Wieso schaffe ich über ne Stunde auf dem Ergometer aber keinen km durchlaufen und nach 2,5km laufen bin ich schon an der Grenze?

4 Antworten

Hey,

naja zuerst einmal ist der Bewegungsablauf ein ganz anderer, das heißt der Körper ist speziell darauf nicht unbedingt trainiert. Klar gibt es eine Art Grundkondition, aber da gibt es noch viel mehr, was man an den Begriff Kondition hängen kann. Die unterscheidet sich von Sportart zu Sportart. Und dann kommt noch hinzu, dass du beim Laufen vielleicht erstmal lernen musst eine gleichmäßige Geschwindigkeit zu haben, die du konstant oder sagen wir über eine längere Strecke durchhalten kannst. Heißt da musst du erstmal wieder dein Tempo finden. Das ist auf Ergometer, Laufband etc einfach leichter, weil du da ja konstant (z.b. trittst), denn das Ding macht da nichts total unregelmäßiges mit. Weißt du wie ich meine? Also ich würde mich nicht nur auf das Ergometer verlassen, sondern wenn du wirklich im Laufen besser werden willst, auch einfach öfter laufen, und dann schauen, dass du dein eigenes Tempo findest. Man sagt immer, dass es am besten ist mit einem Tempo anzufangen, bei dem man sich die ganze Zeit noch relativ gut unterhalten könnte

LG

Soweit ich weiß, sind es zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich persönlich habe mir verschiedene Informationen gesucht weil ich auch was an meiner Ausdauer tun wollte, dabei habe ich unterschiedliche Informationen gefunden.

Bei https://ergometer-test.eu/kettler-heimtrainer-axos-cycle-m-test/ habe ich mir auch Heimtrainer angeschaut, werde mir wahrscheinlich auch eins zulegen. Aber wenn ich das Laufen trainieren will, dann beschäftige ich mich auch mit dem laufen und nicht mit was anderem.

Gezielte Übungen kann man sich auch im Internet oder direkt im Studio suchen. Man muss eines von dem anderen auf jeden Fall trennen.

Mit Radfahren, Ergometer und Co. trainiert man andere Muskeln und Bewegungsabläufe als sie beim Joggen benötigt werden. Radfahren und Laufen haben eines gemeinsam: Sie trainieren im wesentlichen das Herz-/Kreislaufsystem und werdem darum auch gemeinsam in den Begriff Cardio-Training gepackt.

Wie bereits angesprochen werden beim Laufen andere Bewegungsmuster trainiert, die mit dem runden Tritt auf dem Ergometer nichts gemeinsam haben. Diese Bewegungsmuster muss der Körper erst einmal lernen und sich darauf einstellen. Deshalb ist halt auch für Dich ein Jogging-Anfängerprogramm das richtige. Also ist Laufen mit Gehpausen gar nicht falsch.

Radfahren und Laufen lassen sich in einem weiteren Aspekt nicht vergleichen. Punkto Intensität ist Laufen etwa um Faktor 2 intensiver. Um den gleichen Kalorienumsatz zu erzielen musst Du mindestens doppelt solange Radfahren wie Laufen.

Ein Beispiel aus der Parxis: Ich habe in den letzten Jahren stark auf den klassischen Langlauf gesetzt und war deshalb pro Woche nur einmal joggen. Das will ich jetzt ändern und auch im Sommer und Herbst Volksläufe bestreiten. Obwohll ich über eine gute Ausdauer verfüge, muss ich mich beim Laufen erst an häufigere Trainings herantasten, damit ich nicht Gefahr laufe, meine Beine zu überlasten.

Ich habe in der vergangenen Woche eine gute Standortbestimmung machen können. Eigentlich wären nach Plan 2 Lauftrainings vorgesehen gewesen und 3 Laufeinheiten erst in weiteren 6-8 Wochen. Nun habe ich in Folge Ortsabwesenheit nur laufen können und habe 4 Laufeinheiten in 6 Tagen absolviert, wovon eine über 2 Stunden dauerte. Alles ging ohne Probleme.

Warum ich das hier erzähle? - Obwohl ich seit mehr als 15 Jahren strukturiert Ausdauersport betreibe, kann man nicht schlagartig von einem Sport auf den anderen umstellen. Auch ich benötige dazu Anpassungszeit. Dies umso mehr, als ich in meinem Alter empfindlicher auf Überlastungen reagiere.

In diesem Sinne: Baue Dein Training langsam auf und schau zu, wie Dein Körper reagiert. Lass Dir Zeit.

Heja, heja ...

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