Wie wichtig ist die Laufrichtung eines Fahrradreifens?

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4 Antworten

Der Reifen ist auch fahrbar wenn du ihn entgegen der Laufrichtung montierst. Da passiert erstmal nichts. Der Abrollwiderstand kann je nach Profil aber leicht verändert sein, so das die Rollfähigkeit etwas schlechter ist. Das sollte sich aber nicht stark bemerkbar machen. Unter Umständen hat der Reifen im Gelände nicht den optimalen Grip so das du hier schon mal schneller ins Rutschen kommen kannst.

Beim Mountainbikereifen soll der Dreck nach dem Bodenkontakt wieder aus dem Profil fallen, sodass der Reifen nach einer Umdrehung wieder das ganze Profil nutzen kann. Diese Selbstreinigung funktioniert aber nicht so gut wenn Du den Reifen gegen die Laufrichtung montierst. Rennradreifen haben aber auch oft eine Laufrichtung auf die man auch achten sollte.

Unangenehm kann sich der falsch montierte Reifen auch bei heftigem Regen und entsprechend viel Wasser auf der Strasse auswirken, weil er dann das Wasser schlechter verdrängt und leichter aufschwimmt.

Wenn eine Laufrichtung vorgegeben ist sollte man das auch beachten. Es gibt zB. von Schwalbe den NN und der hat auch eine Empfehlung und zwar Pfeil Front und Pfeil Rear. Der Unterschied, wenn man so will zwischen links und rechts, ist die Anordnung der seitlichen Noppen. Wenn man genau hinschaut sind die asymetrisch bzw. nicht parallel zur Laufrichtung angeordnet. Das hat beim Vorderrad den Effekt, dass die Seitennoppen den Reifen beim Bodenkontakt erst "breiter" machen und damit für mehr Lenkstabilität sorgen. Beim Hinterrad wird nur gedreht mit dem Effekt, dass hier die Traktionsfläche erst "schmal / enger" und dann erst breiter und offener wird.

Es gibt ja auch die Empfehlung für Mischbereifung die genau diesem Schema folgt: vorn Spur- und Lenkstabilität und hinten mehr Traktion. ZB. Vorne NN und hinten RR und es gibt spezielle Reifen wie den FA, den es getrennt als Front und Rear Version gibt.

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