Frage von dirkster1983,

schulter fliegt immer raus. mrt ok?!

hi leute,

vor gut 8 jahren hatte ich einen unfall. dabei hat es übel in der schulter geknischt und geknackt. danach fings an mit luxationen.

wurde ich mal von einer bande "jugendlicher" zusammengeschlagen und die haben mir den arm nochmals sehr schlimm ausgekugelt. habs aber immer vermieden zum arzt zu gehen, da ich mit etwas aufpassen immer einigermaßen durchkam und nur manchmal von einer luxation überrascht wurde. (mahl mehr mal weniger)

nun muss ich viel körperlich arbeiten und bin als post/paketbote eigentlich immer sturzgefährdet. nach 3-5 teil- und komplettluxationen in den letzten2 monaten habe ich mich entschlossen zum doc zu gehen, da ich mittlerweile auch einen belastungsschmerz nach kurzer arbeit verspüre.

beim doc wurden röntgen und mrt bilder gemacht.

auf den röntgenbilder wohl nichts ungewöhnliches und auf dem mrt konnte der sprechstundenorthopäde auch nichts ungewöhnliches erkennen ausser muskelinsuffiziens, sowie dysfunktion und verkürzung. hat kg verschrieben.

er sagt aber das der befund ja noch ausstünde. auf den, und einen termin beim schulterspezi warte ich gerade.

ist es möglich/wahrscheinlich, dass der doc was übersehen hat. ich les immer die typischen verdächtigen labrum, kapsel und rotatordingens, davon sagte er ganix. ich hab mir die schulter jetzt insgesamt grob geschätzt ca 50-70 mal schmerzhaft ausgerenkt. ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass die sache mit kg geregelt werden kann. heude morgen beim lichtschalter betätigen ist die schulter wieder fast rausgeflogen :)

die andere schulter ist ok. hatte sonst noch nie gelenkprobleme.

für erfahrungen bin ich sehr dankbar. gerade im bezug auf mrt bilder/fehldiagnosen usw.

grüße

dirk

Antwort
von DeepBlue,

Hi,

leider bist Du viel zu spät auf den Gedanken gekommen, Dich mit Deinem Leiden an einen Arzt zu wenden. Wenn man nichts gegen die Luxationen unternimmt, springt die Gelenkkugel immer leichter und häufiger aus der Gelenkpfanne. – Aber die traurige Erfahrung hast Du ja selbst gemacht.

Eine stabile Schulter ist zwar auch von der umliegenden Muskulatur abhängig, primär aber sorgen die Bänder und der bindegewebsartige Rand, der die Gelenkpfanne umgibt, für den Halt. Von daher würde ich, bis der endgültige Bescheid vorliegt, evtl. eine Schulterbandage tragen und auf jeden Fall die krankengymnastischen Übungen durchführen. Diese Übungen sind sehr wichtig für Dich, und Du solltest sie täglich durchführen. Sie können Dein Gelenk zwar nicht heilen, aber stützen!

Für das Herausspringen der Schulter gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist die Gelenkkapsel erschlafft, dann könnte man durch eine OP die Pfanne korrigieren. Oder die Gelenklippe des Pfannenrandes ist eingerissen (Bankert-Läsion). Wenn Du Glück hast, kommst Du dann durch konservative Methoden (physikalische Therapien und/oder Spritzen) um eine OP (Arthroskopie) herum.

Gruß Blue

Antwort
von dirkster1983,

nun dauert es schon 8 tage mit dem befund. grummel das nervt. is das normal? gutes oder schlechtes zeichen?

Antwort
von dirkster1983,

schonmal danke für die antworten.

vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich jetzt 29 jahre alt bin. ruckartige bewegungen versuche ich schon lange zu vermeiden usw. aber es geschieht halt doch immer wieder.

um noch einmal auf meine frage zurückzukommen:

meint ihr also der orthopäde der die bilder einmal eben durchgeklickt hat, hatr schon alles gesehen, oder besteht die möglichkeit, dass weitere verletzungen auftauchen, sobald ein radiologe den befund erstellt?

Kommentar von DeepBlue ,

Selbstverständlich wird bei einem MRT eine erweiterte Diagnose erstellt. Der Orthopäde beruft sich auf die Röntgenbilder. Der Radiologe wertet die Schnittbilder, die er von Deiner Schulter mittels MRT erstellt hat, aus und teilt das Ergebnis Deinem Orthopäden mit. Orthopäden können MRT-Bilder nicht oder nur schlecht "lesen". Müssen sie auch nicht, weil es dafür die Radiologen gibt. Eigentlich kannst Du bei 50 - 70 Luxationen mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein weiterer Befund festgestellt wurde.

Antwort
von sportella,

Das Schultergelenk wird nur durch die umgebende Muskulatur geführt. Wenn diese zu schwach ist (das bedeutet das Wort Muskelinsuffizienz nämlich), kommt es zum Auskugeln. Je öfter das geschieht, umso mehr werden die Bänder gedehnt.

Scheinbar hast Du noch Glück gehabt, dass den Muskeln der Rotatorenmanschette, den Sehnenansätzen und Knochen bisher nichts passiert ist.

Die einzige Chance, die Du hast, ist an der Muskulatur zu arbeiten. Und natürlich ein erneutes Ausrenken unbedingt zu vermeiden (musst halt ein bisschen aufpassen, keine Ruckartigen Bewegungen usw). Also: Krankengymnastik, danach Rehasport. Und danach ein Leben lang Deine Übungen weitermachen, sobald die Muskulatur wieder schwach wird, passiert das Ausrenken wieder.

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