Frage von delightone, 1.605

Keine Abnahme trotz Kaloriendefizit - Warum?

Hallo zusammen,

ich bin ziemlich deprimiert, da ich die letzten 4 Wochen meine Kalorien gezählt habe.. Undzwar recht genau gezählt. Mit dieser Methode habe ich schonmal 7 Kilo verloren, daher wusste ich eigenlich, dass es klappt. Nun, es kalppt doch nicht :( Ich war immer im Defizit bis auf 4-5 Tage. Da war ich sonst normal, also 100% und nur 1-2 habe ich leider mehr gegessen. Nunja, aber sicher nicht so viel, wie viel ich vorher eingepart habe.

habe mich immer um ca. 62 Kilo bewegt und seit drei Tagen sind es 63 :( Ich habe also rein gar nichts abgenommen! Ich mache zusätzlich regelmßig sport (3-4mal die Woche Ausdauer & Krafttraining)

An meinem Körper hat sich jetzt auch nicht wirklich was verändert. Es ist alles gleich. Was mache ich nur Falsch :( Es hat doch schon einmal so gut geklappt, wieso passiert jetzt überhaupt nichts.. Das nimmt mir echt die Motivation, ich weiß nicht, was ich noch tun kann...

Wisst ihr was, womit ich wenigstens einen gesunden kleinen Abnehm"boost" hinkriege, womit ich zumindest 61 wiege und somit schon gleich motivierter wäre..

Eckdaten: 21 Jahre, weiblich, 155cm, 63kilo!!!

Antwort
von Setpoint, 1.134

Es gibt viele Gründe warum das Gewicht bzw der Kfa stagniert.


Plateaus sind normal u. dienen der Stabilität, Kfa Verringerung  geht nicht  linear vonstatten.

-Wie hoch ist denn der KFA?

je niederiger der KFA desto schwieriger ist der Fettabbau.

-Der Energiebedarf  durch Sport wurde überschätzt.

-Die Energiezufuhr wurde unterschätzt

-Das Tracken der Makros wurde nicht richtig durchgeführt. (zB Trockengewicht verwenden)

-Der Gesamtenergiebedarf wurde mit abnehmenden Gewicht nicht angepasst.

-Das Energiedefizit war zu gross oder aber auch zu klein u. somit

nicht vorhanden.--->kein Energiedefizit dann kein Fettverlust



-Du warst bisher zu  lange im  grossen Kaloriendefizit dh zunächst   eine  Diätpause einlegen (Erhaltungskalorien zuführen) damit sich der Stoffwechsel wieder normalisiert) weil jede ( besonders lange, harte Diäten  Stresshormone freisetzt,  die dann langfristig zur Stagnation führen.





- wurden Refeeds (Erhaltungskalorien durch KH ) durchgeführt?




- generelle Bewegungsaktivität im Alltag geringer geworden ?



- Wassereinlagerung maskiert oft den Fettverlust bes. durch Stress



-Fehler beim messen des KFA



Ist dir öfters kalt? Kälteintoleranz deutet in die Richtung eines adaptierten Stoffwechsels hin.



Wie bist du bisher genau vorgegangen? Low Carb oder NUR Kalorientracken usw ?



Hast du genügend Protein u. (stärkefreies) Gemüse zugeführt?



Ohne genaue Angaben deines Ernährungsverhaltens kann man nur ins Blaue spekulieren.



Führe 10 Wochen eine Low Carb durch ( über Gemüse u. Reis den Kohlenhydratanteil (zunächst 150 g/Tag ) decken.ansonsten absolut keinen Zucker!!!

Führe zB am Wochenende an einem Tag deine Erhaltungskalorien durch eine Erhöhung der KH zu!

Proteine ausreichend (max 2 g/kg) zuführen, dies ist essentiell um den Muskelabbau zu verhindern.

Ausreichend Wasser zuführen um die Nieren zu entlasten!!

Ein kurzes intensives  Krafttraining (6 bis 10 RM bei GÜ) durchführen.

bei wewewe.fddb kannst du  kostenlos ein Ernährungstagebuch führen.

und siehe hier--->



-Schilddrüsenwerte ok???  andere Erkrankungen auszuschliessen?



Gruss S

Antwort
von Pistensau1980, 981

So funktioniert das nicht, du kannst nicht an einem Tag 500 kcal zu wenig zu dir nehmen und dafür am nächsten Tag 500kcal zu viel und erwarten, dass sich das ausgleicht. Generell solltest du auch nur ein leichtes Kaloriendefizit halten und dich eiweißreich ernähren. Kraft- und Ausdauersport sind schon mal richtig, das solltest du auf jeden Fall weitermachen.

Leider war es früher mal ein Vorteil, dass der Körper in Zeiten mit wenig Energie in einen Sparmodus gehen konnte. Das war damals ein Überlebensvorteil und wurde dann natürlich über die Evolution verstärkt. Das bedeutet, dass der Körper zuerst alles verbrennt, was Energie braucht (Muskelmasse), um den Grundumsatz zu senken. Und weil ja vielleicht einen Hungersnot drohen könnte, wird alles in Form von Körperfett anlegt. Du erreichst durch ein zu hohes Kaloriendefizit also das Gegenteil von dem, was du erreichen möchtest, du baust Muskelmasse ab und der Körperfettanteil steigt. Wenn du wieder normal isst, hast du einen Kalorienüberschuss, der dann weiter in Form von Körperfett angelegt wird. Diesen Mechanismus nennt man allgemein Jojo-Effekt und wegen dem sind Diäten auch nicht zielführend um langfristig abzunehmen.

Was du tun musst, ist deine Ernährung dauerhaft umzustellen. Wie gesagt, eher eiweißreich aber ausgewogen und gesund und du solltest nur ein sehr geringes Kaloriendefizit halten. Und lass dir Zeit, das wird nichts was du in den nächsten Wochen siehst und du wirst nächsten Sommer dann noch nicht die Bikinifigur haben. So etwas dauert Jahre, zugenommen hast du ja auch nicht über Nacht.

Antwort
von wurststurm, 901

Je grösser das Übergewicht desto einfacher das Abnehmen. Mit 7kg Übergewicht reicht schon eine ausgeglichene Kalorienbilanz fürs abnehmen. Mit 3-4kg brauchst du schon eine negative Bilanz und wenn du kaum Speck auf den Rippen hast brauchst du schon ein deutliches Minus, um überhaupt abzunehmen. Es reicht also nicht dein bisheriges Essverhalten einfach weiter zu führen, du müsstest dein Konzept jetzt überdenken und neu justieren. Und du musst bedenken, jetzt wird jedes Kilo deutlich schwieriger abzunehmen (weil das Minus viel grösser sein muss) und es wird viel schneller wieder raufkommen, wenn du mal nachlässt. Wenn du dich unter deinem Standardgewicht bewegst wird jedes sporadische  Kalorienplus zur Zunahmefalle.

Antwort
von ManfredBodyKey, 791

Hallo,

Abnahmen kannst du nur wenn du deinen Ernährungstypen kennst.. Also bist du ein Eiweißtyp...oder Kohlehydrat-Typ?...oder Mixtyp...Alles andere sind nur ein Testen was geht....was nicht.. und Frustiert dich noch mehr, weil es nicht funktioniert....

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