Wie setzte ich mir konkrete Ziele beim Sport?

5 Antworten

wenn dein Ziel der "Stressabbau durch Sport" ist, wäre es sträflich, hier Leistungsparameter anzusetzen. Stress (im negativen Sinne) ist ein individuell und temporär unterschiedlich starkes Gefühl. Das kann man nicht mit definierten, gleichbleibenden und messbaren Aktivitäten ausgleichen, sondern muss es variabel, anlassbezogen flexibel gestalten. Mache einfach dein Training und du merkst dann schon, ob du im Beruf aufgebauten Stress, bzw. eher die daraus folgenden Gefühle z.B. durch einen besonders aggressiv angegangenen Sprint, durch HIIT-Training oder lieber durch ein eher meditatives langsames Joggen in den Griff bekommst. Das Training wird dann auch in Intensität wie Dauer unterschiedlich sein.

Gemütsaufhellung durch Sport: naja, man sollte vom Sport auch nicht zu viel verlangen. Wenn dein Gemütszustand daran leidet, dass du dich kaum bewegst und einen lethargischen und daraus folgend evtl. unzufriedenen Feierabend verbringst, könnte die Bewegung allerdings helfen. Sind es eher andere bzw. psychische Gründe, kann Sport dich allenfalls ein wenig ablenken.

Sport ist das beste Antidepressivum 👍

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@Jogginganzug39

ich stimme dir ausnahmsweise nicht zu. Enkelkinder sind das beste Antidepressivum ;-))) Wenn es die gibt. Ansonsten tuts auch Beschäftigung mit anderen Menschen, die oft glücklich über die erwiesene Anteilnahme sind. Sport hilft wie dargelegt dann wunderbar, wenn ein bewegungsarmer Lebensstil kausal zum unbefriedigenden Gemütszustand beträgt. Wenn jd. wegen Einsamkeit, Nichterfüllung im Beruf- oder Partnerleben usw. einen zu verbessernden Gemütszustand beklagt, kann Sport allenfalls sehr kurzfristig und nicht kausal Abhilfe schaffen.

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@nafetsbln

Alles richtig, aber die regelmäßige Endorphinausschüttung sorgt für sehr starke Glücksgefühle. Wenn man das aufrecht erhält, wirkt das nachweislich wie die chemische Keule. Bei vielen Leuten sogar besser.... Natürlich sind Kontakte und vieles andere eine wichtige Basis für Stabilität, da hast völlig Recht! Sport ist da aber eine sensationell wirksame Methode überhaupt erstmal aus dem Loch zu kommen und tut vielen so gut, dass man das als Therapie ezeichnen kann. Bin selber Sporttherapeut, gibt da massenhaft Studien zu.... Kenne es auch aus eigener Erfahrung, hab auch immer Probleme mit depresiven Verstimmungen.

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Warum sind das keine Ziele?

Das sind sogar die sinnvollsten, die es gibt. Sport treiben, wie es einem gut tut!

Die Verbesserung der Fitness und der schönere Körper kommt dann nämlich ganz automatisch nebenbei und man bleibt regelmäßig dabei, weil es einfach gut tut.

Und genau das sollte dann auch der Richtwert sein - achte darauf, wann und wie Du was brauchst, um Dich dabei und danach gut zu fühlen.

Besser kann man auch Leistungstraining nicht steuern!

Fang mal 3x pro Woche mit lockerem Laufen an. Daraus wird automatisch mehr....

Wenn Du platt bist, lauf zb. nur ne halbe Stunde. Wenn Du am Wochenende fit bist und raus willst, fahr mal in die Natur und Lauf dort ne Stunde durch den Wald.

Dieses Rumhetzen nach Pulswerten und Zeiten ist grundsätzlich idiotisch. Auch wenn Du richtig fit werden willst, kannst das besser über das Bauchgefühl steigern. Jeden Tag gucken, was geht und hilft.

Kann man lernen, aber fang erstmal an.

Mach doch einfach entspannt das, was du dir vorgenommen hast. Beispiel Joggen: Lauf einfach locker los nach etwas Aufwärmen und schau mal, wie lange du durchhältst. Fürs nächste Mal kannst du dann verauchen, etwas länger oder weiter zu machen. Aber ohne Stress. Hauptsache, du hast was gemacht und nicht zu viel gegrübelt... Viel Erfolg

Ich kann dir empfehlen dir als Ziel das Körpergefühl zu setzen. Mache Lauf-ABC und lerne in deine Beinarbeit hineinzuhören. Spiele mit der Bewegung. Fühle in die Armarbeit rein, achte darauf deine Schultern locker und unten zu lassen, achte darauf aufrecht zu sein. Das Laufen selbst ist Beigabe. Laufe ohne Stress. Wenn du schneller laufen willst, tu das. Wenn du die Dosierungen findest wie viel Entspannung und wie viel Belastung du benötigst, machst du von alleine Fortschritte. Vielleicht nicht so effizient wie andere, aber nachhaltiger. Denn du bist dann in der Lage zu erkennen wann deine Muskulatur ermüdet, oder du einfach gerade nicht sauber läufst und kannst entsprechend dagegen steuern.

Das Ziel lautet hier also: Beinarbeit aktiv wahrnehmen.
Beim nächsten mal: Körperhaltung aktiv wahrnehmen.
Mit der Zeit erkennst du Details und deine Ziele erweitern und wiederholen sich immer wieder. Das große Ziel: Eine gute Technik. Wenn du die Zeiten bei einem Volkslauf oder beim Sportabzeichen dabei im Auge behältst, dann kannst du anhand deinem Ist-Stand ein Ziel definieren auf das du dein Training erweitern kannst. Und das vollkommen ohne Stress. Wichtig sind realistische Ziele, die gut erreichbar sind. Das ist gut für den Kopf und oftmals erreichst du dadurch mehr als erwartet.

Viel Erfolg dabei!

Als Kommentar noch: Wenn es um Entspannung geht, ist Körpergefühl das A und O. Dabei konzentrierst du dich auf dich selbst. Nicht auf Leistungen, sondern auf das was dein Körper tut. Diese Wahrnehmung ist Gold wert und viele haben das leider mit dem Alter verlernt. Gerade wenn Depressionen oder einfach eine schlechte Phase des Lebens ein aktuelles Thema ist.

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Ich verstehe nicht ganz was das Setzen von Zielen im Sport mit Stress zu tun haben soll. Ziele zu setzen ist für mich ganz wichtig und unabdingbarer Teil des Sports. Dass man Ziel gar nicht oder nur teilweise erreicht ist dabei immer einkalkuliert. Wenn das ein Problem ist kann man sie auch entsprechend klein ansetzen. Überdies kann man auch die Art des Zieles steuern. Die Anzahl der gelaufenen KM im Monat oder Jahr kann man über Fleiss steuern, genauso wie man die reine gelaufene Zeit zum Massstab nehmen kann oder die Zeit, die man für das Dehnen aufwendet usw. usf.

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