Wie kann man Spagat lernen?

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Bevor es richtig ans "Spagat" üben geht, solltest Du eines im Vorfeld wissen: Die vorhandene Flexibilität lässt sich nur in gewissen engen Grenzen beeinflussen. Eine einmal verlorene Beweglichkeit ist auch nicht mehr zu 100 Prozent wieder herstellbar. Es können lediglich Verbesserungen erzielt werden. Auch solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass genetische Veranlagungen ebenso eine Rolle spielt.

Dennoch ist uns allen bekannt,  dass Kinder Hände und Füße gleichermaßen frei einsetzen. Durch die äußeren Lebensumstände, die Annehmlichkeiten des modernen Alltags jedoch geht die Flexibilität allmählich verloren. Spätestens ab dem 10. Lebensjahr geht die Flexibilität zurück, wenn dem nicht aktiv durch entsprechende Übungen gegengesteuert wird.

Für den Spagat sind im Wesentlichen Sehnen und Muskulatur gleich wichtig. Mehr noch als verkürzte Sehnen sind aber meist verkürzte Muskeln für die mangelnde Beweglichkeit verantwortlich, durch einseitig Belastungen können sich Muskeln verkürzen, was im Grunde eigentlich nur eine natürliche Anpassung der Muskeln an die Belastung darstellt. Um einer Einschränkung der Beweglichkeit durch verkürzte Muskeln vorzubeugen hilft nur eines: Beuger und Strecker der Muskeln müssen in gleichem Maße trainiert werden, um einen Ausgleich zu schaffen.

Zusätzlich können diverse Dehnübungen helfen, die Flexibilität zu erhalten oder auch dauerhaft zu verbessern. Je nachdem welchen Spagat (Vorwärts- oder Seitwärtsspagat) man übt, sind natürlich jeweils andere Übungsformen zu wählen. Gerade für den. Seitwärtsspagat gibt es auch Beinspreizer, die eine wertvolle Trainingshilfe darstellen. Hier kann man entweder auf die rein von Muskelkraft und damit ich recht preiswerten Beinspreizer zurückgreifen, oder man investiert etwas mehr in professionelle mechanische Beinspreizer, die eine stufenlose Dehnung ermöglichen und im Grunde den sonst für viele Übungen unentbehrlichen Partner vollständig ersetzen.

Ob die Übungen federnd oder statisch ausgeführt werden ist letztlich Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte auf eine ausreichende Erwärmung vor der Dehnung geachtet werden, um Verletzungen zu vermeiden.Am besten ist eine Dehnung immer am Ende des Trainings. Da sind die Muskeln müde und können allein deshalb nicht mehr so aktiv gegen die Dehnung arbeiten, was den Trainingseffekt ungemein erhöht.

Schmerzen die beim Dehnen auftreten können sollten keinesfalls ignoriert werden. Schmerz ist ein Warnsignal unseres Körpers der damit sagen will, dass die Grenze der gesunden Belastbarkeit erreicht und sogar schon leicht überschritten ist. Sicher muss man an seine Genzen und sogar über diese hinaus gehen um besser zu werden, Zuviel Ehrgeiz ist allerdings ungesund und führt nicht selten zu längeren verletzungsbedingten Zwangspausen.

Langsames Steigern der Schwierigkeit ist an besten. Bei allen Dehnübungen sollte zudem darauf geachtet werden, dass Oberkörper und Hüfte nicht etwa Schonhaltungen einnehmen um so eine bessere "Dehnung" zu erhalten. Die besten Resultate sind durch eine korrekte Übungsausführung gewährleistet.

OMG wie lange hast du gebraucht diesen Text zuschreiben. Egel trotzdem vielen Dank für die Ausführliche Antwort du hast mir echt geholfen. LG BabyQuestion ♥♥♥

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