Wie kann man seinen Körperfettanteil messen?

1 Antwort

drei Möglichkeiten sind mir bekannt: die am weitesten verbreiteten sind: die elektrische Messung des Gewebewiderstands wie man ihn von Körperfettwaagen her kennt, wobei manche Werte schon Zweifel aufkommen lassen. Zweitens die Hautfaltendickemessung an definierten Punkten. Drittens die Ermittlung des Unterwassergewichts, also den Auftrieb bei leergeatmeter Lunge. Ist aber nix für die heimische Badewanne...obwohl... ;-)

Eine weitere Methode wäre eine B.I.A. Messung. Diese funktioniert ebenfalls über minimale Stromspannungen. Diese Methode ist sehr genau und medizinisch geprüft.

Trotz der modernen Technik ist die Hautfaltenmessung immer noch die genaueste Methode.

Körperfettwaagen arbeiten mit der so genannten bioelektrischen Impedanzmessung (BIA-Messung). Hier wird ein geringer Strom durch den Körper geschickt, von einer Elektrode zur anderen und dabei wird der Widerstand gemessen, da Fett und andere Körpermassen unterschiedliche elektrische Leitfähigkeiten haben. Anhand dieser und anderer manuell eingegebener oder gemessener Werte wie Gewicht, Geschlecht, Alter, soll die Waagen einen Fettanteil errechnen.

Allerdings hat das Ganze ein systembedingtes Problem: Strom nimmt immer den kürzesten Weg. Somit haben Körperfettwaagen den Nachteil, dass sie nur den Anteil in den Beinen messen können, weil der Strom durch ein Bein nach oben geht und gleich wieder durch das andere Bein zurück. Andere Messgeräte, die beim Messen in der Hand gehalten werden, haben das gleiche Problem, nur, dass hier der Strom durch die Arme geht.

Der Körper hat aber an verschiedenen Stellen seine Fettdepots, die von den Strömen dieser Geräte teilweise nicht erreicht werden, zum Beispiel an der Hüfte.

Bei der manuellen Hautfaltenmessung können solche Punkte mit berücksichtigt werden, so dass die Bestimmung des Fettanteils genauer werden kann, wenn man das richtig macht.

Was möchtest Du wissen?