Worin liegt der Unterschied zwischen den Schwellen

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Die aerob-anaerobe Schwelle hat etwas mit der Ausdauerleistung zu tun. Beginnt man eine Ausdauerleistung, wird die benötigte Energie zuerst dadurch gewonnen, dass Glykogen unter Verwendung von Sauerstoff zu Wasser und Kohlendioxyd verbrannt wird. Dies nennt man aerobe Energiegewinnung. Steigert man jetzt die Belastung, tritt ein Punkt ein, an dem die Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffverwertung an eine Grenze stößt. Jetzt kann nur noch zusätzliche Energie gewonnen werden, indem Glykogen, ohne zusätzlichen Sauerstoff zur Verfügung zu haben, zu Laktat umgesetzt wird. Dies nennt man anaerobe Energiegewinnung. Der Grenzbereich, an dem sich zur aeroben Energiegewinnung die anaerobe Energiegewinnung „dazuschaltet“, ist die aerobe-anaerobe Schwelle. Man misst diese Schwelle am Laktatgehalt im Blut, sie liegt bei 4mmol Laktat pro 1 Liter Blut. Ziel eines jeden Ausdauertrainings ist es, erst bei einer möglichst hohen Belastung zur anaeroben Energiebereitstellung übergehen zu müssen. Bei Untrainierten soll die aerobe-anaerobe Schwelle bei einer Herzfrequenz von etwa 160 auftreten, bei Trainierten aber erst bei 180 Schlägen pro min und mehr.

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