Wie kann ich den Rollwiderstand bei meinem Bike verringern?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Du kannst es zunächst mit Reifen versuchen, die eine andere, glattere Profilierung haben. Während die Breite keine große Rolle spielt, haben grobe Stollen schon einen höheren Widerstand. Deshalb haben übrigens Rennradreifen auch eine glatte Oberfläche.

Wichtig ist natürlich der richtige Luftdruck, der sich nahe des maximal zulässigen befinden sollte, denn ein nicht richtig aufgepumpter Reifen ist nicht nur pannenanfälliger, sondern walkt übermäßig, die Kraftübertragung bleibt auf der Strecke.

pooky, bist du dir sicher, dass die breite der reifen keine rolle spielt? ich dachte immer, dass breite und profil fuer den rollwiderstand ausschlaggebend ist.

pooky 27.01.2008, 13:42

Die Reifenbreite spielt kaum eine Rolle, wenn die entsprechend empfohlenen Druckangaben eingehalten werden. Auch in Wikipedia ist dazu zu lesen:


"Der Einfluss der Reifenbreite auf den Rollwiderstand wird vielfach ebenso überschätzt wie der Radius. So haben sich beispielsweise die Versuche von Francesco Moser, bei seinen Stundenweltrekordversuchen den Rollwiderstand durch extrem große Radradien und schmale Reifen zu verringern, bei genaueren Kontrollrechnungen als irrig erwiesen. Statt dessen galten eine Zeit lang unter Praktikern gut gefertigte, breitere Reifen ... als die bessere Lösung".


Ich selbst fahre im Winter mit den 25 mm breiten Conti-Winterreifen 4-Seasons und merke zu den 23 mm breiten GP4000S hinsichtlich des Widerstandes keinen Unterschied.

0

Ergänzend zu den bisherigen Antworten: Die Breite spielt eine Rolle bei Gewicht (bewegte Masse) und Luftwiderstand. Letzterer wird aber erst bei höheren Geschwindigkeiten relevant. Beim Luftdruck nicht übertreiben! Daß ein Schlauch wegen zu hohem Druck platzt ist unwahrscheinlich, aber die Felgen können unter Umständen nachgeben/brechen. Breite Reifen haben bei normalem Betriebsdruck eine größere Auflagefläche und in der radfahrenden Wirklichkeit spielt dies doch eine Rolle. Geringerer Druck heißt Arbeitsleistung geht in Walkarbeit verloren. Moser fuhr auf dem poliertem Holzboden eines Velodroms. Bahnradfahrer fahren mit einem Druck 14-16 bar, Straßenrennradler 8-12 (Schlauchreifen). Das Ziel ist Reduktion des Rollwiderstandes. Auf Langstrecken legt man aber eher auf Komfort und Federung wert um Ermüdung entgegenzuwirken.

Was möchtest Du wissen?