Frage von Leon069, 48

Sprints im Sand

Huhu,

da ich jetzt 2 Wochen Ferien habe, wollte ich meine Schnelligkeit trainieren und das im Sand. Zusätzlich habe ich einen Kollege gefragt, der früher American Football gespielt hat und hat mir n paar Tipps gegeben.

Mein "Trainingsplan": 3 x 10 Sprints im Sand (Sandgrube ist ca. 30m lang) 5 x 30sek tippeln und die Final runde 1 x bis zum umfallen

Dies habe ich heute mal getestet, ist recht hart... :-) Auch hat er mir Empfohlen, falls ich Gewischte habe diese mit einzupacken. Ja, ich habe Gewischte für mein Fuß, die man um die Gelenke tun kann.

Ist diese Einheit effektiv? Habt Ihr noch weitere Tipps für mich?

PS: Nach den Ferien ist dann nicht schluss mit Training, nur wird das dann auf jeden 2ten Tag verschoben, da ich ja auch noch normales Training habe :-)

Hoffe auf schnelle und hilfreiche Antwort, liebe grüße Leon (14 Jahre)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wiprodo, 41

Zum „Trainingsplan“: Sprints im Sand haben nur dann einen Effekt auf die Steigerung der Sprintgeschwindigkeit, wenn sie mit maximaler Schrittfrequenz und maximaler Intensität ausgeführt werden. Ob du da mit 30m auskommst (s. wurststurm!)? Und das 3 x 10??? Das sind 30 maximale Kurzsprints am Tag! Und das im Sand! Und das noch mit Gewichten an den Füßen!??! Und dann noch 5 x 30sek „tippeln“ – was immer du darunter verstehst! Und noch eine Runde bis zum Umfallen! Um die Sandgrube herum?? Nun letzteres kann ja nicht so viel sein!!?? Aber immerhin willst du diese Trainingseinheit offensichtlich jeden Tag abliefern, einschließlich Aufwärmen, Auslaufen und Dehnen! Dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du jeden Tag ein bisschen (oder zunehmend) lahmer wirst. Ich meine von wegen: „…Ist diese Einheit effektiv?...“.

Nein! Ist sie nicht! Statt dessen benötigst du zwischen den einzelnen Kurzsprints Zeit zur nahezu absoluten Erholung, damit die Bewegungskoordination nicht leidet und du, wie schon gesagt, nicht lahmer wirst. Dagegen hilft auch keine bewusste Einflussnahme auf die Bewegungsabläufe (von wegen „hohe Knie“, „Armeinsatz“…). Du solltest
- den Trainingsumfang reduzieren,
- auf ausreichende Erholung achten und zwar sowohl zwischen den einzelnen Läufen als auch zwischen den Trainingseinheiten,
-nicht bewusst in die Bewegungsabläufe eingreifen, sondern dich spontan bewegen,
- hin und wieder Kurzsprints (maximale Geschwindigkeit, maximale Schrittfrequenz) auf festem Boden, etwa auf einem glatt gespülten Sandstreifen, ausführen!

Kommentar von Leon069 ,

Huhu, danke für deine schnelle Antwort!

Das ich also jetzt nicht nur im Sand tätig bin und auch mal festen Untergrund habe, änder ich das ein wenig: 2 x 10 sprints im Sand 5 x 30sek tippeln (auf der stelle schnell tippeln!!) 2 x wechselsprints (d.h.: alle 5meter ein Hütchen - insgesamt 5 Hütchen (Rasenplatz), dann zum 1ten rennen und zurück, zum 2ten rennen und ganz zurück, zum 3ten renn und zurück usw.) Oder soll ich stattdessen Diagonalläufe einbauen? (dort fange ich auf dem Rasenplatz an der Eckfahne an, bis zur anderen Eckfahne locker joggen und quer über den Platz rennen, dann normal zur Eckfahne joggen und dann wieder quer über den Platz rennen... Es wird aber nur eine Hälfte des Platzes benutzt!)

Was sagst du dazu? Werden nun mir mehr Zeit für die Pausen nehmen, danke für den Tipp! :)

Antwort
von wurststurm, 33

Sprints im Sand sind sehr gut und auch effektiv, Leichtathleten trainieren auch am Strand. Allerdings sind 30m dafür kaum ausreichend, das sollte schon länger sein, damit man mit An- und Auslauf so auf 30-40m Sprints kommt. Eventuell ist da ein Wiese doch besser?! Denk dran immer vorher aufzuwärmen (z.B. 10 Minuten einlaufen) und nicht irgendwie zu laufen sondern mit guter Lauftechnik, also aufrecht, hohe Knie, ausschliesslich Vorfuss, Armeinsatz, gerade. Anschliessend auslaufen und dehnen nicht vergessen.

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