Wieso benehmen sich Männer beim Sport so schlecht - und bemerken sie es womöglich selbst gar nicht?

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Kennen wir. Oft wollen sie zeigen, was für harte Kerle sie sind. Wer es nötig hat... Allerdings gibt es für stinken keine Entschuldigung. Und gegen Schweißtropfen gab es in meinen Studios Handtuchpflicht! Ohne konnte man gleich wieder gehen.

eigentlich ist es doch ganz einfach:

wenn sich einer daneben benimmt, sagt man es ihm. Wer sich dazu nicht traut, geht zum Trainer, ebenso wenn die direkte Ansprache nichts bringt. Wer nichts tut und sich darüber aufregt, braucht sich auch nicht zu beschweren. (Außer man heisst Anne Eube und arbeitet beim Springer-Verlag und schreibt dämliche Artikel, wie den oben verlinkten.)

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Auf jeden einzelnen Punkt einzugehen ist schwierig und ich kann dazu auch nur meine Meinung sagen und Vermutungen anstellen.

Bei den vollgeschwitzten Matten zum Beispiel kann ich mir vorstellen, dass demjenigen, der sie vollschwitzt, auch eine von jemand anderes vollgeschwitzte Matte benutzen würde, einfach weil es ihm gar nicht in den Sinn kommt, sich darüber zu beschweren. Er empfindet diesen Ekel einfach nicht.

Stöhnen gehört im Fittnessbereich sicherlich dazu. Haben die Tennisfrauen früher auch immer gemacht, wo man sich gedacht hat, ob die nicht die Sportart verwechselt.

Aber ganz schlimm ist es, dass die Autorin "Sorry" sagen muss, damit man auf sie aufmerksam wird und sie vorbei lässt. Das hätte mich auch so richtig stinkig gemacht.

Und die fiesen, trainierenden Männer, die den Betreiber des Fitnessstudio dazu genötigt haben, dass er den Trainingsraum optisch für Männer gedacht wirkend gestaltete. Das geht gar nicht.

diese Erfahrungen habe ich so nicht gemacht. Dass mal jemand schwitzt und auch stöhnt und evtl. auch mal grunzt, ja, das hab ich schon mitbekommen, sogar bei mir selber. Egal welches ernsthafte(!) Trainingsvideo man sich ansieht (es kann auch gerne der Kult-Klassiker PUMPING IRON sein), man sieht überall schwitzende, stöhnende Menschen. Wem (oder hier besser: welcher Frau) das nicht passt, sollte man vielleicht eine andere Freizeitaktivität empfehlen, als ins Sportstudio zu gehen.

Der Gebrauch mehrerer Geräte kann bei Supersätzen sinnvoll sein, allerdings habe ich das Geräte-Belegen nie zu einem anderen Zweck als ebendiesem wahrnehmen können. Dann werden i.d.R. max 2 Übungen gemacht (dazu meist noch an freien Gewichten) ausgeführt, die man ja ohnehin schlecht "besetzen" kann. Geräte werden teilweise "besetzt", also mit Drauf-Sitzen belegt und dann wird gequasselt. Tja, wer macht das öfter?

Zum Duschen ("im Privatspa so richtig die Sau rauslassen"): na zum Glück sind die Frauen nicht in der Männerdusche erlaubt; Frauenklagen erübrigen sich somit.

Ich hatte neulich einen Anfänger beim Kreuzheben "erwischt", als er in bester YT-Manier die LH nach dem Anheben einfach laut scheppernd runterfallen ließ. Ich warf ihm mit einem strengen Blick wortlos die Unterlegematten zu, die er daraufhin brav verwendete. Man kann den Leuten, die neu sind, oder die die Gepflogenheiten im Gym nicht kennen, durchaus was sagen. Nutzt das nichts, wendet man sich einfach an den Trainer, der das dann abstellt. Eine Frau, die sich also evtl. nicht traut, den Trainierenden direkt anzusprechen, wendet sich einfach direkt an den Trainer.

Im Sommer oder überhaupt nach einem schweren Arbeitstag riecht auch mal jemand nicht mehr nach Parfümerie-Douglas und solange das nicht alter Schweiß von einem ungepflegten Menschen ist (oder schlimmer: von ungewaschenen Polyester-Klamotten stammt), ist auch das normal. In letzterem Falle habe ich auch schon Leute angesprochen. Die machen das dann nicht wieder. Ausserdem gilt auch diesbezügl. die Hausordnung, die jedes Gym hat. Wenn es also mal unerträglich ist, den Trainer um Abhilfe bitten.

Die Autorin haut dann so Sachen raus, wie:

Das Fitnessstudio gehört euch nicht allein, Männer!

eine kleine, persönliche Abrechnung

ein Gemisch aus Schweiß und Speichel von dem Mann, der noch bis vor zehn Sekunden hier geplanked hatte

sie bringen systematisch kein Handtuch mit

Wann immer ich mich in den vergangenen Wochen vor einer Matte ekelte, hatte zuvor ein Mann darauf Sport gemacht.

Wieso benehmen sich Männer beim Sport so schlecht

Naja, da muss man eigentlich nicht weiter kommentieren. Männerfeindlichkeit ist gerade en vogue und da will das Springer-Blatt "Welt" wohl ganz vorne mit dabei sein. Da muss man nicht unbedingt mitmachen.

Wem (oder hier besser: welcher Frau) das nicht passt, sollte man vielleicht eine andere Freizeitaktivität empfehlen, als ins Sportstudio zu gehen.

Ja genau, die Welt gehört schliesslich den Männern, sollen die doch stricken gehen.

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@wurststurm

nein, wurststurm, das habe ich nicht gesagt und es wäre eine Fehlinterpretation. Das würde ich gerne vermeiden. Ich habe von ernsthaftem Training gesprochen und dass man bei ernsthaftem Training überall schwitzende und stöhnende Menschen sieht. Wem DAS nicht passt, der sollte sich was anderes suchen. Das habe ich gesagt. Bei den Hipstern, die sich von ihren "mobille-apps" alle 5 Minuten zu 1 Sätzchen Bizepscurls diktieren lassen sieht man kein Schwitzen und hört kein Stöhnen. Was ist das aber für ein Training?

Du bist selber ein Verfechter von hartem Training, wo man alles geben muss, jedesmal. Hab ich jedenfalls so in Erinnerung. Niemand wird mich davon überzeugen können, dass das geräuschlos und trocken zugeht. Sport bedeutet Körper. Mit allem drum und dran. Dafür nimmt man ein Handtuch mit und heutzutage gibt es in jedem Studio zusätzlich noch Desinfekt.-Spray. Einer meiner Sportkumpels wechselt sogar sein TShirt regelmäßig mitten im Training, weil es zu nass wird.

Was der Journalistin allerdings passiert sein soll, dass jemand Fitnessmatten vollsaut (vollschwitzt und vollspuckt???) und das so hinterlässt, das habe ich zumindest in 36 Jahren Training in diversen Studios (3-4x die Woche) in verschiedenen Sädten und Ländern bislang noch nicht gesehen. Ebenso die anderen Sachen finde ich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ergänzend möchte ich dazu aus dem Artikel zitieren: „Ich empfinde es als bedrohliche Situation, in einen dunklen Raum zu kommen, in dem lauter halbnackte, muskelbepackte Männer trainieren“. Ja, was soll man der Frau dann raten? Ihre Einstellung zu ändern, oder ins Frauenstudio zu gehen? Oder sollen die Männer aufhören, "muskelbepackt" zu sein oder weichen, weil eine Frau kommt? Oder macht mal jemand das Licht an? Und bitte, in welchem Studio darf man halbnackt trainieren??? Sorry, das sind einfach nur Klischees. Ich empfinde den Artikel nicht als ernst zu nehmende Diskussionsgrundlage, sondern einfach eine peinliche Schmähung, die mehr über die Autorin als über Tatsachen verrät.

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