Zu viel Training in jungen Jahren schädlich? -Leichtathletik

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5 Antworten

Zu ersten Frage sei angemerkt das der Trainingserfolg in der Struktur des Trainings liegt. Hierbei geht es nicht zwangsläufig darum jeden Tag zu trainieren sondern die Trainingseinheiten so zu gestalten das der Körper immer wieder neue Impulse zur Leistungsverbesserung erfährt. Das beinhaltet natürlich auch sehr harte Trainingseinheiten und damit der Körper sich von diesen harten Einheiten erholen kann sollten auch reine Ruhetage integriert werden. 4-5 Trainingseinheiten die Woche können da, je nach Zielsetzung, ausreichend sein. Letztlich kannst du dich auch nicht mit einem Profi vergleichen, der den Sport als Arbeitsmittel / Einkommen betreibt. Er verdient damit nicht nur sein Geld, sondern hat in der Regel auch eine ganz andere und intensive pysische Begleitung und kann nach dem Training auch schön die Bein hochlegen. Wogegen der Amateur am Tag noch gute 8 Stunden Arbeit, Schule, Studium etc. zu bewältigen hat. Als Leichtathlet - und da kommen wir zur zweiten Frage - ist ein Oberkörpertraining durchaus sinnvoll, denn du beziehst deine Technik und Kraft ja auch aus dem Oberkörper heraus. Bei einem Sprinter zb. ist die richtige Oberkörperhaltung und auch die Kraft die er daraus bezieht wichtig um seine Sprintqualitäten zu verfeinern. In den anderen Leichtathletik Disziplinen sehe ich dies genauso. Von daher spricht nichts dagegen das du an den freien Tagen ein bisschen Krafttraining am Oberkörper betreibst. Du mußt für dich halt das richtige Maß an Intensität herausfinden. Das sind dann die Erfahrungswerte von denen die langjährigen Sportler zehren können.

Hallo, ich versuche mich mal an der Beantwortung der ersten Frage: Aus "Das große Laufbuch" von Herbert Steffny S. 64ff: Biologie der Regeneration: Das Geheimnis einer optimalen Trainingsgestaltung hängt entscheidend von verschiedenen Faktoren ab. Die Qualität des Trainings wird bestimmt durch: Reizstärke, Reizdichte, Reizdauer und Regeneration." Somit ist die Regeneration ein wichtiger Bestandteil des Trainings und man "trainiert" in der Regeneration den Körper bzw. die betroffenen Muskelgruppen weiter. Hinzu kommt in jungen Jahren, dass der Körper noch nicht 100% ausgebildet ist, sodass das Training UND das Ausbilden der Körperfunktionen für den gesamten Organismus belastet sein kann. Da ich durch gezieltes Training das "Leistungs-Niveau" mit der Zeit anhebe, ist klar das man auch erst nach einer gewissen Zeit das "volle Potenzial" der Leistungsfähigkeit abrufen kann. Für den "normalen" Hobbysportler", egal ob Schüler oder Berufstätiger gibt es neben dem Sport noch andere Aktivitäten (Beruf, Schule, Freunde, Familie etc.), die neben dem Training erledigt werden dürfen (müssen). Die wenigen Menschen die den Sport zu IHREM Beruf gemacht haben, trainieren sicherlich mehrere Stunden am Tag ABER zum einen unterschiedliche Muskelgruppen und zum anderen haben sie innerhalb dieses Trainings genügend Pausen. Sie müssen sich auch NICHT um andere "alltäglichen" Dinge kümmern.

Zum zweiten teil der Frage. Ja man kann unterschiedliche Muskelgruppen zu unterschiedlichen Zeiten trainieren und in einer Regenerationspause für das eine Training (Muskelgruppe) die andere Muskelgruppe trainieren. Dies geschieht z.B. beim Training für Triathlon. ABEr auch hier gilt das der Körper als Ganzes gesehen ein Regeneration benötigt.

Ich selber laufe 3 - 4 mal die Woche. Sprich alle 2 Tage. Eine "Laufeinheit" ist mein Lauftreff hier werden in der Gruppe unter Anleitung Kraft- Muskeltrainings und Lauf-ABC gemacht. Die dort "gelaufenen Kilometer liegen zwischen 3 und 5 km. Dann versuche ich noch einmal die Woche ein Rücken-, Rumpf - Zirkeltraining von 30 - 45 min. zu machen, um meine Haltung zu verbessern und Rücken /Rumpf zu stabilisieren.

Zum einen muß ich mich der Aussagen meiner Vorredner anschließen was das Training angeht. Nicht die Häufigkeit ist maßgebend. Denke mal an den Sprich "Weniger kann manchmal mehr sein". Zum anderen hinken wir Europäer etwas hinter her was die Trainingsmethoden angehen. Vieles davon kann ich auch nicht verstehen da es mit Sicherheit überholt ist. Aber zum Trost kann ich dir sagen das es nur zum Schutz der Jugend besteht. Denke mal darüber nach wie viele der Kenianer ihr Ziel erreichen. Über die Verluste der Jugendlichen die auf der Strecke bleiben spricht man nicht. Dieser wird aber mit Sicherheit um ein vielfaches höher sein als die Hand - voll die wir nachher in Europa auf der Erfolgsspur sehen.

Es ist ganz einfach, es gibt das über Jahre hinweg gesetzte Grundlagentraining von 8 bis 14 Jahren. Von 14 bis 18 Jahren das dazugehörige speziellere Training mit weiteren Aufbau im Sinne der Quantität und Qualität. Mit 18 Jahren ist man dann soweit, das Hochleistungstraining durch zustehen. Ab da beginnt dann das 2xtägliche Training. Somit wird im Leistungssport unterschieden zwischen Grundlagentraining, Leistungstraining und Hochleistungstraining. Das baut ineinander auf. Wer mit 18 erst beginnt, schaftt nur noch Grundlagentraining und Leistungstraining. Das ist wichtig zu wissen, das man im Kindes- und Jugendalter die Grundlagen setzt, sonnst kann man das Hochleistungstraining nicht durchführen. Lese Dich mal über die Trainingsgrundlagen bei Weineck ein, der hat das gut beschrieben. Danach kannst Du dich orientieren. Grundsätzlich lass Dich von einem Leichtathletiktrainer anleiten, dann sparst Du dir diese Fragen. Wieso Oberkörper extra trainieren? Welche Disziplin macht man, die dazugehörigen Muskelgruppen sind dann wichtig, nicht die Orientierung auf das Bodybuilding. Wenn du Mehrkampf machst, brauchst Du kein Extrakrafttraining, da wird dann alles trainiert.Viel Erfolg.

Eigentlich kann man das machen,aber man sollte je öfter man trainiert,längere und häufigere Pausen machen.

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