Wie können Einlagen eine Scherbewegung im Knie eindämmen?

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3 Antworten

Stell Dir das Bein wie einen Turm aus Klötzen vor. Wenn der unterste Klotz schief ist, muss alles was oben drüber steht die Fehstatik ausgleichen. Korrigierst Du den untersten Klotz, können die Klötze drüber auch im Lot stehen. So ist es beim Körper auch (unter anderem!).

Die Scherbewegung kann verschiedene Gründe haben, die zunächst diagnostiziert werden müßten. Da der Orthopäde jedoch schon zu Einlagen geraten hat, ist davon auszugehen, dass entweder ein Innengang oder extremer Außengang festgestellt wurde oder/und eine durch einen Knickfuß bedingte Fehlstatik.

Die Untersuchung umfasst die genaue Beanschauung des Gangbildes und Abrollverhaltens und eine Fuß- und Beinstatikfestigkeitsüberprüfung.

Nach den so ermittelten Ergebnissen werden Übungen gezeigt, die ein bewusstes Gegensteuern ermöglichen (auch die Fußmuskulatur hat die Schaltzentrale im Gehirn) und sollte der Fußverfall oder die Statik zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden, müssen spezielle Einlagen angefertigt werden und das Knie direkt ggf. mit einer Stützbandage versorgt werden.

Solch eine Untersuchung ist sehr zeitaufwändig (mindestens 30 Minuten), die Einlagen müssen genau angeformt und mit diversen Keilen versehen werden. Dem einfachen Kassenpatient wird sehr wahrscheinlich nicht großartig geholfen werden können, denn diesen Aufwand sieht unser gesetzliches Kassensystem nicht vor.

Das müsste doch der behandelnde Orthopäde wirklich besser beantworten können!

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