Worauf kommt es beim Schneeschuhwandern an?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe einmal als Voraussetzung für Freude am Schneeschuhwandern die „GMZ+“Formel definiert:

Du solltest ...

a) ... Gerne Gehen Wirklich jeder, der mit Begeisterung ausgedehnte Spaziergänge in freier Natur unternimmt, sowie jeder leidenschaftliche Wanderer kann sofort mit Schneeschuhtouren beginnen und wird rasch von der „Faszination Schneeschuhwandern“ schwärmen.

b) ... Mehr Muße mitbringen, als es beispielsweise im Rummel überfüllter Schipisten oder bei sportlicheren Winteraktivitäten wie Schitouren der Fall ist. Stille, Naturgenuß, die Gedanken fließen lassen abseits der Hektik des Alltages – wer Einsamkeit, Ruhe und Entschleunigung liebt, wird auch Schneeschuhwandern lieben.

c) ... Ziemlich Zeit zur Verfügung haben. Solltest Du später am Tag noch einen Termin haben, würde ich eher kürzere Aktivitäten wie Eislaufen oder Langlaufen empfehlen. Wenn Du erst einmal von der Magie einer Wintermärchenlandschaft verzaubert bist, werden die Stunden wie im Flug vergehen.

„GMZ+“Formel: Man nimmt einfach nur die Anfangsbuchstaben der einzelne Voraussetzungen und erhält „GMZ“. Je mehr (plus) man von jedem Punkt hat, umso besser => also „GMZ+“.

Noch ein Tipp: Keinesfalls zu schnell gehen oder gar laufen, sondern am Anfang jeden Schritt ganz bewußt setzen und genießen. Den Geräuschen der Natur lauschen und in sich selbst hinein hören.

Meiner Erfahrung nach finden Naturgenießer viel eher einen Zugang zum Schneeschuhwandern als sportliche Bergsteiger.

Während Schitouren eher zielorientiert sind – einfach schnell rauf, damit ich dann in den Genuß einer rauschenden Abfahrt komme, zählt beim Schneeschuhwandern viel mehr: Der Weg ist das Ziel.

Es gehört mit Sicherheit auch Erfahrung und Technik dazu. Im Winter muss man das Gelände selber lesen, da keine Wege vorhanden sind, ausser man geht schon in einer Spur. Eine Spur selbst anzulegen erfordert etwas Geschick und Erfahrung, aber mit der Übung kommt das ganz schnell. Man muss auch seine "Gehart" etwas dem Gelände und der Schneeart anpasse, aber das kann man gut üben, und man kann sich ja langsam herantasten.

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