Wie kann man Knorpelschäden regenerieren?

2 Antworten

Zunächst etwas Allgemeines zum Knorpel:

Knorpel gehört zur Skelettstruktur und besteht hauptsächlich aus Glukosaminoglykanen (eine Schwefelstruktur). Er enthält aber auch viel Wasser und Kollagen. Ist die Versorgung der Knorpelzellen mit Glukosaminoglykanen nicht gewährleistet, verlieren sie ihre Fähigkeit, Flüssigkeit zu speichern und Nährstoffe aufzunehmen. Die Zellen trocknen aus, schrumpfen und sterben schließlich ab. Dies führt zur Abnützung (Knorpelerosion): Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen sind die Folge.

Es gibt tatsächlich Mittel, die knorpelabbauende Substanzen hemmen, Knorpel wieder aufbauen und gleichzeitig einen entzündungshemmenden Effekt haben sollen. Die Wirkung dieser sogenannten Chondroprotektiva konnte zwar in einigen klinischen Studien belegt werden (Schmerzen gingen zurück, die Beweglichkeit verbesserte sich). Doch der Therapieerfolg ist individuell verschieden. Und so kann es bis zu einem Jahr dauern, ehe sich die erste Wirkung zeigt. Man kann Chondroprotektiva zwar als Tabletten verabreichen. Da Knorpel aber nicht durchblutet wird, kann das zur Regeneration erforderliche Baumaterial nur schwer zu den Knorpelzellen transportiert werden. Chondroprotektiva werden deshalb meist direkt ins betroffene Gelenk injiziert. In diesem Fall spricht man jedoch nicht mehr von einem Nahrungsergänzungsmittel.

Es gibt auch noch die Hyaluronsäure, die als Gelenkschmiere fungieren soll, da sie in der Lage ist große Mengen an Wasser zu speichern. Auch hier ist der Erfolg natürlich individuell unterschiedlich, auch abhängig vom Grad des Verschleißes.

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