Wie kann man die Rittigkeit eines Dressurpferdes bewerten?

2 Antworten

Rittigkeit zeigt sich optisch - ohne selbst zu reiten - z.B. in den Übergängen (hebt das Pferd sich "raus" oder nimmt es die Hilfen gut an), Handwechsel (Umstellen - bleibt das Pferd in der Anlehung und biegt es sich flüßig von einer Seite nach der anderen), im Überstreichen (nutzt das Pferd die Gelegnheit sich spontan zu entziehen oder steht es weitere an Kreuz und Beinhilfen und sucht nach der Anlehung), im Zügel aus der Hand kauen lassen (dehnt das Pferd sich nach unten) Alles weitere hat Karin bereits schön dargelegt

Richter sind nicht nur Richter aus Spaß an der Freud! Sie sind jahrelang selbst geritten, bzw tun dies immer noch. Sie müssen Prüfungen ablegen, genau wie in einer Schule / Ausbildung / Lehre. Die Rittigkeit spiegelt sich in Kriterien beim Pferd, die ein Richter sofort erkennt. Er ist darauf geschult, diese zu benoten. Sprich: zeigt das Pferd Widersetzlichkeiten, Ungehorsam gibt es dafür eine bestimmte Note. Zeigt das Pferd in der Prüfung, dass es die Reiterhilfen nicht gut annimmt, nicht "Durchlässig" ist, gibt es auch dafür eine bestimmte Note. Das "junge Dressurpferd" (und nicht nur die!) sollte im Rahmen der Ausbildungsskala ausgebildet / geritten ( und natürlich so auch in der Prüfung vorgestellt werden!). Danach wird beurteilt. Das Pferd hat viele Wege, seinen Unmut unter dem Reiter zu zeigen - genauso, wie es zeigt, ob es sich wohl fühlt. Das erkennt auch der erfahrene Reiter schnell. Die "Rittigkeit" spiegelt sich also in der Ausbildungsskala. Ein "gewisses Talent" für die Dressur trennt das "Dressurpferd" vom "Reitpferd".

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