Wie wird Sportsucht definiert?

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3 Antworten

Hallo misspiggy, darunter versteht man den inneren Zwang, sich täglich oder mehrmals wöchentlich Sport zu trieben, dabei spielt die erbrachte Leistung eine wichtige Rolle und wird kontinuierlich gesteigert. Meist sind diese Menschen auch Essverhalten auffällig. Der Leistungssport dient dazu, das Selbstbewusstsein zu steigern, Misserfolge in anderen Bereichen zu kompensieren und der Bewältigung von Problemen auszuweichen. Völlige körperliche Erschöpfung wird häufig angestrebt und als Erfolgserlebnis gewertet. Bei sehr intensiver sportlicher Betätigung, wie bei den Ausdauersportarten, schüttet der Körper verstärkt Endorphine aus, die den Körper im Extremfall in eine Art Rausch versetzen können. Langstreckenläufer bezeichnen diesen Zustand als Runner's High. Leider taucht dieses Phänomen in unserer Leistungsgesellschaft immer häufiger auf. Leistung hat einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und ist positiv besetzt, hinzu kommen die vorherrschenden Schönheitsideale.

Erstmal Entwarnung für Dich; Du hast ja noch Deinen Rettungsring und trainingsfreie Tage.Außerdem keine negativen Auswirkungen vom Sporttreiben.Du bist einfach jetzt warm und bereit für Sport! Definitionen(leider etwas schwammig) wann Sportsucht,die es als eigenständige Diagnose noch gar nicht geben soll,vorliegt findest Du auf sign-projekt.de oder Wikipedia.Jetzt muss ich aber dringend Aladin freundlich widersprechen:der innere Zwang sich öfter oder täglich zu betätigen ist ganz natürlich und biologisch als Jäger und Sammler begründet.Die erbrachte Leistung ist schon wichtig um nicht zu über oder unterlasten und sie darf auch angemessen gesteigert werden(sollte sogar gesteigert werden!)Falsches Essverhalten ist natürlich ein Aspekt für Sportsucht,die von Aladin geschilderte Verküpfung mit dem Leistungsport aber nicht zutreffend.Leistungssport dient nicht dazu das Selbstbewußtsein zu steigern(ist ein Nebeneffekt gegen den nicht einzuwenden ist),Leistungssportler müssen keine Misserfolg in anderen Bereichen kompensieren und weichen auch keinen anderen Problemen aus.Auch sind laut einigen Studien u.a. von Prof.Oliver Stall Hormone nicht verantwortlich für eine Sportsucht!Welcher Effekt am meisten zur Sportsucht beiträgt ist noch nicht bekannt, außerdem ist Sportsucht sehr selten und nach einiger Zeit(wenige Monate,Jahre) automatisch beendet.Niemand wird vereinsamt als Sportsüchtiger sterben müssen(Vergleiche mit anderen Suchtformen);Langstreckenläufer wie z.B. Dr van Aaken sind Bundesverdienstkreuzträger und Ehrenbürger und haben auch als Sportsüchtige Läufer nie negative Auswirkungen erzielt!

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