Wie wirksam sind Imprägnierspays für Softshelljacken?

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Imprägniersprays machen keine Jacke wasserdicht, sondern können nur eine vorhandene Membran hinsichtlich der Atmungsaktivität unterstützen. Eine grundsätzlich nicht wasserdichte Jacke wirst Du auch mit einem Imprägnierspray nicht wasserdicht bekommen.

Die Wasserdichtheit stellt eine Beschichtung oder eine Membran her, die unter das Obermaterial eingebracht wird. Diese hält auch ohne Imprägnierung dauerhaft dicht.

Allerdings lässt die Atmungsaktivität nach, sobald das Obermaterial feucht ist. Dann wirkt es wie eine Barriere auf die Atmungsaktivität, das heißt, es kommt weniger oder gar kein Wasserdampf mehr von innen nach außen mehr durch. Die Folge ist, dass der Schweiß innen an der wasserdichten Membran oder Beschichtung kondensiert und man von "innen nass" wird.

Daher bilden solche Membranen mit der Imprägnierung ein gemeinsames System. Letztere sorgt dafür, dass (Regen-) Wasser von außen nicht in das Obermaterial dringt, sondern abgeperlt wird, indem sich eine Chemikalie um die Fasern legt und die Feuchtigkeit abstößt. Dadurch bleibt das Prinzip der Atmungsaktivität erhalten.

Das Obermaterial entsprechender Kleidung wird daher schon ab Werk imprägniert. Wichtig ist es, diese Schicht regelmäßig aufzufrischen, etwa mit einem geeigneten Imprägnierspray für atmungsaktive Stoffe, zum Beispiel "Granger's XT" oder durch einen Einwaschimprägnierer.

Einige Imprägnierungen reagieren auf Wärme, so dass man eine Imprägnierung auch durch eine Behandlung im Wäschetrockner oder mit dem Bügeleisen einige Male wieder reaktivieren kann. Das ist etwa bei Gore-Tex der Fall, steht aber jeweils auch auf dem Pflegeetikett.

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