Wie wichtig ist die Schulterbeweglichkeit beim Delfinschwimmen?

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Die Schulterbeweglichkeit wird in drei Schwimmarten besonders gebraucht, nicht nur beim Delfinschwimmen. Trainieren kann man das mit dem sogenannten Ausschultern, das aber mit größter Vorsicht gemacht werden sollte. Also einen Stab mit gestreckten Armen vor dem Korper halten und über den Kopf gestreckt zum Rücken führen. Du darfst keinen Schmerz spüren! Je unbeweglicher Du am Anfang bist, desto weiter außen muss der Stab gehalten werden. So ca. 10 Wiederholungen machen. Viel Erfolg.

Wie „groß“ die Nachteile deiner schlechter Beweglichkeit beim Delphinschwimmen sind, kann man nicht beantworten, ohne Näheres über das Ausmaß deines Beweglichkeitsmangels zu wissen. Beheben wirst du das kaum können, da die Bewegungseinschränkung im Schultergürtel weniger durch mangelnde Dehnfähigkeit, sondern eher durch knöcherne Hemmung bedingt ist. Beim Delphinschwimmen kannst du den Mangel etwas dadurch kompensieren, dass du die Schultern weiter aus dem Wasser herausbringst, um die Arme besser nach vorn schwingen zu können. Aber dadurch leidet die Schwimmgeschwindigkeit. Derjenige Schwimmstil, bei dem man am besten eine mangelnde Schulterbeweglichkeit verkraften kann, ist das Kraulschwimmen. Hier kannst du durch stärkeres Rotieren den Schultern den Beweglichkeitsmangel recht gut kompensieren.

Beim Delphinschwimmen ist die Bewegung der Wirbelsäule wichtiger und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Schultern führt leider auch oft dazu, daß die Wirbelsäule sich nicht mehr rund bewegen kann.
Achte in Zukunft auf die Bewegung vom Oberkörper und vergleiche Delphinschwimmen mit nur Delphinbeine (rein vom Oberkörper aus mit den Beinen nachschwingen lassen) und grenze deine Probleme noch etwas mehr ein.
Als Übung kann ich dir nur empfehlen Kraularme Abschlag mit Delphinbeine (nicht aus dem Knie heraus, sondern den Oberkörper bewegen), wobei die Schultern möglichst waagrecht im Wasser sein sollen - das ist also ein halbes Delphinschwimmen, mal mit dem rechten, mal mit dem linken Arm. Außerdem hast Du die Möglichkeit bei jedem Kraularmzug (dem Eintauchen um genau zu sein), die Schulterbeweglichkeit etwas zu dehnen bzw. den restlichen Körper besser an deine "Einschränkungen" zu gewöhnen. Dabei auch wieder nicht die Schulterrotation verstärken, sondern bis auf einen leichten Zug den Arm beim Eintauchen strecken, während die Handfläche nach außen zeigt (dazu gibt es bereits eine Frage, gerade erst gestellt, schau bitte dort nach).

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