Frage von Bakerman, 198

Welchen Kampfspott/Kampfkunst machen? Welcher Kampfsport hat eine geringe Verletzungsgefahr?

Hallo, ich möchte mal gerne eine Kampfkunst/Kampfsport ausprobieren.

Zu mir: Ich laufe relativ viel 50-60 km in der Woche und mache Fitness, ca. 3x die Woche. Ich suche jetzt nach einem Kampfsport, der sich damit gut verbinden lässt und bei dem das Risiko sich eine Verletzung zu holen, die mich in den anderen Sportarten behindert, gering ist.

Ich habe mir Capoeira überlegt, allerdings lese ich hier von viele Sprungelenksverletzungen / Zerrungen etc. und das würde dem Laufen leider sehr im Wege stehen. Boxen hat mir zu viel Kontakt. Aikido wäre eventuell eine gute Kampsport-Art, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob mir da nicht die "Aktion" fehlen würde.

Habt ihr vielleicht eine andere Idee für einen Kampfsport, der zu mir passen würde? Danke im Voraus!!!

Antwort
von Sasori, 198

Hallo,

"nicht zu viel Kontakt" und "wenig Verletzungsgefahr".

Aber "Kontakt" kann unterschiedlich sein. Ist dir Boxen zu viel wegen dem Schlagen, kann es trotzdem sein, dass dich Griffe weniger stören. Was ist also mit Brazilian Jiu Jitsu oder Grappling? Ist technisch sehr interessant und anspruchsvoll. Gleichzeitig kannst du die Techniken langsam und rücksichtsvoll ausführen und damit das Verletzungsrisiko minimieren. Das Gute ist - das geht mehr auf die Arme, die Gefahr, dass man umknickt und nicht laufen kann, ist eher gering.

Interessant sind chinesische langsame Kampfkunstarten. Tai Chi ist nett, kommt aber sehr auf den Lehrer an, ob die Inhalte entsprechend übermittelt werden. Aus welcher Gegend kommst du denn? Vielleicht fallen mir dazu ein paar gute Leute ein :)

Wing Chun ist technisch interessant. Ebenfalls kurze Distanz, allerdings im Stehen. Interessante Arbeit mit Ellenbogen, tiefe Tritte. Ebenfalls sehr lehrerabhängig.

Aikido. Vor allem am Anfang werden die Techniken langsam ausgeführt. Eher defensiv, viele interessante Wurf- und Hebeltechniken. Sehr weich.

Unterschiedliche Kung-Fu Arten. Sportlich anspruchsvoll. Kontakt - je nach Lehrer. Taolu muss man mögen. (Taolu ist wie Kata in Karate oder Pumse in Taekwondo. Eine definierte Reihenfolge an Bewegungen mit technischer Umsetzung) Qualität stark lehrerabhängig leider viele schwarze Schafe (in Deutschland leider ein sehr typisches Bild für chinesische Kampfkünste).

Am Besten - sich nicht belabern lassen, sich selbst ein Bild machen. Versucht ein Lehrer damit zu punkten, dass alle anderen Schrott sind - weg von ihn! Diese Einstellung ist unsportlich, unprofessionell und führt langfristig zu nichts Guten.

Eher Vereine/Schulen währen, die durch eine gute Zusammenarbeit mit anderen Schulen/Lehrern herausstechen und wo die Beiträge nicht allzu hoch sind ;)

Na denn... Ab ins Getümmel und viel Spaß beim Rumstöbern!

Antwort
von Tschaegger, 164

Schau dir einfach die Dir zur Verfügung stehenden Kampfarten bei einem Probetraining an.

Da es auf die Gruppe und den Trainer darauf ankommt, wieviel Verletzungpotential da ist. Allerding ist klar: Wenn die Verletzungsrate in einer Kampfkunst hoch ist, würde es keiner mehr machen.

Antwort
von Fenrir, 147

Die beiden Vorredner haben da schon das wesentliche genannt, außer, dass die Verletzungsgefahr bei jedem Sport stark von der Risikobereitschaft eines jeden einzelnen abhängt.

Klar ist, dass man sich im Tai Chi sehr wahrscheinlich nicht verletzten wird. Tai Chi basiert auf langsamen Bewegungen mit viel "innerer" Kraft, es ist kontaktlos und sehr meditativ. Ich schätze aber, dass dir da die "Action" fehlen wird.

Als Übungsleiter in einem Kung Fu Verein, kann ich dir versichern dass du dich nicht verletzten wirst, wenn du schlichtweg nicht bereit bist dich zu verletzen. Lass die Wettkämpfe oder "Partnerübungen" weg und du kannst jede Kampfkunst oder Kampfsportart trainieren ohne dich zu verletzen. Kampfsport besteht schließlich nicht nur aus wildem "rumgehüpfe".

Kommentar von Kyra72 ,

Ich gebe (als ehemalige Kampfkunsttrainerin) zu bedenken, dass man viele Kampfkünste  nicht vollständig erlernen kann, wenn man alle Partnerübungen scheut.   

Ich rate zur Konzentration auf kontaktlose,  langsame Kampfkünste - oder zum Überdenken, ob es wirklich unbedingt eine Kampfkunst sein muss.  

Oder akzeptierst Du mal ein paar blaue Flecke oder ab und an mal ein umknicken?  Dann wäre die Auswahl-Palette bedeutend breiter...

Antwort
von Sunschein, 111

Im Grunde ist keine Kampfsportart verletzungsanfällig, solange man nicht in den Wettkampf geht. Auch Beim Boxen kann man einfach trainieren um sich fit zu halten. Du wärst nicht der Einzige. Wenn ich was empfehlen müsste würde ich sagen, Taekwondo

Antwort
von Kyra72, 107

Vielleicht wäre Tai Chi Chuan etwas für Dich, weil es größtenteils kontaktlos trainiert wird. Was meinst Du mit "fehlender Aktion"? Action - schnelle Bewegungen? Dann hast Du immer die Gefahr, dass Du mal umknickst oder unsanft stoppst.
Warum soll es überhaupt ein Kampfsport sein?
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