Wie wichtig ist die Ernährung beim Klettern?

4 Antworten

Generell ist eine ausgewogene Ernährung sinnvoll und zu bevorzugen. Unabhängig ob du nu Sport treibst oder nicht. Klettern ist zwar anstrengend und erfordert neben einer guten Koordination auch Kraft und eine gewisse Grundlagenausdauer, jedoch denke ich das die Ernährung im Vergleich zu einer reinen Ausdauer oder Kraftsportart hier eine etwas untergeordnete Rolle spielt, da die Intensität beim Klettern eine andere ist. Gut, wenn jemand alles in sich hinein stopft, darauf hin dann Körperformmäßig stark zulegt wird er es auch beim Klettern extrem schwer haben. Solange er sich aber einer drahtigen Figur erwehren kann...wird die Ernährung hier vermutlich nicht all zu gravierend einfliessen.

Ernährung ist das "Wichtigste". Wenn du dich nicht ernährst, stirbst Du. Ok, Spass beiseite. Eine ausgewogene Ernährung wie von "Juergen63" erwähnt ist schon sinnvoll, allerdings kann man es auch übertreiben. Wenn Du dir die Ernährungspläne von Spitzensportlern oder Bodybuildern in der Definierungsphase ansiehst, dann macht das keinen Spass mehr. Essen soll auch Motivation bringen. Essen was dir schmeckt und für den Körper gut ist (gesund ist alles was nicht krank macht)bringt automatisch Leistungswille mit sich. Wenn du genügend Eiweis,Kohlenhydrate, Fett und Vitamine in dir hast, tut das dein Körper schon da hin wo er es braucht wenn du es durch Leistung forderst. Kletterspezifische Ernährung würde ich nicht favorisieren, eher die wie sich ein Amateur-Leichtathletik-Mehrkämpfer ernährt.

Zwischen sehr gut Klettern und ganz an der Spitze mitmischen ist auch noch ein ziemlicher Unterschied. Ein talentierter und fleissiger Kletterer kann auch mit ziemlichem Lotterleben weit kommen. Nicht nur ungesunde Ernährung, sondern auch Alkohol, Zigaretten und andere Drogen scheinen manchen nicht davon abzuhalten im 10. Grad zu klettern. Die richtigen Spitzenleute, die im 11. Grad unterwegs sind achten jedoch dann meist schon deutlich mehr auf die Ernährung, wobei das bisher auch nur von wenigen so betrieben wird. Ich denke daher, dass der Klettersport in Zukunft durchaus noch entwicklungsfähig ist, wenn die Sportler eine noch professionellere Einstellung haben (wie z. B. das Adam Ondra jetzt vormacht und damit sehr erfolgreich ist).

Meiner Meinung nach hat die Ernährung bis zu einem gewissen Grad nur eine untergeordneten Einfluss auf die Kletterleistung - Erfahrung, Koordination und Motivation sind deutlich wichtiger. Um aber die letzten Reserven bis an seine Grenzen herauszukitzeln führt kein Weg an einer ausgewogenen und auf die jeweiligen Belastungen abgestimmte Ernährung vorbei. Vorausgesetzt man will das - denn nachweisen lässt es sich schlechter als in vielen anderen Sportarten, obs was bringt, da die Kletterleistung von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängt, die sich teilweise auch gegenseitig beeinflussen.

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