Wie wichtig ist ein Sicherheitsnetz beim Trampolin?

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Also ich kann dir nur dringendst ein Sicherheitsnetz anraten! Egal, ob Kinder oder Erwachsene! Da die Gartentrampoline anders "gestrickt" (z.B. Wurfeigenschaften) sind, als die großen Trampoline, welche man in Sportvereinen vorfindet und daher viele Faktoren zusammenkommen, die unterschiedlich in negativer Richtung bei Gartentrampolinen herrschen, kann ich nur das Netz anraten!

Nachfolgend mal einige Zeilen vom Verein "Große schützen Kleine".

Immer mehr Trampolin-Unfälle bei Kindern Der Verein "Große schützen Kleine" warnt: Laut einer Studie nehmen Trampolinunfälle stark zu, es steigt auch die Komplexität der Verletzungen. Die Unfälle betreffen hauptsächlich Kinder im Volksschulalter.

1.500 Unfälle im Jahr "Trampolinunfälle nehmen nicht nur stark zu, es steigt auch die Komplexität der Verletzungen", erklärt Primarius Günter Fasching, Vorstand der Kinder- und Jugendchirurgie im LKH Klagenfurt.

Allein vergangenes Wochenende mussten im LKH Klagenfurt neun Kinder nach Trampolinunfällen versorgt werden, zwei Patienten wurden stationär aufgenommen. Hauptursache waren missglückte Landungen und Zusammenstöße mit anderen Kindern.

Kopfverletzungen immer häufiger Besonders betroffen sind Kinder im Volksschulalter. Aber auch Kleinkinder stürzen immer wieder von einem ungesicherten Trampolin. Die meisten Trampolin-Unfälle passieren im eigenen Garten.

Mehr Achtsamkeit gefordert "Uns ist es ein Anliegen, Eltern darauf aufmerksam zu machen, dass dieser Trendsport als Unfallursache nicht zu unterschätzen ist", so Fasching. Eine Studie des Vereins "Große schützen Kleine" zeigt, dass diese meist unzureichend gesichert.

Experten empfehlen, in jedem Fall die entsprechenden Sicherheitsnetze anzubringen und Sprungfedern sowie die Befestigung des Netzes regelmäßig zu kontrollieren. "Kinder sollten nur unter Aufsicht von Erwachsenen das Trampolin nutzen. Besondere Aufmerksamkeit ist gefragt, wenn die Sprungfläche nass und daher rutschig ist.

Rasche Übermüdung ist gefährlich ...zeigt weiters, dass rund ein Viertel der Unfälle innerhalb der ersten 15 Minuten passieren, wenn die Kinder unaufgewärmt zu springen beginnen. In der drauffolgenden Viertelstunde machen sich bereits konditionelle Mängel bei den Kindern bemerkbar und weitere 40 Prozent aller Unfälle passieren bis zur 30. Minute.

Trampolinspringen ist eine sehr große Herausforderung an die Kondition der Sportler und der andauernde Federeffekt lässt Ermüdungserscheinungen leichter übersehen.

Eine weitere häufige Unfallursache ist das Springen von mehreren Kindern auf einem Trampolin. Hier sind Eltern und Betreuungspersonen besonders gefordert, die Kinder auf die möglichen Gefahren aufmerksam zu machen.

Artikel aus einem Trampolinverein: Es gibt verschieden Arten von Trampolinen. Die Vereinsgeräte, die Geräte, welche wir alle von den zahlreichen Spieleparadiesen kennen und eben die Gartentrampoline, welche die Unsichersten sind! Zum einen sind sie rund und es herrscht (zum Teil durch das Runde, aber auch durch die Bespannung) eine unnatürliche Sprungeigenschaft.

Wer ein Gartentrampolin hat, dem empfehlen wir unbedingt ein Netz mit oder noch nachzukaufen! Zudem immer nur EIN Kind springen lassen! (Das ist unter anderem der Grund, warum es in den Spieleparadiesen immer wieder zu Unfällen kommt) Saltos und anderweitige Rotationsdrehungen sollten vermieden werden!!! Und nur unter fachkundiger Anleitung erlernt werden!

Ich hoffe, dass ich dir aufzeigen konnte, wie wichtig so ein Netz ist!? Nichts für Ungut. Trampolin ist zu einer Tredsportart geworden und wie schon erwähnt, am Sichersten und mit höchstem Lerneffekt, im Verein auszuüben. Natürlich kann und möchte das nicht jede/r. Wer sich für ein Gartentrampolin entscheidet, der aber bitte, im eigenen Interesse, mit Sicherheitsregeln und mit Sicherheitsnetz, denn so kann man schon vielen Unfällen vorbeugen. Es soll ja schließlich auch Spaß machen.

Viele Grüße

Wir haben zwar selbst kein Trampolin im Garten stehen, mir wird es aber immer Angst und Bange, wenn ich sehe, wie nah Nachbarn ihres an Vordächer und hohe Hecken stellen. Bei uns im Leistungsturnen galt früher - lang, lang vor der Garten-Trampolin-Zeit - die feste Regel, dass nur gesprungen wird, wenn rundherum Leute stehen, die den Springer bei Bedarf auf das Tuch zurückstoßen können, um so etwas wie ein "lebendes Sicherheitsnetz" zu bilden. Da man aber selten so viele Leute zusammen hat, die einen Kreis um ein Trampolin bilden können, finde ich auch, dass ein Netz vor allem bei Kindern sinnvoll ist.

Ist ja die Frage, ob die Kinder unbeaufsichtig darauf springen dürfen oder nicht. Wenn sie kleiner sind, sollte man sie auf jeden Fall immer beuafsichtigen auf dem Trampolin. Für Erwachsene finde ich ein Sicherheitsnetz sehr übertrieben. Wäre auch fraglich, ob dieses einen Erwachsenen überhaupt hält oder ob man trotzdem auf dem Boden landet ...

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