Wohin schauen wenn man den Fußball unter kontrolle hat ?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich glaube, dass es in erster Linie darum geht, möglichst viel Raum im Blickfeld zu haben. Wenn man 3-4m nach vorne in den Raum schaut, sieht man den Ball gerade noch am Rande, gleichzeitig aber auch die Räume ringsherum, damit sieht man bewegungen von mitspielern und gegenspielern(nicht bloss jener direkt vor ihm) sondern ev auch ein Kameraden der sich freiläuft...

C Ronaldo hat hier schon noch eine spezielle Art, er scheint tatsächlich kleinste Bewegungen des Verteidigers sehr schnell zu sehen, um dann auf die verwundbare Seite abzuhauen.

Hey NeymarSkills

Hab das mit Cristiano Ronaldo damals selbst auf Sport1 gesehen und ich muss sagen es war wirklich sehr beeindruckend und interessant anzuschauen. Das Geheimis liegt im jahrelangen Training. Er hat solche Dribblings schon so oft an Gegenspielern geübt, sodass sein Gehirn jede einzelne mögliche Bewegung des Gegners speichern konnte. Da er so eine mega starke Technik hat muss er sich nicht mehr auf die Ballführung konzentrieren, sondern kann sich ganz und gar auf die Bewegungen des Gegenspielers konzentrieren. Leitet er nun eine Finte ein und der Gegenspieler macht einen Ausfallschritt nach links, nimmt das seine Augen sofort war, sended die Information zum Gehirn und das Gehirn weiß sofort (wie schon gesagt aus tausenden Trainingseinheiten zuvor) welche Bewegung der Körper nun ausführen muss, um am Gegenspieler vorbeizukommen. Das heißt er kann Bewegungen ausführen ohne viel nachzudenken, weil er solche Bewegungabläufe wieder und wieder trainiert hat.

Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

Liebe Grüße

Wenn CR auf die Beine schaut, dann ist es wohl eher kein BEWUSSTES schauen. Auch bin ich mir fast sicher, dass er zwar in Richtung Beine schaut, aber nicht darauf starrt, sondern vor allem alles andere - unbewusst - rundherum beobachtet.

Um rundum beobachten zu können, muss man ja fast zwangsläufig in die Mitte schräg nach unten schauen, und da sind dann halt "zufälligerweise" die Beine des Gegners.

Aber es geht dann eigentlich gar nicht um die Beine des Gegners, sondern um alles was man an der Peripherie, resp. am Augenrand wahrnimmt, denn dort sind bei JEDEM Menschen am meisten Rezeptoren für schnelle Bewegungen angebracht, welche die entsprechenden Reflexe viel schneller auslösen als Rezeptoren in der Augenmitte. Auch wenn du dribbelst ist es rein biophysiologisch besser den Ball nur am Augenrand wahrzunehmen als voll drauf zu glotzen. Auf den Ball starren ist gut, wenn ich das Logo lesen will. Sobald der Ball aber in Bewegung ist, erhälst du über die Augenränder viel schnellere, reflexauslösende Impulse. Bei CR kommt hinzu, dass er, wohl weil er gross gewachsen ist, extrem in die Knie geht und den Oberkörper extrem weit nach vorne hat. Dass sieht dann auch wieder so aus als würde er dem Gegner auf die Beine linsen.

danke dir hilfreiche antwort ! und wie könnte man das trainieren bzw. sich das angewöhnen ?

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