Abseilen mit hms?

3 Antworten

stimme allen Kommentaren zu, der Hauptnachteil krangeln kann etwas dadurch entschärft werden dass man die beiden Seilstränge (über und unter dem HMS) möglichst parallel führt - also nicht mit der Bremshand nach unten sondern über dem Karabiner. Erfordert allerdings sichere Handhabung und eine ziemlich Verrenkung... Weiteres Problem ist dass Hintersicherung mit Prusik die ich immer verwenedn würde das ganze noch schwer erschwert. Ergo: HMS-Abseilen nur wenn es sein muss. Abenteuervarianten wie Dülffersitz und Abseilen mit "Körperreibung" und ohne Karabiner würde ich nur bei entsprechendem Training verwenden, empfehlen ganz sicher nicht (u.a. weil keine Hintersicherung mit Prusik möglich, und was machst du bei "Stein auf Schädel" oder sonstigem unkontrolliertem Auslassen des Seils?).

Laut den Stichworten gehe ich davon aus, dass es um Abseilen beim Klettern geht. Geklettert wird heutzutage mit Klettergurt bzw. Kletter- mit Brustgurt. Dadurch ist schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit geschaffen, sich mit HMS plus Abseilachter, ATC, Grigri etc. abzuseilen.

Das Abseilen mit Halbmastwurfsicherung im HMS (aber ausschließlich mit sog. Safelock-Karabinern und nicht mit den klassischen Dre- oder Twistlock-Schraubern) ist zwar zur Not möglich, sollte jedoch wegen der Öffnungsgefahr des Karabiners, der Krangelbildung und der Belastung des Materials nur angewendet werden, wenn keine Hilfsmittel, wie oben genannt zur Verfügung stehen.

Kletterschluss, Dülfersitz, Karabinersitz: bei einer Einseillängenkletterei vielleicht mal spassig aber im alpinen Gelände bei Mehrseillängentouren nach heutigen Maßstäben für den Hobbykletterer unverantwortlich.

Also Tipps, die Deine Sicherheit betreffen, gebe ich nicht über das Internet.

Ein Vorteil des HMS (egal ab zum sichern oder abseilen) ist es, daß Du kein anderes Gerät dafür benötigst (zum Beispiel nach dem Verlust eines Sicherungsgerätes in einer Tour). Nachteil : Es reibt Seil auf Seil und kann zum krangeln führen.

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