Wie kann man den Körperfettanteil mit der Caliper-Methode messen?

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1 Antwort

Im Gegensatz zur (elektrischen) Bioimpedanz-Methode ist die Messung mittels Caliper recht genau, da sie die anatomischen Gegebenheiten berücksichtigt. So wird an verschiedenen Stellen die Hautfaltendicke gemessen, zum Beispiel am Trizeps, Bauch, Brust, Rücken. So erhält man ein repräsentatives Ergebnis hinsichtlich der Körperfettverteilung und des -anteils.

Bei der Bioimpedanz-Methode wird dagegen ein Strom durch den Körper geschickt. Je nach Widerstand, Fett leitet schlechter, soll ein Messgerät den Fettanteil ermitteln. Allerdings nimmt Strom bekanntermaßen immer den kürzesten Weg. Stellt man sich also auf eine entsprechende Waage mit Körperfettmessung, geht der Strom durch das eine Bein und direkt durch das andere wieder zurück. Bei Handmessgeräten genauso: der Strom geht durch den einen Arm durch und durch den anderen wieder zurück.

Das bedeutet, dass jeweils die anderen Stellen, also bei der Handmessung die Beine, bei der Messung mittels Waage der Bereich der Arme und Brust nicht und der Bauch generell nicht gemessen werden. An letztgenannter Stellen sind aber bekanntermaßen die meisten Fettdepots des Körpers. Somit ist die Caliper- der Bioimpedanz-Methode vorzuziehen, zumal erstgenannte auch noch billiger ist.

Der Fairness halber sollte man noch erwähnen, dass der Hersteller Tanita mittlerweile eine Waage entwickelt hat, die den genannten systembedingten Fehler minimieren soll. Sie misst nicht nur von Bein zu Bein und Hand zu Hand, sondern auch von einer Hand zu einem Bein. Allerdings kostet die Waage auch knapp 200 Euro.

Hi pooky, danke für die sehr aufschlussreiche Antwort, gruß skydiver

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