Wiederkehrende Zerrungen im Oberschenkel?

2 Antworten

wahrscheinlich wird dir nur ein sehr erfahrener Sportmediziner, vielleicht auch Physio, der viel mit Sportlern zu tun hat, helfen können. Vielleicht bekommst du einen Termin beim Mannschaftsarzt eines größeren Fussballvereins.

Bei intensiveren Zerrungen entsteht ein dauerhaftes Narbengewebe, welches sich druch geringere Belast- und Dehnbarkeit auszeichnet. Eine neue Zerrung kommt "gerne" im gleichen Muskel wieder, entweder an gleicher Stelle, oder direkt daneben, wenn benachbarte Muskelstränge mehr Zug und dadurch Schutz für die ehem. Verletzung übernehmen. Zerrungen müssen daher immer sorgfältig ausgeheilt werden, um die Entstehung von Narbengewebe zu minimieren. Um das zu begünstigen, gibt es einen Vorgehen, welches dir ein Physio oder Sportarzt nach der Zerrung angeben sollte. Dein ursprünglicher Einsatz nach 2 Wochen war wohl zu früh.

Wie wurststurm schon sagte, kann hier keiner konkrete mediz. Ratschläge geben, da wir dich nicht kennen, aber allgemeine. Es gibt viele Ursachen, warum Zerrungen überhaupt entstehen. Aus einem unterschwelligen Krampf kann eine Zerrung entstehen, hauptsächlich, wenn der Muskel schlecht versorgt ist. Die Versorgung bezieht sich hier auf Nährstoffe und Sauerstoff, ebenso kann der Abtransport der Stoffwechselabfälle gestört sein. Die erse Vermutung liegt hier in einer geringeren Blutzirkulation. Das kann geschehen, wenn durch das Training der Blutfluss angeregt wird, sich die Kapillaren öffnen und der Muskel anschwillt, der Abfluss aber gestört ist (ein extremer Fall: Pumpeffekt beim Bodybuilder). Ähnliches passiert in einer Muskulatur, die sehr strammes Fasziengewebe hat. Durch das dicker werden, werden Adern regelrecht abgedrückt. Das Phänomen führt normalerweise zur vorzeitigen Erschöpfung der Muskulatur; forderst du einen Sprint heraus, kann das bei einigen betroffenen Muskelfasern zu dem Ergebnis führen. Hier könnte evtl. ein "Pumptraining" helfen, dass die Faszien weitet, also ein regelmäßiges Hypertrophietraining im leichteren Bereich für die Zielmuskulatur. Wenn du mit der Blackroll arbeitest, rolle immer nach oben und nicht nach unten, da das sonst die Venenklappen ungünstig beeinflussen kann. Weiter vermuten kann man, dass der Muskel auch an Nährstoffen unterversorgt ist, wenn z.B. Kohlehydrate fehlen. Ebenso können Mineralien fehlen (meist wird dann Magnesium erwähnt, aber es sollte natürlich ein physiolog. Mineralmix sein), insbesondere wenn du viel trinkst. Eine Krampf- und Zerrungsneigung ist bei erschöpfter Muskulatur viel häufiger. Dem entsprechen würde deine Angabe, dass die Verletzungen gegen Ende und nicht am Anfang des Spiels auftreten.

Verwunderlich ist, dass erst der 4. medizin. Experte einen extremen Beckenschiefstand feststellte, die anderen nicht. Bist du davon überzeugt, kannst du das nachvollziehen? Ist der Schiefstand seitlich oder ist das Becken nach vorn gekippt - also Tendenz Hohlkreuz? Gerade bei Störungen im unteren Wirbelsäulenbereich können Nervenstörungen auftreten, die eine genaue Ansteuerung der Beinmuskeln irritieren, die Spannungszustände der Muskeln verändern und gehäuft Zerrungen verursachen können. Dies geschieht bereits durch (nicht immer im MRT sichtbaren) Vorwölbungen von Bandscheibenmaterial. Es muss nicht gleich der Bandscheibenvorfall sein. Der Physio könnte daher mit dem Beckenschiefstand als Ursache Recht haben. Das wird unterstützt durch deine Angabe, dass die Zerrungen von rechts nach links "gewandert" sind. Hier wäre natürlich nur eine Korrektur der WS-Probleme hilfreich. Möglicherweise hast du es bei den Bemühungen mit dem Schiefstand etwas übertrieben. Wenn ein Körper sich über Jahre an eine Position gewöhnt und seine Strukturen daraufhin angepasst hat, sollte man das nur langsam und immer beidseitig angehen. Vielleicht lässt du dich von einem Orhopäden/Sportarzt auch hierauf nochmal untersuchen.

Medizinische Ratschläge gibt es hier nicht, höchstens allgemeine.

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