Frage von Dino111,

sprinten vs laufen : belastung

was stellt eine höhere belastung für passive strukturen wie gelenke und knochen dar ?

beim sprinten ist zwar die geschwindigkeit viel höher, da man aber auf zehenspitzen unterwegs ist wird ja einiges an kraft die auf die knie wirken durch die wadenmuskulatur kompensiert (so habe ich es einmal gelesen)- und man ist auf weicher tartanbahn, insgesamt liegt der umfang in nur wenigen hundert metern bei einem sprinttraining.

beim joggen wird ja über die ferse abgerollt, zudem wird oft auf asphalt gelaufen, und das relativ monoton über mehrere kilometer, die geschwindigkeit ist aber deutlich geringer

da frag ich mich was schonender ist ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Joousy,

hey- sprinter und läufer trainieren komplett anders( obwohl vielen Läufern sprinttraining mal gut tun würde.;-) der sprinter versucht, seine Muskulatur im optimalen Zustand zu halten und zu trainieren, während der läufer sein Herzkreislauf und Stoffwechsel mehr beanspruchen will und zuweilen auch mal in einen katabolen(kurzfristig) kommen kann.

Für mich ist klar : ein Langstreckenläufer hat mehr Belastung auf Gelenke als ein Sprinter. Beim Läufer würde ich noch unterscheiden zw. einer trainiert gezielt mit verschiedenen Trainings, Laufschule(vorfuss!!), Krafttraining- sowie ein anderer frisst 'nur' möglichst viel Kilometer was ihm leistungsmässig nix bringen wird und die Defizite werden sich auf die Gelenke auswirken..!!!! Ein guter 'jogger' wird also nicht ständig über Ferse rollen sondern gefälligst Techniktraining mit Vorfuss /mittelfuss sowie Stabiübungen und über Waldwege laufen!!!

Der Sprinter hat hier weniger Probleme, weil die Kraft erste Voraussetzung ist für die Schnelligkeit! ein sprinter läuft immer AKTIV¨! und Vorfuss deshalb geht die Belastung viel mehr in die Muskulatur, ausserdem braucht der weniger Kilometer, sondern Kraft, Schnellkraft, technik , beweglichkeit usw. er kann jedoch von intensivem krafttraining Gelenkschmerzen haben, die jedoch nicht langfristig problematisch sind.. Ein Läufer, der viel trainiert, falsch trainiert, eintönig trainiert, nicht an seinem LAUFSTYLE arbeitet, der wird schleichendem Verschleiss der Gelenke konfrontiert sein. Deshalb und nicht nur deshab- weil die leistung bei Streckenläufern, die Technik trainiern, auch viel bessere Zeiten generiert- sag ich immer wieder: Laufen ist nicht nur Laufen, sondern : Laufschule, technik, Krafttraining, Beweglichkeit; Lockerheit, fliessende, rhytmische Bewegungen, Mentaltraining, Gymnastik, ERHOLUNG!!!!! usw.. wenn einer dies alles einbaut in sein Training, wird er normalerweise keine Gelenkprobleme haben, Laufen kann im Gegenteil die Gelenke stärken, auch die passiven Strukturen brauchen Reize, damit sie stark werden. Dies sollte einfach kontinuierlich aufgebaut werden, mit der nötigen Regeneration, dann hat ein Läufer viel bessere Gelenke als manch anderer...

beim sprinter vermutet man die schnelligkeit der Bewegung, die in die Gelenke geht...normal nicht - weil der sprinter keine übermässige belastung auf seine Gelenke bringt, aktiv, kraftbetont... Was bezügl. maxbelastung weit mehr Probleme gibt sind zb: Weitsprung, Dreisprung, Speerwurf, hochsprung, kugelstossen, Discuswurf...die haben eine maximale(über-)lastung auf Gelenke, weil diese Kraft, die dabei anfällt, kann kaum muskulär vollständig gehalten sein, die Energie ist so gross, die auf ein Gelenk wirken kann, dass eine Schädigung möglich ist!!¨ so das war recht viel, ist halt mein Gebiet..:-)

Kommentar von wurststurm ,

Exzellent.

Antwort
von LLLFuchs,

Hallo Dino!

Bis 10 km kann man auch als Hobbyläufer den Vor- oder Mittelfusslauf praktizieren. Wenn man dann noch die Chance hat auf Waldwegen und Naturstrassen zu laufen, dann kann man die Grundlagenausdauer sehr schonend trainieren. Es stellt sich halt die Frage: Was ist der Zweck Deines Trainings?

Ich will mir zum Besispiel im Sommer eine gute Grundlagenausdauer erarbeiten. Damit ich möglichst täglich trainieren kann, richte ich mich nach den Grundsätzen des Polarisierten Trainings. Bei dieser Trainingsform werden die Glykogenspeicher weniger entladen und man hat so den besseren Trainingseffekt. Das heisst, ich plane pro Woche 2 intensive Einheiten mit Intervallen unterschiedlicher Länge. In einer Einheit laufe ich z.B. 20 x 15 Sekunden in der zweiten vielleicht 4 x 900 Meter. Diese Woche waren es 10 x 250 m Rollski klassisch leicht ansteigend und ein Fahrtspiel mit 11 intensiven Belastungen. Der Rest des Trainings ist im GA1 Bereich und sehr polisportiv. Die Abwechslung ist für mich auch auch sehr wichtig.

Wenn ich laufen gehe, dann wenn immer möglich im Wald, auf Vor- und Mittelfuss. Es sei hier aber angemerkt: Dieser Laufstil muss sorgfältig aufgebaut werden. Es besteht nämlich das Risiko, dass es im Waden- Achillessehnenberiech zu Problemen kommen kann!

Viele Grüsse LLLFuchs

Kommentar von Dino111 ,

danke für deine antwort- aber mir geht es mehr um die biomechanische und physikalische perspektive zwischen diesen belastungsformen auf die muskeln und gelenke, und nicht die belastung für den energiestoffwechsel

Kommentar von LLLFuchs ,

Nun diese Antworten sind im obigen Beitrag (wohl etwas versteckt) enthalten. Ein Sprinttraining stellt für Gelenke, Bänder Sehnen und Muskulatur eine höhere Belastung dar. Das heisst, man muss erst die Voraussetzungen für ein solches Training schaffen.

Joggen auf weichen Waldwegen ist dagegen weniger gelastend.

Punkto Verletzungen ist das Laufen auf unebenen Wegen jedoch risikobehafteter.

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