Wie läuft die Glykolyse im Körper ab?

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Die Glykolyse ist ein Prozess, bei dem Glucose in Pyruvat (+Coenzym NADH +Wasserstoff) umgewandelt wird. Ausgangsstoff ist das im Körper gespeicherte Glycogen, das durch den Vorgang der Glykogenolyse in Glucose umgewandelt wird. Damit ist aber noch keine Energie gewonnen; denn das Pyruvat muss weiter abgebaut werden. Das kann auf zweierlei Weise geschehen, nämlich einerseits durch aerobe Oxidation (also durch Sauerstoff-Verbrauch), wie bei einem Dauerlauf, und andererseits durch anaerobe Oxydation (also ohne Sauerstoffverbrauch), wie etwa bei einem Sprint. Im ersten Fall, bei der aeroben Oxydation, wird das Pyruvat über Essigsäure und weiter durch den Prozess „Zitronensäurezyklus“ und den Prozess „Atmungskette“ zu Wasser und Kohlendioxyd verbrannt. Die dabei freiwerdende Energie wird in Form des ATP (Adenosintriphosphat) dem Muskel für die Krafterzeugung zur Verfügung gestellt. Das anfallende Wasser wird ausgeschieden, das Kohlendioxyd ausgeatmet. Bei der anaeroben Oxydation kann das Pyruvat direkt in Laktat überführt werden und auf diesem Wege Energie in Form von ATP binden. Der Vorteil ist, dass das ATP wesentlich schneller für den Muskel zur Verfügung steht als bei der aeroben Oxidation. Der Nachteil ist jedoch, dass nur ein Drittel der Energie gewonnen werden kann und dass es durch die Laktatbildung zu einer Übersäuerung des Muskels kommen kann. Diese Prozesse laufen in den „Kraftwerken“ der Körperzellen ab. Das sind kleine, „Mitochondrien“ genannte, Körperchen, von denen verständlicherweise in den Muskelfasern besonders viele vorkommen.

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