Frage von strikerks, 190

Boxkampf ?

Also ich möchte 6 Monate Boxen trainieren und dann erst meinen ersten Kampf bestreiten. Ich habe keine Angst vor dem Gegner , das niemals ! Aber ich habe Angst zu verlieren. Wenn ich verliere. Ich stelle mir immer vor das ich Siege. Ich habe auch ein Kämpferherz aber manchmal denke ich: Was ist wenn mein Gegner schneller ist ? Seine Treffer zu hart sind oder er sogar ein größeres Kämpferherz hat und furchtloser ist ?

Wie kann ich mir das ausdenken ?

Antwort
von ralphp, 139

Warum musst Du überhaupt darüber nachdenken?

Bedenken sind immer das größte Problem.

Was ist wenn ..., was wäre wenn ..., aber wenn ...

Es geht nicht darum, was eventuell sein könnte, sondern was ist. Außerdem: Was ist so schlimm daran zu verlieren? Man gewinnt doch, auch wenn man verliert. Man ist um mindestens eine Erfahrung reicher und lernt dazu. Besser wird man, indem man die Fehler vom letzten Mal nicht wiederholt sondern aus ihnen lernt. Woraus aber sollte man lernen, wenn man gewinnt?

Wer verliert hat immer Grund zum Nachdenken. Wer gewinnt, rekelt sich oft faul im Schatten seines Erfolges (wobei es natürlich Ausnahmen gibt). Jedenfalls liegt im Verlieren das weitaus größere Potential um sich weiter zu verbessern.

Wenn der Gegner schneller ist, musst Du schneller werden. Wenn der Gegner stärker ist, musst Du künftig stärker werden. Wenn der Gegner Deine Lücken ausnutzt, musst Du dieses in Zukunft besser schließen.

Letztlich zeigen alle Deine Bedenken nur eines: Du bist Dir Deiner Sache nicht sicher. Wenn Du von Dir selbst und Deiner Sache überzeugt bist, dann bist Du auch für den Kampf bereit. Bis es soweit ist, musst Du sehr viel trainieren.

Du musst Vertrauen in Deine Technik und Taktik entwickeln. Du musst Deine Stärken und Schwächen kennen. Du musst im Kampf Deine Stärken gegen die Schwächen des Gegners einzusetzen verstehen. Du musst wissen, wie Du Deine Schwächen durch Stärken ersetzen kannst. Du musst schnell und kräftig sein und darüber hinaus stets einen kühlen Kopf bewahren.

Wenn Dir dies gelingt, sind die Chancen schon einmal nicht schlecht. Dennoch wirst Du akzeptieren müssen, dass es immer jemanden gibt, der besser ist als Du. Sei es weil er mehr trainiert hat, sie es weil er über bessere körperliche Voraussetzungen verfügt.

Jedenfalls entscheidet das Kämpferherz nicht allein über Sieg oder Niederlage. Wer sich jedoch mit zahllosen Bedenken trägt, der hat kein echtes Kämpferherz. Ein Kämpferherz handelt entschlossen, mit aller Kraft und nicht zögerlich, im Ungwissen darüber, wie der Kampf ausgehen wird. Wer im Kampf entschlossen handelt und sein Bestes gibt, kann nicht wirklich verlieren, denn im Fall einer Niederlage ist diese dann nämlich auch ein Gewinn (siehe oben).

Ein Kampf wird zu allererst im Kopf entschieden. Nur wenn man für den Kampf wirklich bereit ist und nicht von Bedenken abgelenkt wird, ist man frei und kann entsprechend handeln.

Zum Abschluss vielleicht noch etwas auf mit auf den Weg: Deine Frage zeigt einen interessanten Punkt auf, über den es sich unbedingt lohnt nachzudenken. Um was geht es im Kampf? Geht es Dir ums Gewinnen? Ja? Dann solltest Du Deine Denkweise ändern! Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie Du nicht verlierst! Das ist übrigens nicht das Gleiche und auch nicht das Selbe ... Es ist eine komplett andere Herangehensweise auch wenn das Ergebnis identisch ist. Der Weg zum Sieg ist das Ziel, nicht der Sieg!

Antwort
von KonterBoxer, 187

Allein deine frage zeigt dass du doch Angst vor deinem Gegner hast :) mein trainer (bosnischer meister , euroa Meister und bayrischer meister ) hat 312 Kämpfe bestritten und meint dass jeder der in den Ring geht und kein bisschen Angst bzw Respekt vor seinem Gegner hat verrückt oder vollkommen behindert ist :) PS. Angst ist der Urinstinkt des Menschen

Kommentar von strikerks ,

Angst nur vor Gott !

Antwort
von wurststurm, 163

Wer sich im sportlichen Wettkampf misst wird immer auch verlieren. Als blutiger Anfänger wirst du sowieso erstmal alles verlieren. Das hat jetzt nichts mit Mut oder schwülstigen Kategorien wie "Kämpferherz" zu tun sondern mit reiner Technik; die Anfänger werden ganz leicht ausgekontert. Und wenn du mal 20, 30 Kämpfe verloren hast und immer noch dabei bist geht es vielleicht aufwärts. Das kommt aber ohnehin erst in ein paar Jahren, zuerst musst du durch die Mühle der Sparringskämpfe. Da bist du sowas wie ein lebender Boxsack an dem sich die erfahreneren Boxer austoben können.

Antwort
von Helge001, 101

Eine Portion Angst oder sagen wir Respekt sollte immer dabei sein. Ohne Angst/Respekt ist man meist unvorsichtig. Ein Fremdenlegionär hat mal gesagt, wer keine Angst hat, der ist in der Legion am falschen Platz. Denn nur Angst lässt einem einen kühlen Kopf bewahren. Genauso ist es beim Boxen. Du agierst doch aus der Deckung und stürmst nicht gleich auf deinen Gegner los. Die Gefahr gefährliche Treffer zu kassieren ist höher, weil du deinen Gegner weniger beobachten kannst und eventuell ausgekontert wirst. Auch beim Boxen sollte man einen klaren Kopf behalten.

Kommentar von DeepBlue ,

Respekt - ja! Angst - niemals! Wer mit Angst in den Ring steigt, hat schon verloren!

Kommentar von Helge001 ,
Antwort
von Robinek, 87

Ich gehe davon aus, dass Dein sogenannter "Heuschnupfen" dann wieder vorbei ist??? Allerdings hättest Du eine Ausrede, solltest Du Kämpfe verlieren! Wenn der Gegner keinen Heuschnupfen hat ist er im Vorteil. Was meint eigentlich Dein Trainer zu Deiner Frage? (Einstellung zum Boxen?)

Kommentar von ralphp ,

Sag mal ehrlich, hast Du schon einmal geboxt oder Kampfsport betrieben? Wirklich hilfreich finde ich Deine Antwort nicht ...

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