Frage von Sportler10,

was eignet sich besser als realitätsnaher kampfsport?

Hallo,

Ich wollte mal wissen was sich mehr eignet auf der strasse Thaiboxen oder Boxen?. Ich bin jetzt kein schlägertyp oder so und ich habe mich auch noch nie in meinem Leben richtig geschlägert. ich will halt auch mal sachen wissen die man nicht unbedingt zur Tat bringen muss. Aber trotzdem man kann ja nie wissen, wenn man mal in einer Situation kommt wo man nicht mehr rauskommt. Bis jetzt bin ich immer schlägereien aus den Weg gegangen und werde es auch immer so machen. Also zu meiner Frage viele sagen ja das Boxen besser ist als Thaiboxen weil man lernt schnelle und harte Fausttechniken und im Thaiboxen ist man ja auf 8 körperwaffen konzentriert und boxen nicht. Deswegen was würde mehr bringen für die Strasse von den beiden?

Antwort von dingdong,
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hallo auch. kurze kompetenzklärung: ich habe 118 thaiboxkämpfe (auch international) und mittlerweile 56 amateurboxkämpfe bestritten.

die streetfightgeschichten: kravmaga...wingtsun und konsorten, ich bitte euch. die meister dieser sportarten haben noch nie einen aktiven und guten turniersportler als gegener gehabt. -ende- wenn du dein geld rausschmeisen willst mach das.

zu thai- und boxen: dieses theoretische 8 zonen gegen 2 zonen blabla kann ich nicht mehr hören. als denk ich erfahrener auf füße versierter thaiboxer kann ich dir sagen das vorallem boxer ein böser risofaktor im kampf sind. allerdings kommst du in thaiboxwettkämpfen selten an leute die boxen können. doch selbst diese leute haben mich einige bittere niederlagen gekostet. ab etwa meinem 95 kampf hab ich daher angefangen boxen in richtigen richtigen boxclubs zu lernen. schnell wurde ich auf leute wie roy jones, floyd mayweather oder yuriorkis gamboa aufmerksam, die mir vorher unbekannt waren. das lag daran das ich die täusch- und trickschule, das spielen mit dem gegner im thaiboxen nicht richtig vermittelt bekommen habe. mittlerweile trainiere ich mehr boxen als thaiboxen und meine alten angstkontrahenten sehen in der regel kein licht auch wenn mein skill von dem meiner vorbilder noch weit entfernt ist.

daher rate ich dir: geh zwei jahre thaiboxen, mach ein paar wettkämpfe und wechsel dann ins amateurlager um die ringintelligenz zu lernen, die wirst du beim thaiboxen oder auch im mma missen! nach ner weile werden dich die wettkämpfe nicht mehr loslassen, dann ist dir der streetfightschrott eh egal, die nimmst dann gar nicht mehr ernst :D cya im ring ;)

good luck!

Antwort von Blackmind,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

...wenn du was realitätsnahes machen willst, schau dir mal das an :

http://www.kravmaga-austria.at/

krav maga sollte es auch in deutschland geben...

Kommentar von sabsine,

Logo gibt es Krav Maga auch in Deutschland. Mußt nur aufpassen, dass du an die Vertreter des Originals kommst, und nicht an die unzähligen Plagiatoren...Nicht bei allem, was als Krav Maga verkauft wird, ist auch Krav Maga drin.

Kommentar von golfcrack,

Selten so gelacht. Leider sind Angreifer in der Regel nicht so lethargisch.

Antwort von ronaldinho15,
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Ich würde sagen, dass Thaiboxen näher dran liegt. Weil dein Gegner wird sich bestimmt mit Elenbogen, Knie, usw nicht zurückhalten. Also kommt Thaiboxen doch besser ran. Aus meiner Sicht her, wäre MMA die beste Alternative, da bei diesem Sport alles erlaubt ist, wie es auch auf der Straße sein wird. Schließlich machen du und dein Gegner nicht aus, dass du oder er nicht würgen soll oder der gleichen.

Antwort von Juergen63,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Realitätsnah ist jetzt natürlich relativ. Boxen sowie die anderen Kampfsportarten sind sogenannte aktive Sportarten, wo du mehr oder weniger bewußt in die Offensive gehst. Wenn du etwas Realitätsnahes in Bezug auf körperliche Auseinandersetzungen haben möchtest dann solltest du einen Selbstverteidungskurs ausüben. Da lernst du gezielt wie du die Attacken von anderen abwehren und dich verteidigen kannst. Generell ist deine Einstellung, Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen lobenswert. Verfahre ruhig weiter so denn die ganzen Strassenschlachten bringen nicht wirklich was

Kommentar von Kyra72,

Selbstverteidigungskurse bringen nicht viel. Sie sind schlicht zu kurz, um günstige Verhaltensweisen einzutrainieren. Es kann dort allenfalls etwas Selbstbehauptungswissen vermittelt werden - doch zwischen Wissen und einsatzfähigem Können liegen Welten!

Kommentar von Juergen63,

Nun, ich weiß nicht welche Erfahrungswerte du hast, aber die Selbstverteidgungskurse die ich kenne sind nicht nur theoretisches Geplänker, sondern Praxisbezogen mit Übungen und Techniken die wochenlang einstudiert werden.

Kommentar von Default,

Und wenn's dann ernst wird, bekommt man vom in SV ungebildeten Straßenschläger Schläge.

Kommentar von Kyra72,

Das kann passieren ;-). Man kann seine Fähigkeiten und SV-Chancen verbessern, aber niemals unbesiegbar werden. Bekommt man den Schlag gar nicht erst mit, kann auch der beste Kampfkünstler ausgenockt werden. Man kann allgemeine Aufmerksamkeit trainieren, aber leider nur sehr begrenzt.

Kommentar von Kyra72,

Die Selbstverteidigungskurse, die ich kenne, waren alle zeitlich begrenzt, vielleicht kennst Du andere. Einen habe ich von der Polizei mitgemacht. Er dauerte drei Monate und fand 1x pro Woche statt. Glücklicherweise hieß dieser Kurs allerdings Selbstbehauptungskurs für Frauen. Und diesen Aspekt der Selbstverteidigung hat er wirklich gut rübergebracht. Auch die schüchternste Frau konnte hinterher etwas entschlossener "Nein!" sagen, und es wurden ein paar sinnvolle Verhaltensweisen besprochen. Es wurden auch ein paar Techniken geübt und als Abschluß ging es in den dunklen Park durch verschiedene Bedrohungsszenarien. Einen Mann in Schutzausrüstung sollte man kräftig schlagen, aber er wehrte sich nicht. Die Hälfte der Frauen hat diesen Kurs halbwegs zufriedenstellend abgeschlossen, sprich, vergaß nicht vor lauter Schreck alles Gelernte.
Ich habe aber gesehen, wie die Frauen auf die Pratzen schlugen, nach drei Monaten. Im Ernstfall hätte es nur bei wenigen eine einigermaßen Wirkung gehabt.
Der Kurs ist jetzt vier Jahre her, glaubst Du, eine der Frauen weiß noch, wie der Genickhebel war und könnte ihn in einer Bedrohungssituation anwenden. Oder auch nur einen einfachen Fauststoß, den sie die letzten vier Jahre nicht geübt hat?
Wer körperliche Selbstverteidigung trainieren möchte, sollte sich lieber einer Schule oder einem Verein anschließen, wo er länger regelmäßig trainieren kann.
Von anderen Kursen, die nur ein Wochenende oder 10 Tage lang liefen habe ich aus zuverlässiger Quelle erfahren, auch, wie diese abliefen.
Ich beschäftige mich jetzt seit acht Jahren intensiv mit Selbstverteidigung - und zwar nicht nur mit WingTsun, welches ich auch unterrichte, sondern mit vielen Arten der Selbstverteidigung.

Kommentar von Kyra72,

An welchem Kurs hast Du teilgenommen und was habt ihr da gelernt? Oder welche anderen Erfahrungen hast Du?

Antwort von anonymous,

die beste kampfsportart ist die russische kampkunst SAMBO sie ist besser als die amerikanische

Antwort von ralphp,

@dingdong Zur Frage der "Kompetenz" sollte man natürlich eines berücksichtigen: Ein Turnierkampf, ein Kampf nach festgelegten Regeln mit einem Schiedsrichter usw. ist nie mit einem Straßenkampf zu vergleichen. Insofern mag Turnierkampferfahrung vielleicht in gewissem Maße hilfreich sein, aber das ist letztlich noch lange keine Garantie dafür, dass man auf der Straße auch besteht.

Auf der Straße gibt es nämlich nur eine Regel: Keine Regel.

Es wird gekämpft bis der Kampf vorbei ist und der ist in der Regel dann vorbei, wenn einer der Kontrahenten kampflos am Boden liegt oder vielleicht aufgrund größerer Schnelligkeit rechtzeitig das Weite gesucht hat.

Viele Kampfsportler sind nur Meister ihrer eigenen Regeln, weil sie es verstehen, die Regeln zu ihrem Vorteil zu nutzen und damit Punkte für den Sieg zu sammeln. Punkte gibt es auf der Straße nicht. Da heißt es: Es kann nur einen geben!

Antwort von besserboxen,

In jedem Kampfsportart trainieren die Kämpfer um in einem Wettkampf sich mit einem anderen Wettkämpfern der gleichen Gewichtsklasse unter Vorgabe gewisser Regeln zu messen.

Sie lernen ihre Techniken um einen Angriff des Gegners abzuwehren, auszuweichen, abzublocken und entsprechend zu kontern.

In einem Strassenkampf sind die Rahmenbedingungen anders und dennoch kommt es nur darauf an, den Angriff des Gegners abzublocken, abzuwehren oder auszuweichen, um in dann deiner gelernten Technik den Gegner auszuschalten.

Meist reichen hierzu 4-5 Schläge/Tritte aus und der Gegner steht so schnell nicht wieder auf. Wir sind hier nicht in Hollywood, wo sich zwei Gegner einen offenen Schlagabtausch mit schweren Kopf- und Körpertreffer über 10 min leisten.

In allen Kampfsportarten lernst du einen Angriff zu blocken, auszuweichen und zu kontern. Wenn du den Angriff nicht blocken kannst und der Gegner trifft dich hart, so dass du zu benommen Boden gehst, ist es dir egal ob ein Boxer, Kickboxer, MMA, Judoka, Wrestler oder wer auch immer auf dich einprügelt. Du bist dann eh am A.... :)

Also, such dir eine Kampfsportart aus, welche dir am Besten gefällt, mache so weiter wie bis jetzt und versuche Schlägereien aus dem Weg zu gehen.

Antwort von ralphp,

Wenn Du nur Boxen und Thaiboxen zur Wahl stellst, dann ist Thaiboxen auf jeden Fall die bessere Alternative.

Warum?

Im Boxen lernt man "nur" die Fäuste einsetzen; im Thaiboxen aber wird der ganze Körper zur Waffe. Neben Faustschlägen können auch Ellbogen, Knie, Füße und Beine zur Waffe werden.

Was die Boxtechnik anbetrifft: die ist im Boxen wie auch im Thaiboxen in etwa gleich, auf jeden Fall keineswegs so grundverschieden.

Betrachtet man nun die "acht Körperwaffen" so stellt sich doch die Frage was mehr ist: Zwei oder Acht?

Im Boxen werden ausschließlich die Fäuste eingesetzt, während der Thaiboxer auch lernt, den übrigen Körper im Kampf als Waffe zu nutzen. Ich möchte auch daran erinnern, dass Thaiboxen nicht umsonst als härteste Kampfsportart der Welt gilt. In kaum einer anderen Kampfsportart wird der Körper im Kampf nämlich so kompromisslos eingesetzt wie hier.

Wer mehr Möglichkeiten hat, muss nicht immer gewinnen, denn bei unzureichendem Verständnis der Technik und ungenügendem Training kann genau dieses Mehr an Möglichkeiten auch ein entscheidender Nachteil sein. Grundsätzlich gilt, dass der Kämpfer der seinen Körper besser im Kampf einzusetzen versteht, dem Kämpfer der dies weniger gut kann überlegen ist.

Wer seine Möglichkeiten unnötigerweise beschränkt, verbaut sich viele Chancen. Während der Boxer zunächst auf Faustdistanz herankommen muss, kann der Thaiboxer bereits mit seinen Füßen den Gegner erreichen. Gerade deswegen ist Thaiboxen von klar im Vorteil.

Dieser Vorteil hat jedoch auch seinen Preis: Während man die zwei Körperwaffen des Boxers, nämlich die linke und die rechte Faust, recht schnell einsetzen kann, erfordert das Thaiboxen schon ein wenig mehr Übung, denn hier muss der Kämpfer mehr Techniken meistern.

Antwort von golfcrack,

Keines von beiden. Das sind Sportarten. Gibt nur eine straßentaugliche Geschichte: Wing Chun. Technik gepaart mit Schnelligkeit läßt jeden Gegner alt aussehen. Hier mal eine Kostprobe:

http://www.youtube.com/watch?v=EPXBP18NTy4&feature=related

Emin Boztepe ist einer der schnellsten und effektivsten Kämpfer überhaupt. Dagegen sehen in der Technik limitierte Boxer und Thaiboxer wie ein Rentner-Kegelclub aus.

Kommentar von Tschaegger,

Nein, nein, das verwechselst Du mit Kenpo-Karate. Das ist das schnellste und effizienteste System. Oder wars Tai Jitsu? Egal, @sportler10: zwischen Boxen und Thai Boxen geht meine Stimme ans Thaiboxen. Die haben Arme UND Beine und ein gutes Deckungssystem. Ansonsten der übliche Rat: Probiere verschiedene Arten aus, mach das, was dir am Besten gefällt und bleib im Training.

Antwort von Default,

Ich würde Thai Boxen als besser zum Straßenkampf (respektive Selbstverteidigung) ansehen.

Knie und Ellenbogen sind starke Körperwaffen.

Aber auch ein Boxer lernt auszuteilen und einzustecken - nicht unwichtig das zweite.

Wenn man dann noch etwas den Bodenkampf übt, ist man schnell bei den (auch schon angeschrochenen) mixed martial arts.

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