Wofür gibt es so viele verschiedene Gebisse im Reitsport?

2 Antworten

Wie von meinen Vorrednern schon gesagt, liegt ein doppelt gebrochenes Gebiss sanfter im Maul (immer davon ausgehend das Gebiss passt). Der Nussknackereffekt des einfach gebrochenen Gebisses bezeichnet das "Aufstellen" des Gebisses, der Hebel der zwei Gebissteile quetscht a. die Zunge (Nussknacker) und piekst b. in den Gaumen. Probieren kannst du das indem du dir das Gebiss auf die Hand legst und einen Partner bittest die Zügel anzunehmen, das kann dann u.U. ganz schön schmerzhaft sein.

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Gebissen: gebrochene und ungebrochene. Zu den gebrochenen Gebissen gehören dünne bis dicke Wassertrensen (da muss man ausprobieren, welches dem Pferd am besten gefällt). Dann gibt es noch doppelt gebrochene Tresengebisse und solche mit Knebeln und Olivenkopfenden. Durch die verschiedenen Enden liegen die Gebisse ruhiger im Maul. Sie können nicht so leicht seitlich durchs Maul gezogen werden. Die Trensengebisse eigenen sich, weil die beiden Schenkel unabhängig voneinander bewegt werden können, dazu, dem Pferd Stellung und Biegung beizubringen. Das selbe kann man allerdings auch gebisslos erreichen, durch einen sidepull oder durch einen Kappzaum. Dann gibt es auch noch die ungebrochenen Gebisse, die Kandarren. Das sind Gebissstangen mit Zungenfreiheit unterschiedlicher Weite und Anzügen unterschiedlicher Länge. Durch eine Kandarre, die auf die Pferdezunge wirkt, kann ein Pferd wesentlich feiner geritten werden. Wenn man das kann..... . Es ist ine Wissenschaft für sich. Das kann man nicht in so einem kleinen Rahmen komplett abhandeln. Zu den Gebissen gehören nämlich auch noch Reithalfter. Damit wird dann nicht nur auf die Kieferäste, MAulwinkel und Zunge eingewirkt, sondern auch noch auf das Nasenbein und das Genick. Ein sehr interessantes Thema, das Du wirklich vertiefen solltest.

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