Wieviel Tauchgänge und Erfahrung braucht man, um mal mit Wracktauchen anzufangen?

1 Antwort

Guten Morgen! :-)

Wrack- und Höhlentauchen gehören wohl zu den gefährlichsten Dingen, die ein Sporttaucher unter Wasser sinnvoll machen kann. Entsprechend sollte man auch die notwendige Erfahrung mitbringen.

Natürlich kann man nicht pauschal sagen "mindestens 50, 150, 300 Tauchgänge sollte man haben", denn jeder Taucher ist anders - und jedes Wrack ist anders.

Ich vermute mal, dass Du mit Wracktauchen nicht meinst, um ein Wrack herumzutauchen, sondern einzudringen und Dich im Wrack zu bewegen.

Überall auf der Welt ist das schon nach wenig Ausbildungsstufen möglich (eine große internationale Tauchsportorganisation bietet sogar im Rahmen des AOWD ein Wracktauchspeciality an, wenn ich mich richtig erinnere - auch wenn das mit "echtem" Wracktauchen rein gar nichts zu tun hat). In die Thistlegorm im Golf von Suez z.B. versenken sich täglich Mengen auch völlig unerfahrener Taucher.

Aber das möchtest Du ja nicht wissen. :-)

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Welche Voraussetzungen sollte also jemand mitbringen, der sich ernsthaft mit Wracktauchen beschäftigen will?

Er sollte perfekt tarieren können. Im Wrack sammelt sich Sediment - und auf kleinem Raum reicht ein falscher Flossenschlag, um dies aufzuwirbeln. Allein schon die Luftblasen sorgen dafür, dass sich Rost ablöst und feiner Staub durch Wasser nebelt.

Sichere Navigation ist eine absolute Voraussetzung. Innerhalb des Wracks kannst Du schnell die Übersicht verlieren, da das Wrack auf der Seite oder noch anders liegen kann. An "normalen" Punkten wie "Decke oben" kannst Du Dich nicht orientieren. Zur perfekten Navigation gehört der sichere Umgang mit Kompass und Reel.

Ähnlich wie beim Höhlentauchen ist es im Wrack sehr sinnvoll, wenn man nicht auf seinen Tauchpartner angewiesen ist, sondern sich vollkommen auf sich selbst verlässt. Ein redundantes System ist also lebenswichtig - alles doppelt dabei.

Weiterhin ist es im Wrack auch gerne mal dunkel - wenn Sediment aufgewirbelt wird, dann ist die Sicht schnell weg. Daher ist eine absolute Sicherheit und Panikfreiheit bei Nullsicht erforderlich.

Schließlich liegen viele interessante Wracks relativ tief - dort mit Pressluft reinzugehen ist ein Spiel mit dem Leben. Insofern ist eine Tecausbildung sinnvoll, bei vielen Wracks ist eine Trimixausbildung Voraussetzung.

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Wie gesagt: Es gibt auch "einfache" Wracks, bei denen man mal ein bisschen gucken kann. Aber verantwortungsvolles Wracktauchen, bei dem Du weder mit Deinem Leben noch mit der Existenz des Wracks spielst (bei der Thistlegorm sind die durch Taucher verursachten Schäden sehr deutlich zu erkennen), steht eher am Ende einer Taucherausbildung, als an ihrem Beginn.

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Wenn Du Dich fürs Höhlen- und Wracktauchen interessierst, dann kann ich Dir das sehr anschaulich geschriebene Buch "Der letzte Tauchgang" von Bernie Chowdhury empfehlen.

Momentan ist es mal wieder vergriffen und nur für viel viel Geld zu bekommen, aber es wird mit Sicherheit wieder aufgelegt werden. Vielleicht bekommst Du es in der Bibliothek oder über Ebay. Es erzählt die Geschichte zweier amerikanischer Höhlentaucher, die sich beim Wracktauchen durch diverse Fehler suizidieren - ein sehr sehr lehrreiches Buch.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang die Geschichte der Entdeckung des U-Bootes 869, "Im Sog der Tiefe" von Robert Kurson. Dieses Buch nimmt die Geschichte der beiden Höhlentaucher auf, beleuchtet sie jedoch deutlich objektiver.

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Lieben Gruß - und immer gut Luft,

Baiana

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Hallo,

seit einer Weile nehme ich bereits Vitamit D3, K2 und B12 zu mir ...

Meine Frage bezieht sich jetzt aber vielmehr auf Nährstoffe, die ich zu mir nehmen möchte, weil ich Ostechondrose etc. im Halswirbel diagnostiziert bekommen habe. Es geht insbesondere um diese Nährstoffe enthaltenden Mittel wie

  • Ackerschachtelhalm
  • Glucosamin
  • Chondroitin
  • Kollagen

Mal angenommen, ich würde über die normale Nahrungszufuhr nichts von den darin enthaltenen Nährstoffen aufnehmen (allerdings bin ich kein Vegetarier):

1) Kostenfrage/Gesundheitsfrage: Wieviel von diesen Stoffen braucht jemand, der 85 kg wiegt, 193 cm groß ist und 3/Woche a 2-3 Std. Badminton bzw. Speedminton spielt?

2) Gesundheitsfrage: Gibt es bei Überdosierung ein Problem (Ablagerung etc.) oder werden diese Stoffe bei Deckung des Bedarfs einfach ausgeschieden? 

Ich habe gerade Tabletten, die pro Tageszufuhr folgende Mengen unter anderem folgender Stoffe enthalten:

  • Glucosamine: 1000mg
  • Chondroitin: 900mg
  • Kollagen: 1200mg

Danke für eure Antworten im Voraus.

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