Runde à 3 Minuten
Zum Abschluss des Trainings folgt eine Runde traditionelle Sandsackarbeit. Jetzt wirst Du gezwungen sein, gegen die Ermüdung zu kämpfen, so als ob Du in einem tatsächlichen Wettkampf wärst.

Intervalltraining am Sandsack

10 x 15 Sekunden - Durchschlagserien mit je 45 Sekunden Pause Ich darf versichern, dass dieses kurze insgesamt nur zehnminütige Training viel schwieriger ist, als es erscheinen mag. Durch die kurzen Durchschlagserien kann man die maximale Intensität von Anfang bis zum Ende der jeweiligen Runde durchhalten. Diese Durchschlagserien helfen Geschwindigkeit, Kraft und die anaerobe Kapazität enorm zu verbessern.

Power Boxen am Sandsack

Ich möchte vorausschicken, dass es beim Power-Boxen (Boxen mit Höchstgeschwindigkeit) in erster Linie um die Steigerung von Schlagkraft und Entschlossenheit im Sinne von Durchhaltevermögen geht. Es geht hierbei nicht darum, die Technik zu vermeiden. Da das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung der Schlagkraft liegt, sollte jeder Schlag aggressiv und hart mit maximal möglicher Kraft geschlagen werden. Dabei sollte man möglichst alle erlernten Techniken (Geraden, Haken, Uppercut) im ausgewogenen Verhältnis in einer Vielzahl von Varianten und Kombinationen einsetzen.

Power-Boxen Workout

3 Runden à 3 Minuten mit je 1 Minute Pause – für die Steigerung der konditionellen Fähigkeiten Zum Einstieg beginnen wir mit traditioneller Sandsackarbeit. 4 Runden à 1 Minute mit je 1 Minute Pause – Power Boxen Der Schwerpunkt liegt auf vollster Intensität bei Höchstgeschwindigkeit und maximalem Krafteinsatz. 5 Runden à 30 Sekunden mit je 30 Sekunden Pause – Boxkombinationen (schnell und hart) Zum Abschluss folgen noch fünf Durchschlagserien. Diese können auch an anderen Trainingsgeräten (Speedball, Pratze etc.) ebenfalls bei Höchstgeschwindigkeit und maximalem Krafteinsatz ausgeführt werden.

Power-Boxen für harte Schläge

10 Runden à 1 Minute mit je 30 Sekunden Pause Hier geht es in erster Linie um die Entwicklung von Kraft und Erhöhung der anaeroben Ausdauer um hart schlagen zu können. Eine erhöhte Schlagkraft kombiniert mit erhöhter Schlagfrequenz ist eine gefährliche Kombination.

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Ich würde nicht danach fragen, was gut ist ... Wer will schon eine Emfehlung von anderen? Jeder, den man fragt wird immer aus seinem eigenen Erleben heraus eine Empfehlung aussprechen oder von anderen Selbstverteidigungskünsten abraten.

Die Körpergröße und das Gewicht sind gleichfalls nicht unbedingt ausschlaggebend für die Wahl der "geeigneten" Selbstverteidigungssportart. Viel entscheidender als all diese (äußerlichen) Punkte ist doch die Frage, was einem persönlich am besten liegt.

Grundsätzlich ist jede Kampfsportart zur Selbstverteidigung geeignet. Das ist ja auch der Hintergrund, warum es überhaupt Kampfsportarten gibt.

Ist man eher langsam, dafür aber kräftig, sollte man sich für eine Selbstverteidigungssportart entscheiden, die diesen persönlichen Voraussetzungen entspricht. Damit kommen zunächst einmal alle Sportarten, die eher auf Schnelligkeit, denn auf Kraft setzen, nicht mehr in die engere Wahl. Judo, Ju-Jutsu oder Boxen wären hier exemplarisch erwähnen.

Ist man eher schnell, dafür aber weniger kräftig, sollte man sich auf keinen Fall auf Kampfsportarten fixieren, die eher den Krafteinsatz betonen. Hierzu zählen beispielsweise Karate, Taekwondo oder Kungfu.

Natürlich wird man im Laufe des Trainings ohnehin nicht nur an Muskelmasse zulegen, sondern auch seine Schnelligkeit und Reaktion verbessern. Es kann also durchaus sein, dass sich die persönlichen Voraussetzungen verschieben oder sogar ganz verlagern.

Es gibt ferner "reine" Selbstverteidigungskünste, die ausschließlich den Selbstverteidigungscharakter betonen und sozusagen gleich "zur Sache" kommen. In diesem Zusammenhang wären insbesondere Krav Maga oder Wing Tsun / Wing Chun zu nennen.

Auch klassische Kampfkünste wie zum Beispiel Aikido oder das Ninjutsu sind gute Selbstverteidigungskünste.

Es gibt sehr viele Kampfsportarten und daher sollten auch die vorstehend genannten Faktoren nicht allein ausschlaggebend sein. Das Wichtigste ist in meinen Augen die Frage, ob man sich in der Lernumgebung wohlfühlt. Ob man mit dem Lehrer/Trainer zurecht kommt, ob man gern mit den anderen Trainingsteilnehmen trainiert.

Vielleicht sind ja auch Waffenkünste von einigem Interesse. Da wären zum Beispiel Kobudo oder Arnis / Eskrima zu nennen. Interessante Ansätze bietet auch das Capoeira ...

Es gibt so viele Möglichkeiten, dass es sehr schwer fällt, alle erschöpfend zu behandeln. Meine empfehlung würde daher lauten: Erst einmal überlegen, ob man (auch) mit oder nur ohne Waffen kämpfen möchte. Dies schränkt die Auswahl bereits etwas ein. Danach kann man sich nach geeigneten Vereinen, Clubs und Schulen in der Nähe umschauen und sollte dort unbedingt auch beim Probetraining mitmachen. So kann man sich am besten einen persönlichen Eindruck verschaffen. Da wo es einem am besten gefallen hat, da sollte man dann auch bleiben.

Insofern sind Empfehlungen von Dritten immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Jeder ist nämlich von seiner Kampfsportart überzeugt, sonst hätte er schon längst zu einer anderen gewechselt ...

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Man ist immer nur so alt wie man sich fühlt und überhaupt - 20 ist doch noch kein Alter! Ob 20 Jahre oder 10 - das ist überhaupt kein Problem. Man kann selbstverständlich jederzeit mit Kampfsport anfangen. Es ist wirklich niemals zu spät mit einer guten Sache anzufangen.

Ich sage immer Kampfsport ist für den Menschen da und nicht der Mensch für Kampfsport. Deshalb kann jeder jederzeit mit Kampfsport anfangen. Natürlich bringt man mit 10 eine ganz andere Beweglichkeit mit und hat somit andere Voraussetzungen. Doch andererseits haben Kinder größere Probleme mit der Aufmerksamkeit. Sie können sich nicht so sehr konzentrieren und benötigen meist länger, um eine Technik wirklich zu verstehen, wenngleich es ihnen mitunter leichter fällt, eine Technik auszuführen.

Was die Beweglichkeit anbetrifft: Ich meine, man muss nicht unbedingt zum Kopf treten können - das ist absolut nicht notwendig. Im Laufe der Zeit wird sich die Beweglichkeit durch das Training ohnehin allmählich verbessern.

Bevor man mit Kampfsport anfängt sollte man sich natürlich zunächst die Frage stellen, was die eigenen Ziele sind. Wenn man Kampfsport primär als Mittel zur Gesunderhaltung und Fitness betrachtet, so meine ich persönlich, dass dieser Sport die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben mitbringt. Auch wenn man erst später im Leben mit Karate anfängt, kann man seine persönliche Fitness, die Beweglichkeit, die Ausdauer und die Kraft verbessern. Es sind letztlich diese vier letztgenannten Faktoren, die den Gesundheitszustand eines jeden ausmachen. Damit kann man dem natürlichen Alterungsprozess des Körpers entgegenwirken. Natürlich ist eine Umkehrung nicht möglich, aber es ist erwiesen, dass aktive Menschen auch deutlich länger aktiv bleiben können als Menschen, die sich aufgrund ihres Alters nichts mehr zutrauen.

Ich kenne persönlich verschiedene wesentlich ältere Personen, die zum Teil erst nach Erreichen des Rentenalters überhaupt mit Kampfsport angefangen haben und zwischenzeitlich sogar Schwarzgurt-Träger geworden sind.

Kampfsport selbst setzt keine Grenzen. Grenzen setzen sich nur die Menschen selbst, indem sie zuviele Bedenken haben, indem sie sich selbst oder anderen zu wenig zutrauen. Wer etwas wirklich will, findet immer einen Weg, seine Ziele zu verwirklichen.

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Also ich setze schon auf modernere Materialien. Die haben sich doch in der Praxis zumindest ebenso bewehrt. Dass der "Klassiker" früher aus Metall war hatte auch einen guten Grund: Metall war das stabilste und widerstandsfähigste Material, dass man kannte und zudem recht einfach zu verarbeiten. Die heute eingesetzten moderneren Kunststoffe sind nicht nur leichter (Gewicht) sondern auch angenehmer zu tragen. In puncto Schutz stehen die moderenen Werktstoffe den alten Tiefschützern aus Metall in nichts nach.

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Deine Frage ist sehr allgemein gehalten. Das Alter spielt bei der Wahl der Kampfsportart überhaupt keine Rolle. Der Körperbau ist einzig beim Sumo von Belang, sonst auch eher nebensächlich. So gesehen passen zunächst einmal alle Kampfsportarten mit Ausnahme von Sumo zu dir.

Niemand hier kennt Dich und Deine Interessen, Veranlagungen, Stärken und Schwäche wirklich. Die Muskelmasse (Volumen) allein sagt übriges noch nichts über die tatsächliche Kraft aus...

Warum willst Du Kampfsport erlernen?

Bist Du an modernen oder traditionellen Kampfsportarten interessiert?

Ist der Wettkampf für Dich wichtig?

Soll es eine Vollkontakt oder "kontaktlose" Kampfsportart sein?

Was liegt Dir persönlich am meisten?

Bist Du schnell oder langsam, kräftig gebaut oder eher etwas schwächer veranlagt?

Bist Du eher aktiv oder passiv?

Magst Du aggressive oder brutale Techniken oder bevorzugst Du eher den sanften Weg?

Liegt Dir der Angriff oder die Verteidigung?

Kämpfst Du gern auf Distanz, mittlerer Distanz oder in der Nahdistanz?

Möchtest Du lernen die Hände einzusetzen oder möchtest Du auch mit den Füßen kämpfen?

Bist Du am Erlernen von Waffentechniken interessiert?

Willst Du andere werfen oder möchtest Du andere werfen?

Ist Dir die Kampfkunst-Philosophie irgendwie wichtig?

Es sind viele Fragen. Versuche Dir doch einmal über Deine eigenen Ziele klar zu werden, beantworte diese Fragen und stelle Deine Frage noch einmal. Dann können wir Dir sicher eine Emfehlung geben.

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Eigentlich nur eine: Den Willen, auch wirklich den Kampfsport, für den man sich entschieden hat auch wirklich zu erlernen. Man muss weder sonderlich begabt sein noch sonst irgendwelche Talente mitbringen. Man geht doch zum Kampfsporttraining, um zu lernen. Alles Erlernte ist letztlich eine erworbene Fähigkeit.

Bringt man bereits ein gutes Bewegungsgefühl mit, so ist dies von Vorteil, da man im Kampfsport eine Vielzahl von komplexen und teils auch im Anfang schwierigen Bewegungsmustern einüben muss. Eine gute Motorik bedeutet also zumindest beim Einstieg einen schnelleren Fortschritt, weil man ein Problem weniger hat.

Bringt man bereits gewisse weitere körperliche Voraussetzungen mit, so ist dies sicher ebenfalls kein Nachteil. Manche Trainingseinheiten können sehr anstrengend sein. Kraft und Ausdauer, also eine gute Kondition helfen beim Fortschritt.

Auch eine gute Beweglichkeit ist von Vorteil, denn je beweglicher man ist, desto weniger Kraft muss man aufwenden, wenn man bei bestimmten Techniken an die Grenzen der eigenen Flexibilität gehen muss.

Aber davon würde ich meine Entscheidung mit Kampfsport anzufangen nicht abhängig machen. Wenn es Dir in der Gruppe gefällt und das Training Spass macht - bleib einfach dabei. Was man noch nicht kann, kann man lernen und auch Bewegungsgefühl kann man entwickeln, die Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer kann man durch Training steigen und die Techniken erlernen.

Man sollte eines nie vergessen: Kaum jemand, der mittlerweile lange Zeit beim Kampfsport ist, war ein Naturtalent. Die meisten Naturtalente wissen ihre Begabungen gar nicht richtig einzusetzen und gerade weil ihnen alles leicht fällt, geben sie schnell auf.

Menschen, die sehr lange beim Kampfsport bleiben sind in der Regel Menschen, die den Kampfsport für sich entdeckt haben. Ihr heutiges Können ist nur auf eines zurückzuführen: Viel Training. Insofern kann man deren Stufe - genügend Ehrgeiz und Training vorausgesetzt - ebenfalls erreichen.

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Ob 40 Jahre oder 10 - das ist überhaupt kein Problem. Man kann selbstverständlich jederzeit mit dem Boxen anfangen. Es ist wirklich niemals zu spät mit einer guten Sache anzufangen.

Natürlich bringt man mit 10 eine ganz andere Beweglichkeit mit und hat somit auch andere Voraussetzungen was die Agilität anbetrifft.

Doch andererseits haben Kinder größere Probleme mit der Aufmerksamkeit. Sie können sich nicht so sehr konzentrieren und benötigen meist länger, um eine Technik wirklich zu verstehen, wenngleich es ihnen mitunter leichter fällt, eine Technik auszuführen. Hinzu kommt, dass ihnen die notwendige Kraft für eine wirklich effektive Technik fehlt.

Hier haben "ältere Semester" gewisse Vorteile. Man könnte es auch ein wenig philosophisch formulieren: Die Weisheit des Alters gegen den Heißsporn der Jugend. Dies zeigt sich häufig auch im Kampfverhalten selbst. Viele ältere Sportler kämpfen im Vergleich zu ihren jüngeren Trainingskameraden weit überlegter und damit zugleich effektiver (weil ökonomischer).

Viele Techniken und Fähigkeiten werden sich im Laufe des Trainings allmählich verbessern. Letztlich ist alles Erlernte nichts als eine erworbene Fähigkeit. Insofern sollte man das Alter auf keinen Fall in den Fordergrund stellen oder gar als Hindernis ansehen.

Wenn man Boxen primär als Mittel zur Gesunderhaltung und Fitness betrachtet, so meine ich persönlich, dass dieser Sport sehr gute Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Ziele mitbringt. Auch wenn man erst später im Leben mit Boxen anfängt, kann man seine persönliche Fitness, die Beweglichkeit, die Ausdauer und die Kraft verbessern. Es sind letztlich diese vier letztgenannten Faktoren, die den Gesundheitszustand eines jeden ausmachen. Damit kann man dem natürlichen Alterungsprozess des Körpers entgegenwirken. Natürlich ist eine Umkehrung nicht möglich, aber es ist erwiesen, dass aktive Menschen auch deutlich länger aktiv bleiben können als Menschen, die sich aufgrund ihres Alters nichts mehr zutrauen.

Ich kenne persönlich verschiedene wesentlich ältere Personen, die zum Teil erst nach recht spät (teils sogar erst im Rentenalter) mit Kampfsport angefangen haben und es inzwischen viel weiter gebracht haben, als sie selbst jemals zu hoffen gewagt hätten.

Der Boxsport selbst setzt keine Grenzen.Grenzen setzen sich nur die Menschen selbst, indem sie zuviele Bedenken haben, indem sie sich selbst oder anderen zu wenig zutrauen. Wer etwas wirklich will, findet immer einen Weg, seine Ziele zu verwirklichen.

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Es gibt keine ultimative oder effektivste Kampfsportart. Gäbe es eine solche, wären alle anderen Kampfarten schon längst verdrängt worden. Jede Kampfsportart hat ihre Eigenheiten und zieht damit die Leute an, denen genau diese Eigenheiten zusagen.

Und: Beispielsweise Kickboxen mit anderen Kampfsportarten in Hinblick auf Effektivität vergleichen zu wollen halte ich ebenso für gefährlich. Jeder Kämpfer hat seine Stärken. Und so wird einmal der Kickboxer und einmal der der andere Kampfsportler der Bessere sein - je nachdem, wer gegen wen antritt.

Es ist also mie mehr als ein Vergleich zweier Kämpfer möglich. Vom Ergebnis eines solchen Zweikampfes kann man nicht auf die Effektivität einer Kampfsportart selbst schließen. Es sind nur Aussagen zur Effektivität des jeweiligen Vertreters der Kampfkunst möglich.

Ich würde Dir empfehlen einfach einmal bei verschiedenen Vereinen und Schulen vorbeizuschauen und bei einem Probetraining mitzumachen. So wirst Du ganz sicher schnell etwas finden, was Dir Spaß macht. Mehr noch als die Sportart selbst ist sowieso das Umfeld, also die Gruppe, die Trainingskameraden und der Trainer entscheidend. Ein schlechter Lehrer kann einem selbst ein Lieblingsfach in der Schule vergraulen, andererseits kann ein guter Lehrer völlig ungeahnte Möglichkeiten und Wege aufzeigen und Interesse und Begeisterung wecken.

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Verallgemeinernd kann man sagen: Karate ist Karate. Die Techniken des Kyokushinkai sind mit denen der übrigen Karate-Stile identisch. Die dahinter stehende Philosophie / Herangehensweise unterscheidet sich.

Kyokushinkai ist ein Karate-Stil, der von einem Koreaner nach Japan gebracht wurde. Die Japaner haben natürlich alles Ausländische abgelehnt, so dass aus dem Koreaner schließlich Oyama Masutatsu wurde. Er wollte den Japanern beweisen, dass man mit eisernem Willen alles erreichen kann und trat gegen alle etablierten Schulen und Kämpfer an um sie zu besiegen. Jeder sollte sehen, dass sein Karate, Kyokushinkai, die stärkste und beste Kampfdisziplin ist.

Ich denke, das Besondere an Kyokushinkai ist seine noch recht junge Geschichte und sein Ruf, das härteste Karate zu sein.

Ob es wirklich das härteste Karate ist, wage ich zu bezweifeln. Dies mag früher einmal gestimmt haben, heute aber nicht mehr generell. Sicher gibt es noch immer viele, die versuchen in die Fußstapfen Oyamas zu treten.

Im Sinne von "Der Weg ist das Ziel" mag es stimmen.

Da im Kyokushinkai überwiegend im Leicht- bzw. sogar Vollkontakt (und das für gewöhnlich ohne Schützer) gekämpft wird, mag Kyokushinkai als die härteste Karate-Disziplin gelten. Im Shotokan Karate (hier gibt es auch sehr viele Richtungen - modern, traditionell) wird teils mit Schützern, teils ohne Schützer gekämpft. Normalerweise ist aber Trefferwirkung verboten. Jede Technik soll wenige Millimeter vor ihrem eigentlichen Ziel abgestoppt werden.

Der wichtigste Unteschied ist wohl der Ansatz. Im Kyokushinkai steht das Kämpfen im Mittelpunkt. Der Kata (Formen) kommt eine eher untergeordnete Bedeutung zu, während im Shotokan Karate beide Bereiche gleich gewichtet sind und nicht wenige die Kata sehr stark betonen.

Auch für exzessive Trainingseinheiten bzw. besser Trainingscamps ist Kyokushinkai bekannt. Die Ausübenden gehen so nicht selten über die Grenzen ihrer physischen Leistungsfähigkeit hinaus.

So kann man körperlich und geistig wachsen. Ob dies allerdings auch gesund ist, das wage ich zu bezweifeln.

Im reinen kämpferischen Bereich sind viele Vertreter des Kyokushinkai recht stark. In Bezug auf den technischen Bereich gilt dies nur noch eingeschränkt.

Ich würde empfehlen, bei einem Verein vorbeizuschauen, der Kyokushinkai anbietet. Doch du solltest auch nicht versäumen, anderen Karate-Vereinen einen Besuch abzustatten. So kannst du dir einen guten Überblick verschaffen. Mehr noch: Du lernst so die verschiedenen Gruppen kennen, denn wichtiger als der ausgeübte Stil ist in meinen Augen die passende Gruppe. Im Grunde ist Karate gleich Karate. Funakoshi Gichin, der Vater des modernen Karate, wie er auch oft genannt wird, meinte immer: "Es gibt nur ein Karate."

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Es ist wie überall: Wer am lautesten schreit, bekommt das meiste Geld.

Dabei sind natürlich die Verbände / Sportarten deutlich im Vorteil, die aufgrund ihrer Mitgliederstärke auch über einen entsprechend starken finanziellen Rückhalt verfügen und damit alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen können.

Bei der Vielzahl der Förderprogramme braucht man auch im Sportbereich kompetente Unterstützung von speziellen Berater, die sich auf diesem Gebiet bestens auskennen oder man verfügt intern über entsprechend geschulte Mitarbeiter, die alle Fördertöpfe ausnutzen.

Kleine Verbände erledigen ihre Verbandsarbeit meist ehrenamtlich, während die großen über Vollzeitstellen verfügen. Damit ist klar, dass die kleinen meist leer ausgehen und die Großen noch mehr bekommen.

Der Staat schaut nicht darauf, gleichmäßig zu verteilen. Er schafft die gesetzlichen Rahmenbedingungen und stellt die Mittel zur Verfügung. Unter denjenigen, die Mittel beantragen werden die bereitgestellten Gelder dann verteilt.

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Das Material ist nicht so verschieden, wie man vielleicht glauben mag. Jedoch gibt es Hersteller und Anbieter, die wegen eines bestimmten Logo-Aufdrucks gleich erheblich mehr Geld herausschlagen wollen.

Außerdem gibt es Pilates-Rollen in unterschiedlichen Größen, was natürlich ebenfalls Preisunterschiede bedingt.

Einen preiswerten und vertrauensfähigen Anbieter für Pilates-Rollen kann ich wärmstens empfehlen: http://www.budoten.com/suche/pilates+rolle

Dieser Anbieter ist bereits seit vielen Jahren von Trusted Shops zertifiziert und ich kaufe dort auch recht gern ein.

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Wenn es Dir nur um Aggressionsabbau geht, dann brauchst Du nicht unbedingt mit Boxen anzufangen. Das geht mit jeder anderen körperlich anstrengenden Arbeit oder sportlichen Aktivität ebenso. Man muss eben nur alles geben und nichts zurückhalten. Wenn der Körper erschöpft íst, hat er keine Zeit mehr für Aggressionen, weil er auf Sparflamme schaltet. Das ist letztlich der Effekt, der dahinter steht.

Das kann man mit Boxen erreichen, aber ebenso mit allem anderen Kampfsportarten, ja im Grunde mit jeder Sportart. Boxen ist aktuell nur der Trend...

Im Wesentlichen geht es dabei darum, dass man sich am Boxsack auspowert. Aber: Ein gefüllter Boxsack ist nicht für 50 Euro zu haben. Ein ungefüllter vielleicht. Diesen kann man dann mit alten Lumpen und Sägespänen füllen. Aber man braucht unbedingt noch ein Paar Sandsack-Handschuhe, um möglichst ohne Knöchelverletzungen üben zu können. (.....)

Es ist aber auch noch ein weiterer Aspekt zu beachten: Ohne die richtige Schlagtechnik sind Verletzungen der Hand-, Ellbogen- und Schultergelenke auf längere Sicht nahezu unvermeidlich. Insofern ist professionelle Anleitung (z.B. in einem Verein) mit Sicherheit nicht der schlechteste Rat.

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Die Unzenzahl gibt das Gewicht wieder. Je höher die Unzenzahl, desto schwerer die Boxhandschuhe aber zugleich sind natürlich die Boxhandschuhe auch entsprechend größer und stärker gepolstert.

Je schwerer und größer die Boxhandschuhe sind, desto größer auch die Trefferfläche und desto kleiner die übertragene Schlagenergie, weil nicht nur die Polsterung stärker ist, sondern auch Energie auf eine größere Trefferfläche verteilt wird. Damit ist das Verletzungsrisiko bei Boxhandschuhen mit größeren Unzenzahlen (Gewicht) geringer als bei Boxhandschuhen mit kleinerer Unzenzahl.

Für Trainingskämpfe werden deshalb gern schwerere Boxhandschuhe verwendet. Damit lässt sich einerseits die Schlagkraft erhöhen, denn man muss die schwereren Handschuhe ja erst einmal bewegen ("Gewichtstraining") und braucht zudem erheblich mehr Energie, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

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Gibt es. Im Buch "Modernes Karate" von Okazaki/Stricevic wird unter anderem auch hierüber gesprochen.

Ansonsten dürfte wohl jedes Grundlagenbuch über die Biomechanik weiterhelfen.

Um die maximal mögliche Kraft auf eine Seite des Körpers übertragen zu könenn, müssen die Muskeln auf der zu benutzenden Seite auch den maximal möglichen Bewegungsfreiraum für die Technik erhalten. Dies ist nur möglich, wenn die Muskeln der anderen Seite die Bewegung nicht behindern sondern unterstützen. Zum Fauststoß gibt es hierzu beispielsweise eingehende Untersuchungen, wobei die Gegenbewegung nur einer von vielen wichtigen Faktoren ist.

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Wir haben auch schon Kinder in unserem Verein gehabt, die mit 4 Jahren angefangen haben zu trainieren. Das ist grundsätzlich kein Problem. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Die eigentlich Frage ist jedoch, was ist das Ziel des Trainings?

Soll das Kind lernen, aktiver zu werden? Soll es lernen, sich zu verteidigen? Soll es einfach mehr Selbstbewusstsein entwickeln?

Gründe, um mit dem Kampfsporttraining anzufangen, gibt es sehr viele.

Zu bedenken ist jedoch, dass Kinder in jungen Jahren verschiedene Bewegungen nicht so einfach umsetzen können. Andererseits haben sie aufgrund einer deutlich größeren Flexibilität bei der Ausführung verschiedener Techniken gegenüber älteren Kindern / Erwachsenen unbestreitbare Vorteile.

Ich würde folgendes empfehlen:

Kommen Sie doch einfach einmal mit Ihrem Sohn beim Training vorbei. Schauen Sie zu oder machen Sie vielleicht sogar gemeinsam mit Ihrem Sohn mit … Erfahrungsgemäß brauchen Kinder eine Bezugsperson. Hier hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, wenn ein Elternteil ebenfalls mit ins Training einsteigen würde.

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Man muss weder musikalisch sonderlich begabt noch ein Tanztalent sein. Man geht doch zum Capoeira, um zu lernen. Alles Erlernte ist letztlich eine erworbene Fähigkeit.

Bringt man bereits ein gutes Rhythmusgefühl mit, so ist dies von Vorteil, da man so die in der Regel zur Musik ausgeführten Bewegungen von Anfang an besser und harmonischer ausführen kann. Rhythmusgefühl bedeutet also zumindest beim Einstieg schnellerer Fortschritt, weil man ein Problem weniger hat.

Aber davon würde ich meine Entscheidung mit Capoeira anzufangen nicht abhängig machen. Wenn es Dir in der Gruppe gefällt und das Training Spass macht - bleib einfach dabei. Was man noch nicht kann, kann man lernen und auch Rhythmusgefühl kann man entwickeln.

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Alles ist gleichermaßen und gut wie schlecht. Ganzkörpertraining gibt es sowohl im Kickboxen wie im Taekwondo. Das bieten aber ebenso alle anderen Kampfsportarten. Einen körperlichen Ausgleich zum Alltag bieten ebenfalls alle Kampfsportarten ebenso wie Selbstverteidigung.

Dass man im Training immer wieder das gleiche machen muss ist klar, denn Wiederholung ist die Mutter des Lernerfolgs. Damit sich ein Bewegungsablauf richtig einprägt, muss dieser (und das ist wissenschaftlich erwiesen) mindestens 70.000 Mal wiederholt werden. Die Frage ist nur, wie der Trainer das verpackt. Man kann einfach immer wieder das gleiche machen oder andere, neue interessante Aufgaben stellen und trotzdem das gleiche üben, ohne dass es der Schüler merkt.

Um herauszufinden, was wirklich gut ist, was Spaß macht und einem am besten liegt, gibt es eigentlich nur einen Weg: Hingehen, am Probetraining teilnehmen und dann aus eigener Erfahrung heraus eine Entscheidung treffen.

Mehr noch als der Sport selbst sind nämlich andere Faktoren wichtiger. Wenn man sich in der Gruppe nicht wohlfühlt, macht es keinen Spaß. Wenn der Trainer nicht unterrichten kann, lernt man nichts. Wenn der Trainer nicht darauf achtet, Verletzungsgefahren aus dem Trainingsbetrieb zu bannen, wird man häufig Auszeiten nehmen müssen ...

Ich persönlich meine, dass diese letztgenannten Punkte bei der Entscheidung in den Vordergrund gestellt werden sollten. Wenn das Klima in der Gruppe stimmt, ist alles in Ordnung und dann spielt es, wenn man einen kompetenten Lehrer hat, keine Rolle, was man trainiert. Denn dann lernt man auf jeden Fall das Richtige, das was man wirklich braucht.

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Fangen wir mal mit dem einfachen an: "Jutsu" oder "Jitsu" bedeutet "Kunst". Es handelt sich hierbei nur um zwei verschiedene Schreibweisen.

Die deutsche Schreibweise "Ju-Jutsu" wird für eine deutsche Erfindung gebraucht. Eine Selbstverteidigungskunst die vornehmlich für den Dienstgebrauch bei der Polizei konzipiert war. Es handelt sich um eine Verbindung von Techniken aus dem Jiu Jitsu, Judo, Karate und Aikido.

"Jiu-Jitsu" ist eine alte japanische Selbstverteidigungskunst, die zu großen Teilen aus den Kampfkünsten der Samurai stammt.

Interessanterweise werden "Jiu-Jitsu" und "Ju-Jutsu" auf japanisch gleich geschrieben. Einzig in Deutschland verwendet man die unterschiedliche Schreibweise um das moderne "Ju-Jutsu" vom alten "Jiu-Jitsu" abzugrenzen.

Also Nin-Jutsu und Nin-Jitsu ist das gleiche: Es handelt sich um Ninjutsu, die Kunst der Ninja.

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Schaut man auf Äußerlichkeiten wie die Ausstattung der Schule, kann man schnell geblendet werden und man sollte bedenken: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Zunächst ein kompetenter Lehrer und ein gutes Klima in der Gruppe. Alles andere ist Nebensache und über Unzulänglichkeiten sieht man leichter hinweg.

Wenn man sich in der Gruppe nicht wohlfühlt - was nutzt einem dann der beste Lehrer?

Was nutzt der beste Lehrer, wenn er sein Wissen nicht vermitteln kann oder will?

Ein guter Lehrer unterrichtet nicht nur gern, er gibt sein Wissen auch gern weiter und freut sich über Fragen. Aber vor allem ist er in der Lage sein Wissen anschaulich und praxisgerecht zu vermitteln.

Es gibt ein schönes chinesisches Sprichwort, was wohl den Kern der Sache trifft: "Ein Lehrer vermittelt Dinge. Ein guter Lehrer veranschaulicht Dinge. Ein wahrhaft großer Lehrer inspiriert seine Schüler."

In einer guten Gruppe herrschen gegenseitige Achtung und Respekt. Der Lehrer ist nicht jemand der weit außerhalb der Gruppe steht, sondern er ist Teil der Gruppe.

Ob Schlagpolster oder Pratzen vorhanden sind oder nicht sagt nichts über die Qualität des Lehrers oder seines Trainings aus. Man braucht diese Hilfsmittel nicht unbedingt. Ein guter Lehrer findet andere Mittel und Wege um seine Ziele ebenso zu erreichen.

Letztlich hängt die Wahl der Hilfsmittel in erster Linie von der praktizierten Kampfsportart und den Methoden des Lehrers ab. Insofern lassen sich Aussagen über notwendige Hilfsmittel weder verallgemeinern noch lässt sich darauf überhaupt ableiten, ob eine Schule gut oder schlecht ist. Eine Top-Ausstattung der Schule zeigt nur, dass hier viel Geld investiert wurde. Aber was nutzt dies, wenn das Training nichts taugt?

Wichtig ist in Bezug auf das Training, dass der Lehrer darauf achtet, Verletzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Jede Verletzung bedeutet letztlich, dass der Übende für die Zeit der Heilung gar nicht oder doch zumindest weniger intensiv am Trainingsgeschehen teilnehmen kann. Gibt es in einer Gruppe häufig Verletzungen, so ist in der Mehrzahl der Fälle der Lehrer schuld, der die Verantwortung trägt.

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Es gibt keinen Kampfsport, der speziell für Kinder konzipiert wurde oder für Kinder besonders gut oder schlecht wäre. Es gibt aber sehr wohl Trainer und Lehrer, die mit Kindern umgehen können oder auch nicht.

Deshalb geht nichts über ein Probetraining. Hingehen, die Kinder mitmachen lassen und vor allem auch selbst das Training beobachten. Nicht alle Übungen sind auch wirklich kindgerecht und noch immer gibt es viele Trainer, die Kindern genau die gleichen Aufgaben stellen wie Erwachsenen. Nicht wenige Übungen (z.B. die weit verbreiteten Liegestütze auf den Fäusten) sind aber für Kinder und Jugendliche aus medizinischer Sicht nicht zu empfehlen, da diese in der Wachstumsphase für Knochen und Gelenke schädlich sein können.

Es geht um die Kinder. Daher sollten wir zuerst an diese denken und fragen, was ihnen Spaß macht. Viele Eltern neigen dazu, ihre Kindern das machen zu lassen, was sie selbst gern machen würden. Sie fragen nicht, was ihre Kinder gern hätten. Ich denke, es ist am besten auf die eigenen Kinder zu hören.

Aber: Natürlich haben die Eltern auch ein Fürsorgepflicht gegenüber ihren Kindern. Und gerade deshalb müssen die Eltern natürlich das Training und vor allem die Trainingsmethoden hinterfragen.

Das wichtigste aus Sicht des Kindes ist, dass das Kind Spaß am Training hat, dass es sich in der Gruppe wohlfühlt und den Trainer nicht fürchtet. Aus Sicht der Eltern wäre darauf zu achten, dass das Training vor allem kindgerecht ist, wobei dies zu beurteilen unter Umständen alles andere als einfach ist.

Wie gesagt: Ab zum Probetraining und zwar überall. Vielleicht beim ersten Mal auch nur zuschauen und dann später Probetraining und darauf die Entscheidung, was es denn nun sein soll.

Gute Entscheidungen wollen wohl überlegt sein. Für wichtige Entscheidungen soll man sich Zeit nehmen und sich auf keinen Fall drängen lassen.

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Ich kenne Deine Art zu kämpfen nicht. Insofern ist es auch schwer, hier eine exakte Aussage zu treffen.

Ich vermute aber, dass Du wie viele andere auch einfach viel zu hektisch kämpfst. Die Kunst besteht darin ökonomisch und nicht verschwenderisch mit den vorhanden Resourcen (Kraft, Ausdauer ...) umzugehen. Wer sich zu häufig, unsinnigerweise bewegt, verschwendet Kraft. Wer seine Bewegungen größer und weiter als unbedingt notwendig macht, braucht nicht nur mehr Zeit für seine Techniken sondern wird darüber hinaus auch schneller erschöpft sein als sein Gegenüber.

Man kann natürlich auch mit Intervalltraining anfangen, was grundsätzlich auch eine Verbesserung bringen wird, aber das eigentliche Problem muss damit nicht zwangsläufig auch beseitigt sein.

Insofern lautet meine Empfehlung: Lasse Deine Kampfweise doch einmal von Deinem Trainer genau beobachten und analysieren. Der hat ganz sicher einige gute Tipps.

Desweiteren spricht vieles dafür, dass die Atmung nicht optimal ist. Mit falscher Atmung - z.B. zu flacher oder zu schneller Atmung - tritt extrem rasch Ermüdung ein, weil der Körper, die Muskeln und das Gehirn trotz körperlicher Höchstbelastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Ohne eine grundlegende Analyse des Kampfstils wirst Du nur versuchen, die Symptome, also die sichtbaren Folgen (Ermüdung) durch verschiedene mehr oder weniger erfolgversprechende Maßnahmen zu beseitigen, statt dem Ganzen auf den Grund zu gehen und nach der wahren Ursache zu suchen.

Du musst in jedem Fall Deinen eigenen Kampf-Rhythmus finden. Ohne Rhythmus arbeiten Atmung, Körper und Muskeln nicht richtig zusammen, was zusätzlich zu einer raschen Ermüdung beitragen kann.

Jogging kann helfen, die Grundlagenausdauer zu verbessern. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass im Kampf / Sparring eine andere Ausdauer benötigt wird. Denn anders als beim Joggen gibt es keine andauernd gleichmäßige Ausdauerbelastung sondern immer wieder schneller aber auch langsamere Phasen, welche andere Anforderungen an den Körper stellt.

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Hilfreich sind Stretchmaschinen in jedem Fall. Dabei ist der angefragte Spreizer von Kwon nur eine von vielen Möglichkeiten.

Was die Frage des Spagats selbst anbetrifft: Ganz gleich welches Trainingsgerät man auch benutzt – man sollte immer bedenken, dass der eigene Körper auch persönliche Grenzen setzt, die man nicht überschreiten kann. Daher wird es manchen Menschen immer versagt sein, jemals einen Spagat ausführen zu können. Wenn bereits eine gewisse Beweglichkeit mitgebracht wird, so sind die Erfolgschancen natürlich weitaus höher. Eine Garantie jedoch, dass man jemals einen Spagat wird ausführen können, gibt es nicht.

Alle Stretchmachinen und sonstigen Geräte können Ihnen lediglich helfen, die individuelle Flexibilität innerhalb eines gewissen Rahmens zu erhöhen. Hierbei ist eine Stretchmachine grundsätzlich einem einfachen Beinspreizer vorzuziehen. Bei den Stretchmachinen sind bestimmte wichtige Punkte wie z.B. die Körperhaltung bei der Dehnung bereits im Aufbau des Geräts berücksichtigt, was beim einfachen Beinspreizer der Übende zusätzlich selbst beachten muss. Hinzu kommt dass beim Beinspreizer Sie selbst mit Ihrer Körperkraft den Dehneffekt herbeiführen, während bei der Stretchmachine das Gerät dieses für Sie übernimmt und Sie damit Ihren Oberkörper entspannen können, was zusätzlich bei der Übung hilft.

Kurz gesagt: Das Üben mit dem Beinspreizer ist dem aktiven (selbständigen) Üben vergleichbar, während das Üben mit der Stretchmachine dem passiven Dehnen entspricht, vergleichbar mit dem Üben mit einem Partner. Letzteres hat immer den Vorteil, dass man gedehnt wird und bei unangenehmen Positionen dem Drängen des Körpers nach Entspannung nicht unmittelbar nachgeben kann, da dies durch den Partner bzw. die Mechanik der Maschine bestimmt wird.

Budoten, der größte Online-Anbieter für Kampfsportartikel in Deutschland, führt eine Vielzahl von verschiedenen Produkten, die hierbei helfen können: http://www.budoten.com/trainingsequipment/trainingsgeraete-dehnung/10691/l/

Preiswert und zuverlässig ist der Budoten auf jeden Fall!

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Wenn Du mit Capoeira anfangen willst, brauchst Du keine besonderen Grundlagen oder Voraussetzungen. Ein gutes Rhythmusgefühl ist sicherlich hilfreich. Alles andere wirst Du lernen. Am besten lernt man natürlich in einer Gruppe, in der man sich wohlfühlt und die zudem von einem erfahrenem Trainer angeleitet wird.

Capoeira wurde von den Sklaven aus Afrika (vornehmlich Angola) nach Brasilien gebracht und dort von diesen zum heute bekannten Kampfsport weiter entwickelt.

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Ich gehe mal davon aus, dass es sich hierbei um eine Legende handeln dürfte. Dies würde nämlich bedeuten, dass es immer nur eine gleich Anzahl von Übenden geben dürfte und die Gürtel ja irgendwann so abgenutzt sind, dass sie überhaupt nicht mehr zu gebrauchen sind.

Die Weitergabe eines Gürtels von einem höher Graduierten an einen Schüler ist in der Regel als besondere Auszeichnung zu betrachten und mit Sicherheit nicht auf Kun Tai Ko beschränkt, sondern in allen traditionellen Kampfsportarten zu finden.

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Es kommt auf den Verein / Verband an. Teilweise werden Gürtel mit einem dem Karate nicht unähnlichem Graduierungssystem genutzt. Es gibt allerdings auch zahlreiche Vereine, die keine Gürtel verwenden. Kommt halt darauf an.

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Ob 50 Jahre oder 10 - es ist überhaupt kein Problem. Man kann selbstverständlich jederzeit mit Kampfsport anfangen. Es ist wirklich niemals zu spät mit einer guten Sache anzufangen.

Ich sage immer Kampfsport ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Kampfsport. Deshalb kann jeder jederzeit mit Kampfsport anfangen. Natürlich bringt man mit 10 eine ganz andere Beweglichkeit mit und hat somit andere Voraussetzungen. Doch andererseits haben Kinder größere Probleme mit der Aufmerksamkeit. Sie können sich nicht so sehr konzentrieren und benötigen meist länger, um eine Technik wirklich zu verstehen, wenngleich es ihnen mitunter leichter fällt, eine Technik auszuführen.

Was die Beweglichkeit anbetrifft: Ich meine, man muss nicht unbedingt zum Kopf treten können - das ist absolut nicht notwendig. Im Laufe der Zeit wird sich die Beweglichkeit durch das Training ohnehin allmählich verbessern.

Bevor man mit Kampfsport anfängt sollte man sich natürlich zunächst die Frage stellen, was die eigenen Ziele sind.

Wenn man Kampfsport primär als Mittel zur Gesunderhaltung und Fitness betrachtet, so meine ich persönlich, dass hier durchaus ein sehr gutes Potential für ein langes und gesundes Leben vorhanden ist. Auch wenn man erst später im Leben mit Kampfsport anfängt, kann man seine persönliche Fitness, die Beweglichkeit, die Ausdauer und die Kraft verbessern. Es sind letztlich diese vier letztgenannten Faktoren, die den Gesundheitszustand eines jeden ausmachen. Damit kann man dem natürlichen Alterungsprozess des Körpers entgegenwirken. Natürlich ist eine Umkehrung nicht möglich, aber es ist erwiesen, dass aktive Menschen auch deutlich länger aktiv bleiben können als Menschen, die sich aufgrund ihres Alters nichts mehr zutrauen.

Ich kenne persönlich verschiedene ältere Personen, die zum Teil erst nach Erreichen des Rentenalters überhaupt mit Kampfsport angefangen haben und zwischenzeitlich sogar Dan-Träger geworden sind.

Der Kampfsport selbst setzt keine Grenzen. Grenzen setzen sich nur die Menschen selbst, indem sie zuviele Bedenken haben, indem sie sich selbst oder anderen zu wenig zutrauen. Wer etwas wirklich will, findet immer einen Weg, seine Ziele zu verwirklichen.

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Es gibt auch "Kick-Robic" ...

Eines möchte ich aber anmerken: Das was man da macht hat mit Kampfsport aber letztlich überhaupt nichts zu tun. Die Bewegungen kommen aus dem Kampfsport, ja. Doch das ist schon alles. Man lernt dabei nicht wirklich einen Kampfsport.

Am besten könnte man das Ganze vielleicht mit dem Spielauto eines Kindes vergleichen. Es kann zwar das Lenkrad bewegen, aber weder das Fahrzeug steuern noch richtig bewegen.

Die in diesen Fitness-Bereichen vermittelten Bewegungen mögen interessant aussehen und ihre Ursprünge in den Kampfsportarten haben, jedoch fehlen entscheidende Punkte: Kraft und Technik.

Wenn es um Verbesserung der Kondition, der Fitness geht, mögen diese modernen Trends durchaus zu empfehlen sein. Sollte es aber darum gehen, wirklich sozusagen "nebenbei" auch Kampfsport zu erlernen, sind sie leider völlig ungeeignet.

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Beide sind gleich effektiv.

Was effektiver ist, hängt davon ab, wer die Kunst ausübt. Es hat nichts mit der Kunst zu tun.

Hapkido und Aikido haben wohl nicht nur ähnliche Techniken, sondern sogar die gleichen Wurzeln. Hapkido ist als koreanische Kampfkunst bekannt. Interessanterweise stammt diese "koreanische" Kampfkunst allerdings aus Japan. Der Gründer des modernen Hapkido´s war Yong Sul Choi. Er lernte bei Sokaku Takeda, dem Großmeister des japanischen Daito Ryu Aiki Jujutsu.

Morihei Ueshiba, der Gründer von Aikido, war ebenfalls ein Schüler von Takeda. Viele Hapkido- und Aikidotechniken haben daher große Ähnlichkeit mit Daito Ryu Aiki Jujutsu, so dass die Ursprünge des Hapkido's aus dem Daito Ryu als wahrscheinlich erscheinen, unabhängig davon wo oder wie lange Choi tatsächlich trainiert hat.

Nach Takeda's Tod kehrte Choi nach Korea zurück und begann koreanische Kampfkünste zu lernen. Er unterrichtete selbst Yu Sool (koreanischer Name für Jujutsu) oder Yawara (alter japanischer Name für Jujutsu) und nannte seine Kwan (Stilrichtung) Hapki Kwan.

Ji Han Jae lernte unter Choi und eröffnete eine eigene Schule, wo er Hapkido unterichtete. Der Name Hapkido bezieht sich auf die Schule seines Lehrmeisters. Nach und nach flossen Techniken aus Tae Kwon Do, Tae Gyeon und anderen koreanische Stilen in das Hapkido mit ein.

Auch im Aikido werden Schläge und Tritte geübt. Allerdings mit dem Ziel, damit reale Abwehrtechniken gegen derartige Angriffe üben zu können, weniger um sie auch als Angriffswaffe einzusetzen. Aikido ist rein defensiv ausgerichtet (reagieren statt agieren). Von einem Stil, der auf Meditation und Heilen eingeht, habe ich allerdings noch nie gehört.

Es gibt weder im Aikido noch im Hapkido Wettkämpfe.

Beide Systeme beeinhalten aber Techniken, die durchaus im Wettkampf eingesetzt werden können. Warum schließlich auch nicht? Erlaubt ist, was den Regeln entspricht und funktioniert.

Bei der Frage der Selbstverteidigung reduziert sich diese Aussage auf: Erlaubt ist, was funktioniert.

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Da im Judo beide Kämpfer oft aufgrund von Würfen, Festhalten oder anderen Techniken in sehr engem Körperkontakt stehen und bei zwei einfarbig weißen Anzügen die Kampfrichter mitunter Schwierigkeiten bei der Unterscheidung hätten, wer von den beiden Kontrahenten nun eine Technik wie ausführt, wurden die zweifarbigen Anzüge eingeführt. So ist es leichter, die Technik einem der Kämpfer zuzuordnen.

Da im Anfängerbereich die Techniken meist weder so extrem schnell und rasant noch so kompliziert sind, begnügt man sich hier weiterhin wie eh und je mit dem roten und weißem Gürtel, um die beiden Kämpfer zu unterscheiden.

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Kumite ist die Bezeichnung für den Zweikampf oder die Partnerübung im Karate. Es gibt dabei verschiedene Formen.

Zunächst die einfachste Form (Grundform), wobei beide Partner genau wissen, welche Technik auszuführen ist. Der Kampf/die Übung ist abgesprochen.

Hier sollen zunächst Technik und Abstand sowie auf eine sehr einfache Weise auch Timing und Reaktion geübt werden. Diese Übungsform ist relativ sicher und die Verletzungsgefahr ist auch für den Anfänger äußerst niedrig.

In der halbfreien Form ist der Angriff bekannt, Abwehr/Verteidigung und Gegenangriff sind frei. Neben den vorgenannten Elementen gewinnt jetzt der Faktor Reaktion und Timing mehr und mehr an Bedeutung. Der Angreifer soll den richtigen Moment für den Angriff erkennen und der Verteidiger soll im richtigen Moment (weder zu früh noch zu spät) darauf reagieren.

Diese Übungsform erfordert bereits ein gutes Verständnis für die Grundtechniken, um verletzungsfrei zu trainieren.

Die höchste Form letztlich ist der Freikampf. Hier kommen alle vorgenannten Punkte zusammen. Der Angreifer muss die Lücke in der Deckung des Gegners finden und erkennen und sofort für seinen Angriff auszunutzen, der wiederum vom Gegenüber optimalerweise abgewehrt und gekontert wird.

Die korrekte Ausführung erfordert viel Erfahrung und ein vertieftes Verständnis der Grundtechniken. In vielen Sportwettkämpfen geht es in erster Linie darum irgendwie zu treffen. Nach altem Verständnis ist aber nicht das "ob" sondern das "wie" entscheidend. Ein Schlag soll den Kampf entscheiden. Deshalb wird insbesondere in den traditionellen Karate-Vereinen besonderer Wert auf die Technik gelegt, die perfekt ausgeführt und sehr kraftvoll im richtigen Moment ungehindert das Ziel erreichen soll.

Je nach Karate-Stilrichtung wird die Technik übrigens kurz vor dem Ziel entweder abgestoppt (z.B. klassisches Shotokan) oder teilweise auch im Vollkontakt durchgezogen (z.B. Kyokushinkai).

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Ob 50 Jahre oder 10 - es ist überhaupt kein Problem. Man kann selbstverständlich jederzeit mit Karate anfangen. Es ist wirklich niemals zu spät mit einer guten Sache anzufangen.

Ich sage immer Karate ist für den Menschen da und nicht der Mensch für Karate. Deshalb kann jeder jederzeit mit Karate anfangen. Natürlich bringt man mit 10 eine ganz andere Beweglichkeit mit und hat somit andere Voraussetzungen. Doch andererseits haben Kinder größere Probleme mit der Aufmerksamkeit. Sie können sich nicht so sehr konzentrieren und benötigen meist länger, um eine Technik wirklich zu verstehen, wenngleich es ihnen mitunter leichter fällt, eine Technik auszuführen.

Was die Beweglichkeit anbetrifft: Ich meine, man muss nicht unbedingt zum Kopf treten können - das ist absolut nicht notwendig. Im Laufe der Zeit wird sich die Beweglichkeit durch das Training ohnehin allmählich verbessern.

Bevor man mit Karate anfängt sollte man sich natürlich zunächst die Frage stellen, was die eigenen Ziele sind.

Wenn man Karate primär als Mittel zur Gesunderhaltung und Fitness betrachtet, so meine ich persönlich, dass dieser Sport die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben mitbringt. Auch wenn man erst später im Leben mit Karate anfängt, kann man seine persönliche Fitness, die Beweglichkeit, die Ausdauer und die Kraft verbessern. Es sind letztlich diese vier letztgenannten Faktoren, die den Gesundheitszustand eines jeden ausmachen. Damit kann man dem natürlichen Alterungsprozess des Körpers entgegenwirken. Natürlich ist eine Umkehrung nicht möglich, aber es ist erwiesen, dass aktive Menschen auch deutlich länger aktiv bleiben können als Menschen, die sich aufgrund ihres Alters nichts mehr zutrauen.

Ich kenne persönlich verschiedene ältere Personen, die zum Teil erst nach Erreichen des Rentenalters überhaupt mit Karate angefangen haben und zwischenzeitlich sogar Dan-Träger geworden sind.

Karate selbst setzt keine Grenzen. Grenzen setzen sich nur die Menschen selbst, indem sie zuviele Bedenken haben, indem sie sich selbst oder anderen zu wenig zutrauen. Wer etwas wirklich will, findet immer einen Weg, seine Ziele zu verwirklichen.

Funakoshi Gichin, der allgemein als Vater des modernen Karate und Begründer des Shotokan Karate angesehen wird und zugleich auch Dichter war, hat ein berühmt gewordenes Gedicht geschrieben: "Lass die Wolken ziehen. Gehe Deinen Weg!" Besser und treffender kann man es wohl nicht formulieren.

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Bei dem sogenannten kontaktlosen Karate werden die Techniken im Kampf mit einem Partner kurz vor dem Ziel abgestoppt. Hierzu wird das eigentliche Ziel (z.B. das Kinn) nach vorn verlagert. D.h. das Ziel der Faust ist jetzt nicht mehr das Kinn, sondern kurz davor. Auf diese Weise kann ohne den Partner zu gefährden äußerst realitätsnah geübt werden. Nun mag man meinen, dass es ja ein Leichtes sei, die Techniken vor dem Ziel abzustoppen. Aber man wird dabei sehr schnell feststellen können, dass es alles andere als einfach ist. Treffen ist einfach, richtig treffen ist schwer, ein Ziel mit voller Kraft anzugreifen und die Technik mit einer sehr kurzen verbleibenden Distanz (wenige Millimeter) zum Ziel abzustoppen, ist hingegen sehr schwer und erfordert große Kontrolle und Körperbeherrschung.

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Schnelligkeit ist das Ergebnis der Fähigkeit der Muskeln in möglichst kurzer Zeit die benötigte Energie (Kraft) durch Kontraktion (Muskelanspannung / Entspannung) zur Verfügung zu stellen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kraft das direkte Ergebnis der Anspannung ist. Je entspannter die Muskeln zu Beginn der Technik sind und je stärker sie am Ende angespannt sind desto stärker ist die daraus resultierende Kraft. Man muss also lernen, seine Muskeln so vollständig wir möglich zu entspannen, um sie bei der Technik so stark wie möglich anzuspannen um daraus ein Maximum an Kraft zu generieren.

Die Schnelligkeit wiederum ist das Ergebnis der Fähigkeit die Muskeln in einer möglichst kurzen Zeit von der Entspannung zur Anspannung zu bringen und umgekehrt. Die Grund-Schnelligkeit wird vom Anteil weißer und roter Muskelfasern bestimmt, der bei jedem Menschen unterschiedlich ist. Der eine ist eben eher ein Ausdauertyp (Anteil roter Muskelfasern überwiegt), während andere ihre Stärke in der Schnelligkeit haben (Anteil weißer Muskelfasern ist größer), dafür aber weniger Ausdauer besitzen.

Trotz dieser genetisch bedingten verschiedenen Grund-Veranlagung kann man aber die Schnelligkeit in einem bestimmten Bereich trainieren. Jeder Muskel wird durch vom Gehirn ausgesendete elektrische Impulse gesteuert. Je schneller diese Impulse vom Gehirn zum Muskel gelangen, desto schneller kann der Muskel reagieren (entspannen/anspannen). Zunächst nimmt der Steuerungsbefehl des Gehirns noch viele Umwege. Er braucht länger, um an sein Ziel zu gelangen. Dies sind zwar nur Sekundenbruchteile, aber gerade im Kampfsport merkt man dies besonders deutlich.

Durch Training wird der gleiche Impuls (Steuerungsbefehl) immer wieder neu gesendet. Die Folge: Es werden neue, direktere Wege ("Autobahnen") zum Muskel aufgebaut, womit eine deutliche Verbesserung der Schnelligkeit zu erzielen ist. Dies erfordert aber fortgesetztes Training und ständige Wiederholungen der Technik.

Schnelligkeit und Reaktion gehören letztlich aber zusammen und können nicht losgelöst betrachtet werden, wobei ich der Reaktion eine grundsätzlich größere Bedeutung beimesse. Dazu kommt auch noch die Erfahrung. Je früher man eine Technik bereits im Ansatz erkennen kann, desto früher (also schneller) kann man darauf angemessen reagieren. Wer frühzeitig (oder sagen wir besser rechtzeitig) reagieren kann, hat mehr Zeit zur Vorbereitung. Man kann den Angriff bereits erwarten oder dem Angriff zuvorkommen.

Deshalb ist das Zählen im Training immer so wichtig. Es ist nicht nur bloßes Beiwerk. Man sollte immer versuchen, so rasch wie möglich auf die Zählzeit zu reagieren. Die Zählzeit sollte dabei als Ersatz für den Angriff oder die sich auftuende Lücke in der Deckung des Partners verstanden werden, auf den es zu reagieren gilt. Damit trainiert man Reaktion und Schnelligkeit in einem.

Grundsätzlich gilt: Eine möglichst vollständige Entspannung ermöglicht eine stärkere Kraftentfaltung bei der Muskelkontraktion. Zu stark vorgespannte Muskeln verhindern schnelle Bewegungen. Man muss also unbedingt darauf achten, nicht mehr Muskelspannung (Grundspannung) aufzubauen, als unbedingt nötig, um einerseits die Kraft nicht falsch einzusetzen und andererseits aber auch schnell und stark genug reagieren zu können.

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