Wie schräg kann man sich mit dem Rad in die Kurve legen?

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1 Antwort

Zunächst will ich Dir als Radsportler, der im Winter auf der Bahn trainiert sagen, dass die Schräglage hier kaum eine Rolle spielt. Du musst in den Steilkurven überhaupt nicht lenken. Die Gerade kippt quasi in Kreisrichtung, dadurch wird quasi eine gerade Strecke simuliert.

Die maximale Kurvenneigung auf der Straße ist gar nicht so einfach zu ermitteln. Zunächst muss man sehen, wie stark sich ein Rennrad überhaupt zur Seite kippen lässt. Experten haben hier einen Wert im Schnitt von 77 Grad ermittelt, dann berührt der Lenker den Boden.

Natürlich lässt sich diese Neigung niemals fahren, denn der so genannte Haftreibungskoeffizient macht vorher Schluss mit der lustigen Fahrt. Bevor ich hier eine riesige Abhandlung über Haftreibung abhalte, zu der ich fachlich ehrlich gesagt nicht in der Lage wäre (Wikipedia ist da besser: http://de.wikipedia.org/wiki/Haftreibung), werfe ich die gleich die passende Zahl ein:

Zwischen Asphalt und Reifengummi liegt dieser Wert bei knapp über 1 liegt. Bei einem Wert von genau 1 ist eine Schräglage von 45 Grad möglich.

Nun könnte man aber davon ausgehen, dass man also mit einem Rennrad 45 Grad oder gar leicht mehr Neigung bewältigen kann. Allerdings ist der Haftreibungskoeffizient nicht der einzige Faktor: Hinzu kommen noch Reifenaufstandsfläche, Fahrbahnbeschaffenheit (Belag) und vor allem Vortrieb und Last hinzu. Nicht zu vergessen auch die Beschaffenheit des Reifens usw.

Also, eine einfache Lösung für Deine Frage gibt es nicht, es hängt vom Einzelfall und von den dann gemessenen Werten ab, so dass man hier schon mal keine Antwort geben kann.

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