Grüß Dich!

Du spricht von Geräteflossen, nehme ich an. Also solche, die man über die Neoprenfüßlinge zieht. Von der Blattlänge her sind die alle recht ähnlich (nicht gleich - es gibt verschiedene Systeme, wobei die Blattlänge an das System angepasst ist). Am besten ist es, wenn Du verschiedene Flossen probetauchst. Wichtiger als die Länge des Flossenblattes ist die Flossenhärte. Da würde ich für einen Anfänger etwas mittleres empfehlen. Mit sehr harten Flossen wird es am Anfang zu anstrengend sein - Wadenmuskelkater oder -krämpfe können die Folge sein. Mit sehr weichen Flossen oder sogar Splitfins kann man sich als Anfänger superschön den Tauchstil versauen, bzw. sich einen unökonomischen Tauchstil angewöhnen.

Mit meinen Mares Avanti Quattro bin ich superzufrieden. Meiner Meinung nach eine schöne Allroundflosse (ist wohl auch eine der am weitesten verbreiteten).

Ach ja, von aqualung gibt es noch die Flosse "Slingshot", bei der man die Härte wie bei einer Gangschaltung verstellen kann. Das mag verführerisch klingen, allerdings fand ich die Flosse nicht sonderlich komfortabel. Für einen Anfänger ist sie definitiv nicht das Geld wert.

Vielleicht hab ich Deine Frage ja auch völlig falsch verstanden, dann frag nochmal nach. :)

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Was verstehst Du unter "Anfänger"? Wenn Du das erste mal mit Gerät tauchst? Nachdem Du Deinen ersten Kurs gemacht hast? Oder wenn Du maximal 20 Tauchgänge hast?

Du solltest immer Deiner Ausbildung entsprechend tauchen. Je nach Organisation gelten unterschiedliche Tiefen. PADI, eine der größeren und bekannteren Organisationen, empfielt für Tauchanfänger (OWD-Kurs) eine maximale Tauchtiefe von 18 Metern.

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Das ist im Prinzip nur abhängig von den jeweiligen Landesgesetzen.

In Deutschland kannst Du nach Deinem ersten Tauchkurs Ausrüstung im Laden leihen und gefüllte Flaschen bekommen und dann loslegen.

Andere Ländergesetze verlangen, dass immer ein Diveguide mit kommt (CDWS in Ägypten), wobei auch das häufig umgangen wird.

Die Frage ist aber eine ganz andere: Nach wieviel Tauchgängen bist Du so sicher und gut ausgebildet, dass Du ein Problem, das unter Wasser bei Dir oder Deinem Buddy auftauchen kann, kompetent lösen kannst, ohne Deine oder seine Sicherheit zu gefährden?

Und dafür reicht ein einzelner Kurs nicht aus.

Andererseit ist die Anzahl der Kurse kein Zeichen für eine gute Ausbildung.

Am besten ist es, wenn Du Deinen Kurs über den Verein deutscher Sporttaucher (VdSt) machst, dort wirst Du sehr gut ausgebildet und kannst gut abschätzen, wann Du ohne Guide losziehen kannst.

Viel Spaß!

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Nun, von Mares gibt es ja nicht nur eine Art Geräteflossen, sondern unglaublich viele.

Ich selbst verwende seit Jahren die Plana Avanti Quattro und bin total zufrieden. Mir gefällt der mittlere Härtegrad und auch die Art, wie die Flosse sich in sich bewegt passt gut zu meinem Tauchstil.

Mein Buddy kommt damit gar nicht klar, er hat die Mares Rapida (so eine Art knallharte Frühstücksbrettchen ... ;-) ) und ist damit super zufrieden.

Das Schnallensystem von Mares ist nicht so toll. Du kannst mit einem Schieber die Schnallen "abschließen", wodurch Du die Schnallen nicht so schnell aufbekommst, wenn es sein muss. Aber das hab ich sehr bald gegen metallene Stringstraps (oder wie die Dinger heißen) ausgetauscht.

Der einzige Nachteil: Wenn Du auf einem Boot oder so mit den Avanti Quattro ankommst, dann merk Dir gut, welches Deine sind, da ca. 80% der Taucher (nach meiner Erfahrung) mit dieser Flosse tauchen.

Wenn möglich, dann tauch ein paar Flossen Probe. Vielleicht ist die Volo Power eher was für Dich (ebenfalls von Mares) oder sogar die Aqualung Slingshot http://www.sportlerfrage.net/frage/wer-kennt-die-flossen-von-aqua-lung-slingshot oder vielleicht kommst Du am besten mit Vollgummi Splitfins zurecht.

Probier es aus!

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Reiner Sauerstoff wird beim Gerätetauchen nur an der Oberfläche verwendet, wenn z.B. ein Dekompressionsunfall vorliegt.

Beim normalen Gerätetauchen wird mit Pressluft getaucht (21% Sauerstoff, 78% Stickstoff), es gibt jedoch auch Nitrox, bei dem der Sauerstoffanteil erhöht wird (normalerweise zwischen 32 und 36%, bei Tieftauchgängen innerhalb des technischen Tauchens mit verschiedenen Atemgasen auch mal höhere Mischungen). Atemgase mit einem höheren als 21%igen Anteil an Sauerstoff sind in geringeren Tiefen giftig, als normale Pressluft.

Da ich gerne tief tauche, tauche ich am liebsten mit Pressluft.

Wenn ich allerdings weiß, dass der TG nicht unterhalb von z.B. 25m geht oder wenn ich mehrere TG am Tag vorhabe, dann verwende ich gerne Nitrox (im Falle der mehrfachen TG dann bei den Wiederholungstauchgängen), um die Stickstoffeinlagerungen und damit die Gefahr eines Dekompressionsunfalls möglichst gering zu halten.

Schnorcheln ist schön, keine Frage. Aber es ist mit Tauchen ebensowenig zu vergleichen, wie ein gemütlicher Sonntagsspaziergang mit einer Tageswanderung.

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habakuktib ist in allen Punkten zuzustimmen.

Die beiden großen Tauchzeitschriften auf dem deutschen Markt sind "tauchen" und "Unterwasser". Du kannst Dir von beiden mal ein Mini-Abo gönnen, bekommst dazu evtl. noch ein kleines Goodie und hast erstmal beeindruckend viel Papier in der Hand, was ja für eine Menge Berichte spricht. Leider zahlst Du hauptsächlich für Werbung, mehr als 50%, wobei das im zweiten Teil gar nicht mehr versteckt wird, da steht kein Bericht mehr, da folgt eine Werbung auf die andere.

Ich hab die "tauchen" sogar 2 Jahre lang durchgehalten und dann festgestellt, dass ich jetzt alle Reviere zumindest der Beschreibung nach kenne, die dort besprochen werden (Malediven, Thailand, Rotes Meer). Beide gleichen sich ziemlich, bei beiden ist jede neu vorgestellte Technik super und perfekt (ich hab nie einen negativen Bericht über irgendeinen Ausrüstungsgegenstand gelesen), sprich: völlig nichtssagend.

Die "Unterwasser" ist in meinen Augen noch etwas schlechter, als die "tauchen", da sie noch platter geschrieben ist, deutlich polemisiert und gerade im Berech Biologie schlicht falsch ist.

Wenn Du auf die reinen Berichte über verschiedene Gebiete und Basen aus bist, dann empfehle ich Dir die Datenbanken von www.taucher.net

Für Deutschlands Seen halte ich w w w.200bar.de für am informativsten, darüber hab ich schon so manchen Deutschland-Tauchurlaub geplant.

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Gib dem Kind die Möglichkeit, verschiedene Sportarten auszuprobieren. Macht mal einen Monat Judotraining, einen Monat Capoeira, einen Monat Fußball, einen Monat schwimmen - und dann kann sie immer noch entscheiden, mit welcher Sportart sie anfangen möchte (ich tippe auf Capoeira ... das Kindertraining macht einfach jedem Kind Spaß).

Ob sie später noch weitere Sportarten macht, das überlässt Du ihr am besten selbst. :-)

Außerdem ist es wirklich gut, wenn ein Kind erstmal mit einem Mannschaftssport beginnt und nicht gleich mit einem Einzel(kämpfer)sport.

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Nachttauchgänge macht man am besten an Tauchplätzen, die einem auch von "normalen" Tauchgängen her bekannt sind.

Man sollte nicht sonderlich tief gehen, ein Nachttauchgang bis 15 Meter ist vollkommen ausreichend.

Zusätzlich zur normalen Ausrüstung hat man eine starke Hauptlampe dabei und mindestens eine kleine Backup-Lampe. Der Tauchcomputer + Kompass sollten gut abzulesen sein bzw. über eigenes Licht verfügen.

Der Taucher muss die internationalen Tauchzeichen für Nachttauchgänge (bzw. mit der Taschenlampe) beherrschen.

Niemals allein auf einen Nachttauchgang gehen!

Sicherer Umgang mit dem Kompass ist wichtig, da auch ein völlig bekanntes Riff Nachts ganz anders aussieht (allein schon wegen der Korallen, die nun ihre ganze Pracht zeigen).

Die größte Gefahr liegt eigentlich daran, dass man seine Tiefe falsch einschätzt, daher ist eine ständige Kontrolle wichtig. Außerdem kann es sein, dass man aufgrund der geringen Sicht eher Panik bekommt.

Ich selbst kann Nachttauchgänge nur empfehlen - es ist einfach wunderschön und wirklich eine besondere Erfahrung.

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Typische Fehler (nicht nur von Anfänger): Sich selbst überschätzen, Strömung unterschätzen, sich nicht an die Tauchplanung halten, zu lange zu tief; Ausrüstung nicht dem Tauchgang angepasst.

Gut ist das Buch "Divers Down" von Ange zum Thema Tauchunfälle.

Du kannst auch mal auf der Seite www.taucher.net in den Unfallberichten blättern.

Radfahren und Autofahren ist auch gefährlich - wenn man sich nicht an die Regeln und die allgemein einsichtigen Sicherheitsregeln hält.

:-)

Viel Spaß!

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Hallo!

Es gibt verschiedene "Tricks", wie der Druckausgleich besser gelingt: Aufrechte Position, Kopf etwas in den Nacken, dann den Druckausgleich versuchen (Nase zuhalten und vorsichtig dagegen atmen). Es gibt viele, die z.B. über Kopf keinen Druckausgleich hinbekommen.

Und fang frühzeitig mit dem Ausgleich an - nicht erst in 2 Metern Tiefe, sondern schon 50 cm unter der Wasseroberfläche und dann ganz häufig, sodass sich nie so viel Druck aufbaut.

Es ist allerdings auch möglich, dass jemand einfach nicht in der Lage ist, einen Druckausgleich durchzuführen (etwa weil mit den Eustach'schen Röhren was nicht stimmt).

Wenn Du es noch nicht gemacht hast, dann lass das von einem HNO-Arzt, der auch Taucharzt ist, checken. Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung brauchst Du ja eh. :-)

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Capoeira ist genial! Zur Selstverteidigung eignet es sich bedingt, einige Tritte kann man sicherlich verwenden. Außerdem lernt man Aufmerksamkeit und enorme Körperbeherrschung.

Es gibt Capoeira Angola, das ist eher langsam und findet am Boden statt - dies ist die ursprüngliche Form des Capoeira.

Capoeira Regional ist deutlich schneller, wird höher gespielt, Tritte, Sprünge und eine Menge Akkrobatik bestimmen das Spiel.

Mir gefällt die Einheit von Bewegung, Gesang und Musik - vollkommen elektrisierend. :-)

Geh einfach mal zum Probetraining in einem Verein in Deiner Nähe!

Hier ist ein g.eiles Video einiger echter Cracks:

http://www.youtube.com/watch?v=Uv-WMFWpjo0
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Das kommt vermutlich auf Deine Spielweise an.

Pool wird deutlich härter gespielt, dementsprechend wird die Pomeranze deutlich härter belastet - und das Leder wird glatter. Den recht harten Anstoß solltest Du nicht mit Deinem guten Snookerqueue machen - der ist nun wirklich etwas heftig ...

Sprich: Im Prinzip spricht nichts dagegen, aber wenn Du hauptsächlich Snooker spielst, dann musst Du überlegen, ob Du Dir die Pomeranze wirklich mit Pool versauen willst. Ich spiel mit meinem Queue wirklich nur Snooker und greife bei Pool dann lieber auf die Hausqueues zurück.

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Fitpro hat völlig Recht - zumindest laut Herrn Zabel im Film "Höllentour": Mit den rasierten Beinen soll zum einen verhindert werden, dass bei einem Sturz noch Haare in die Wunde kommen und zum anderen und vor allem, dass beim abendlichen massieren die Haarwurzeln verletzt werden und sich entzünden.

Du kannst Dir Deine Beine aber trotzdem rasieren - vielleicht bringt es Dir einen psychologischen Vorteil. :-)

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In Deutschland gibt es keine gesetzliche Beschränkung (wie z.B. in Ägypten 30 m).

Jedoch gilt die Faustregel: So tief, wie es Deine Ausbildung erlaubt.

Wenn Du Deinen Anfängerkurs bei PADI machst, dann ist die Tiefe bei 18 m gedeckelt. Erst nach dem Fortgeschrittenenkurs (AOWD) darfst Du auf 30 m).

Bei CMAS tauchst Du ab dem ersten Kurs bis auf 40 m - der internationalen Grenze für's Sporttauchen (darunter fängt das technische Tauchen an).

Ganz wichtig: Immer zu zweit tauchen, nie tiefer als die Ausbildung erlaubt und immer orientiert an demjenigen, der am "schwächsten" im Team ist.

Viel Vergnügen und immer gut Luft! :-)

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Nein, nicht nur schwimmen. :-)

Wenn Du die Möglichkeit hast, dann schnorchel zum Training, um die Wadenmuskulatur zu trainieren. Radfahren bringt auch ein bisschen was, trifft aber nicht exakt die komplette Muskulatur.

Wenn Du Dein Gerödel selbst trägst, dann ist außerdem die Rückenmuskulatur extrem wichtig.

Du weißt schon: Die beiden Filetstückchen direkt längs der Wirbelsäule. Durch Liegestütze bekommst Du das ein bisschen hin, allerdings solltest Du Dir noch ein paar direkte Trainingseinheiten für diesen Muskel besorgen.

Viel Spaß - und: Nach drei Tagen Tauchen ist der Muskelkater auch wieder erträglich.

:-)

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Guten Morgen. :-)

Das normale konservative Tauchprofil ist: Abtauchen zum tiefsten Punkt des Tauchgangs, dort eine Weile bleiben und dann langsam wieder nach oben (entweder kontinuiertlich oder als Multileveltauchgang - also z.B. 10 Min. auf 30m, 10 min auf 20m, 10 min auf 10m), um mit dem Sicherheitsstop auf 5m den TG zu beenden.

Wenn dies innerhalb der Nullzeit geschieht, dann sättigt der Körper wenig Stickstoff auf und die Gefahr einer Dekompressionserkrankung sinkt enorm.

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Beim Jojo-TG ist das anders: Hier wird wiederholt eine größere Tiefe aufgesucht. Bspl: Abtauchen auf 30m, dann an einem Tischkorallenfeld ansteigend auf 10m. Anschließend einem Napoleon auf 25 folgend, um dann fix zum Steinblock mit der Muräne auf 7m zu kommen. Anschließend herunter zur Gorgonie, um in 35m Tiefe ein paar Lanabübas zu sehen - und wieder hoch, weil oben scheinbar eine Schildkröte ist.

Auf und ab, auf und ab - potentiell tödlich. Denn wie bei einer Coca Cola Flasche, wird die Gasaufsättigung extrem vorangetrieben. Lässt Du bei der Colaflasche jetzt den Druck ab (Deckel auf), dann perlt das in der Flüssigkeit gelöste Gas spontan aus und es kommt zur Riesensauerei. Bei einem Jojo-TG ist es ähnlich: Extreme Aufsättigung mit Stickstoff, welcher nicht langsam wieder abgegeben wird, sondern immer wieder zwischen Abgabe und weiterer Aufnahme schwankt. Das Risiko hierbei eine Dekompressionserkrankung zu erleiden ist enorm hoch.

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Also: Lieber im Vorfeld eine vernünftige TG-Planung mit konservativem Profil, um einen Jojo-TG und damit der Gefahr einer Dekompressinserkrankung aus dem Weg zu gehen. :-)

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Mit dem Schleppzeiger wird die maximal erreichte tatsächliche Tauchtiefe angezeigt.

Dies ist zum einen wichtig, damit Du auch unter Wasser anhand Deiner Tabelle Deine Nullzeit ausrechnen kannst - denn die tatsächliche maximale Tauchtiefe weicht leider manchmal von der geplanten maximalen Tauchtiefe ab, wodurch sich das mögliche Tauchprofil verändert, wenn Du innerhalb der Nullzeit tauchen möchtest und keine Dekopausen einlegen willst.

Weiterhin ist dies bei Tauchunfällen wichtig - so können die Retter auf die max. erreichte Tauchtiefe schließen und evtl. ihre weiteren Aktionen darauf einstimmen.

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Wenn Du mit einem Tauchcomputer tauchst, dann dient der Tiefenmesser mit Schleppzeiger nur der Redundanz. - Ein mechanisches Instrument neben dem elektronischen.

Lieben Gruß, Baiana :-)

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Guten Morgen!

Die Anzahl der Tauchgänge ist natürlich abhängig vom jeweiligen TG-Profil (und auch ein bisschen von Deiner Konstitution).

Inklusive Early-Morning Dive und Nachttauchgang scheinen sich diejenigen, die das No Limit extrem ausnutzen, 5 x am Tag zu versenken.

Ich persönlich halte das für deutlich zuviel, wenn man es ein paar Tage hintereinander macht (das wird Dir Dein Tauchcomputer vermutlich bestätigen), da der Körper keine Gelegenheit mehr hat, den Stickstoff komplett abzubauen.

Wenn Du mit 3 TG am Tag rechnest und davon einen als Night- oder Early-Morning-Dive, dann sollte das deutlich sicherer sein.

Besten Gruß,

Baiana

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