Wie trainiert man auf ein 24h Radrennen

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1 Antwort

Es gibt bei 24h-Rennen in der Regel sowohl Einzelstarter als auch Teams (normalerweise Zweier, Vierer und Achter). Ein Staffelstab muss uebergeben werden, aber es muss nicht die ganze Zeit ein Fahrer auf der Strecke sein. Wenn man i einem Achterteam startet, dann faehrt man nicht laenger als eine Stunde am Stueck und braucht deswegen nur eine akzeptable Grundlagenausdauer, denn während man fährt, ist man sowieso ununterbrochen im roten Bereich.

Bei kleineren Teams sieht das schon anders aus.

Ein ganz besonderes Fahrerlebnis bietet sich den Einzelstartern. Um hier Erfolg zu haben (und dazu zaehlt schon das Durchfahren), ist ein umfangreiches Training erforderlich. Es muessen sehr viele Grundlagenkilometer gefahren werden. Tempohaerte ist vergleichsweise unwichtig - obwohl die Einzelstarter natuerlich normalerweise auch keine lahmen Schnecken sind. Wer aber bloss das Ziel hat durchzufahren, sollte in der Vorbereitung darauf Wert legen, moeglischt schnell und lang im aeroben Bereich zu fahren. Anaerobes Training ist relativ unbedeutend.

Ich kenne jemanden, der bei 24h-Rennen auf der Strasse ziemlich gut abschneidet. Er ist auch sonst ein guter Radrennfahrer, hat aber ausgesprochene Staerken bei langen Rennen oder Etappenfahrten. Ursache dafuer ist ein langjaehriges Training von hohem Umfaengen (ca. 15000 km/Jahr).

In der unmittelbaren Vorbereitung faehrt kein Mensch einfach mal so 24 Stunden durch. Natuerlich faehrt man als Einzelfahrer vorher auch lange Strecken, laenger als 7 Stunden ist mein Bekannter allerdings nicht gefahren. Man uebt diese Rennen eigentlich erst bei den Rennen selber. Deswegen sind auch die wenigsten Leute bei ihrem ersten 24h-Rennen gleich Sieger.

In einem groesseren Team (Achter oder auch Vierer) kann ein geuebter Rennfahrer ohne besondere Vorbereitung recht erfolgreich fahren, weil Renntempo und Dauer der einzelnen Intervalle mit normalen Rennen vergleichbar sind. Die Herausforderung liegt dann hauptsaechlich darin, sich in den Pausen gut zu erholen und sich den Magen nicht zu verderben.

Letzteres ist fuer Einzelstarter auch ein grosses Thema: Es muessen schliesslich Unmengen von Kalorien zugefuehrt werden und wer auf Sieg faehrt, steigt zum Essen noch nicht einmal ab.

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