Wie kann ich mein Rennrad leichter ausrüsten?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das größte Einsparpotenzial liegt ganz klar bei den Laufrädern. Hier hast Du den doppelten Vorteil, weil deren Gewicht nicht nur in das Gesamtgewicht einfließt, sondern auch noch rotierende Masse darstellen, die beschleunigt werden will.

Außerdem ist hier das Verhältnis von Nutzen zum finanziellen Aufwand am höchsten. So gibt es 1.500 Gramm leichte Laufräder (pro Satz, also Vorder- und Hinterrad!)bereits für 500 bis 600 Euro, während Du für das gleiche Einsparpotenzial bei andern Teilen viel mehr Geld ausgeben musst. Für diesen Betrag kannst Du Dein Rad also schon einmal um ganze zwei Kilogramm leichter machen.

Bei Vorbau und Sattelstütze, aber auch Lenker und Vorbau sind die Einspar-Möglichkeiten deutlich geringer, hier liegen die Bandbreiten jeweils bei 100 Gramm und weniger.

Auch die Komponenten wie Kurbel, Schaltwerk, Umwerfer, Hebel usw. lassen sich gegen leichtere Modelle tauschen, allerdings bewegst Du Dich hier finanziell im Bereich, wo sich der Neukauf eines Rades eher lohnt. Das gilt auch beim Tausch des Rahmens gegen ein leichteres Modell.

Ich denke, für Dich ist der Tausch der Laufräder erste Wahl, denn mit dem dann nur noch etwa acht Kilo leichteren Rad bewegst Du Dich gut durchschnittlichen Bereich und das für einen vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand.

ERGÄNZUNG: Ach ja, das von mir genannte Laufradgewicht bezieht sich auf die Laufräder selbst, also ohne Reifen und Schlauch.

Gehen wir davon aus, dass ein Reifen zwischen 210 und 250 Gramm wiegt, ein Schlauch um die 70 Gramm, Schnellspanner, großzügig geschätzt, 100 Gramm, dann beträgt die Ersparnis immerhin noch deutlich mehr als ein Kilo. Das alles, wie schon geschrieben, recht großzügig geschätzt.

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@pooky

..."großzügig" im dem Sinne, dass die tatsächliche Gewichtsersparnis mit neuen Laufrädern noch höher sein kann, also dass bei Dir die vorhandenen Komponenten Reifen, Schlauch und Schnellspanner doch nicht so schwer sind, wie von mir in der Rechnung angegeben.

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Was hast du denn da für Komponenten verbaut? 10 Kg für ein Rennrad welches einen Carbonrahmen hat ist schon verdammt viel. Abgesehen vom Rahmen kannst du wie Pooky schon angemerkt hat die meiste Ersparnis über die Laufräder reinholen, was sich dann auf Grund der unterschiedlichsten Bespeichungen auch sehr stark in der Laufeigenschaft bemerkbar macht. Bremsen, Sattel, Sattelstütze, Gabel sowie Lenker bringen dann zwar auch noch einige Gramm, aber die merkst du als solches während des Fahrens nicht so sehr.

Hab ich nicht selbst verbaut, das Rad war komplett und wirklich ein Schnäppchen (700€ incl. Umrüstung auf Dreifachkettenblatt). Der Händler hatte es für sich selbst zusammengebaut, dann aber wieder verkauft, da doch lieber Mountainbike und wenig Zeit usw... Ich mußte damals schnell ein Rad kaufen, weil ich beim Dreiländergiro recht kurzentschlossen mitmachen wollte (bekam das Rad erst 10 Tage davor). Mein altes Rad war einfach fertig (Trekkingrad mit Rennlenker, 50 000km. Bisher war ich mit dem neuen Rad sehr zufrieden, aber wenn ich lese, was die Räder sonst so wiegen, habe ich gewichtsmäßig einen Nachteil, wenn ich weiterhin damit fahre. Hab aber keinen Bock, jetzt tausende von Euro in ein Neues zu investieren. Ist nicht drin.

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@stableserin

700 Euro für ein Rennrad mit Carbonrahmen ?? Na, das ist ja mehr als billig wenn man bedenkt was alleine ein Carbonrahmen schon kostet.

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